Der Anne-Klein-Frauenpreis

2012 - 2026

15 Jahre Anne-Klein-Frauenpreis - Heinrich-Böll-Stiftung

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20 Preisträgerinnen in 15 Jahren – eine entschlossener, mutiger, bewundernswerterer als die andere in ihrem Einsatz für geschlechterpolitische Gleichstellung, Frauenrechte, Freiheit, gegen Gewalt und Ausbeutung. Der Anne-Klein-Frauenpreis gibt ihnen Raum, Unterstützung und Anerkennung, die häufig nicht nur ihnen allein, sondern einer ganzen Gruppe oder Bewegung gilt.

Neben der Preisverleihung in Berlin jeweils am ersten Freitag im März mit tollen Reden, berührenden Momenten, manchmal auch Tränen, aber immer einer großen Party mit Tanz, ermöglicht die Auszeichnung den Preisträgerinnen den Kontakt ins politische Berlin: Jedes Jahr wird der Besuch hier bei uns durch ein hochkarätiges Programm begleitet, von Gesprächen und dem Austausch mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft, in Bundesministerien und bei Entscheidungsträger*innen flankiert. Ein Preisgeld von 10.000 €, gestiftet von Anne Klein, kommt noch hinzu.

Mit dem internationalen Preis rücken wir unsere Preisträgerinnen ins Scheinwerferlicht. Sie berichten von ihrer Arbeit, ihrer politischen Situation in ihrem Land, und wir feiern sie für ihr Tun. Bei den Preisverleihungen stehen die Ausgezeichneten für sich und ihre Arbeit im Mittelpunkt. Dort, wo sie hingehören und wo wir hinschauen sollten. Nach Syrien, Kolumbien, Indien, Serbien, Senegal, Mexiko, Südafrika, Belarus, Deutschland und in die Türkei – um nur einige zu nennen. Für manche ist die Öffentlichkeit, die der Preis schafft, fast so etwas wie eine Lebensversicherung und ein Schutz für ihren Mut. Den Frauen sind wir bis heute verbunden, sie sind mit uns verbunden.

Der Anne-Klein-Frauenpreis wurde von 2012 bis 2026 vergeben.

Mit dem Preis gedenkt die Heinrich-Böll-Stiftung Anne Kleins (1950 - 2011), die sich als Frau, Rechtsanwältin und Politikerin dem Kampf für die Durchsetzung von Frauen- und Freiheitsrechten verschrieben hatte. 

„Jeden Sommer haben wir den Anne-Klein-Frauenpreis international ausgeschrieben. Wir bekamen Bewerbungen aus allen Ecken und Enden, weltweit. Eine ehrenamtliche Jury hatte dann die schöne und schwere Aufgabe, eine Preisträgerin auszusuchen. Ich mochte diese Arbeit sehr, das vertrauensvolle Miteinander, den Austausch. Den Jurymitgliedern sind wir zu großem Dank verpflichtet“, betont Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Juryvorsitzende. Sie fügt hinzu: „Die Nominierten bildeten eine große thematische Breite an Engagement ab, sie haben mich immer wieder mit ihrem Leben, ihrem Kampf, ihrem Selbstverständnis tief beeindruckt. Derartiges mutiges feministisches Engagement werden wir auch künftig ehren.“

Die Zusammensetzung der Jury hat sich über die Jahre wenig verändert. Enge Freundinnen und Weggefährtinnen von Anne Klein waren ebenso vertreten wie ein Mitglied der erweiterten Familie (Renate Künast, Michaele Schreyer, Jutta Wagner, Thomas Herrendorf (t)) und Barbara Unmüßig. 

Barbara Unmüßig, von 2002 bis 2022 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, hat als Juryvorsitzende bis zu ihrem Ausscheiden aus der Heinrich-Böll-Stiftung die Ausgestaltung des Preises und die Zusammenarbeit der Jury geprägt und die Sichtbarkeit des Anne-Klein-Frauenpreises organisiert. Im Rückblick sagt sie:

„Klar ist, dass feministisches Engagement für Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung unmittelbar mit Demokratie und Menschenrechten verbunden ist. Die meisten Preisträgerinnen arbeiten in repressiven Kontexten, wo Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgehebelt sind. Der Preis hat damit immer auch eine Schutzfunktion für sie.“

Die letzte Jury bestand von 2023 bis 2026 aus diesen Mitgliedern: Dr. Imme Scholz, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Juryvorsitzende, Renate Künast, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a.D., Prof. Dr. Michaele Schreyer, ehem. Vize-Präsidentin des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland und Jutta Wagner, Rechtsanwältin, ehemalige Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes.

Die letzte feierliche Preisverleihung fand am 06. März 2026 in Berlin statt. Diese ersten Freitage im März, an denen wir die Preisträgerin in Berlin begrüßen und feiern, sind ganz besondere Abende. Es gibt tolle Reden und berührende Momente. Wir schauen mit den Ausgezeichneten auf ihre herausfordernde Arbeit und die Situation in ihren Ländern, nach Syrien, Kolumbien, Indien, Serbien Mexiko, Südafrika, Deutschland und in die Türkei – um nur einige zu nennen.
Für manche ist die Öffentlichkeit, die der Preis schafft, fast so etwas wie eine Lebensversicherung und ein Schutz für ihren Mut. Zum 10. Jubiläum haben wir die Frauen besucht.

Hier erklären sie, was der Anne-Klein-Frauenpreis für sie bedeutet.

Jury

Dr. Imme Scholz – Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Juryvorsitzende

Renate Künast –  MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Sylvia Löhrmann - Staatsministerin a.D.

Prof. Dr. Michaele Schreyer – ehem. Vize-Präsidentin des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland

Jutta Wagner – Rechtsanwältin, ehemalige Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes

Die Preisträgerinnen 2012 - 2026

Anne Klein (1950 - 2011)

Zu Ehren Anne Kleins hat die Heinrich-Böll-Stiftung über 15 Jahre (2012 bis 2026) den Anne-Klein-Frauenpreis vergeben. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin.

Mit dem Preis förderten wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. Der Preis war mit 10.000 Euro dotiert.

Ermöglicht wurde der Anne-Klein-Frauenpreis durch eine großzügige Schenkung Anne Kleins. Dafür herzlichen Dank!

Anne-Klein-Frauenpreis mit englischem Untertitel - Heinrich-Böll-Stiftung

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Unterstützen Sie den Frauenpreis

Kontakt

Wenn Sie das Anliegen des Anne-Klein-Frauenpreises teilen, freuen wir uns über weitere Spenden:
Stichwort „Anne Klein“
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE15 3702 0500 0003 0767 02
BIC: BFSW DE 33 XXX

Ulrike Cichon
Heinrich-Böll-Stiftung
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T 030-28534-112
F 030-28534-5112
cichon@boell.de

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