Anne-Klein-Frauenpreis 2014 an Imelda Marrufo Nava

Anne-Klein-Frauenpreis 2014 an Imelda Marrufo Nava

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Unser Anne-Klein-Frauenpreises 2014 geht an Imelda Marrufo Nava. Die mexikanische Juristin und Frauenrechtsaktivistin zeichnen wir vor allem für ihren Kampf gegen die genderspezifische Gewalt in ihrer Heimatstadt Ciudad Juárez aus.

Zur Preisträgerin

imelda marrufo

Der Anne-Klein-Frauenpreis 2014 geht an die Juristin, Feministin und Frauenaktivistin Imelda Marrufo Nava aus Ciudad Juarez, Mexiko. Die mutige Kämpferin für Frauenrechte setzt sich leidenschaftlich für die Ächtung und Strafverfolgung geschlechterbasierter Gewalt ein.

Preisverleihung 2014
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"Anne Klein hat uns diesen wunderbaren Preis gestiftet und es ist Imelda Marrufo – die wie Anne Klein Juristin und Feministin ist –, deren mutige Arbeit für Frauenrechte wir in diesem Jahr mit dem Anne-Klein-Frauenpreis würdigen", erklärt Barabara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in ihrer Rede.

Claudia Roth am Rednerpult
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"Auch Anne Klein hätte in ihr ganz bestimmt eine mehr als würdige Preisträgerin gesehen", so Claudia Roth in ihrer Laudation an Imelda Marrufo Nava zur Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises 2014.

Imelda Marrufo Nava am Rednerpult

"Dieser Preis bedeutet für mich die Anerkennung des Engagements der Verteidigerinnen aus der Stadt Juárez in Chihuahua." Zur Dankesrede von Imelda Marrufo Nava anlässlich der Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises 2014 in Berlin.

imelda marrufo
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Die Juristin, Feministin und Menschenrechtsaktivistin Imelda Marrufo hat 2001 das Netzwerk von Frauenorganisationen „Red Mesa de Mujeres“ gegründet, das den Familien der Opfer hilft und Ermittlungsarbeit einfordert. Ein Porträt.

(f.l.) Amanda Camilo Ibarra (Coordinator “Movimiento Ruta Pacifica de las Mujeres”, Colombia), Estela Barnes de Carlotto (President of the Organization Abuelas de Plaza de Mayo (Grandmothers of Plaza de Mayo), Argentina) and Imelda Marrufo Nava (Lawyer and Human Rights Activist, Red Mesa de Mujeres de Ciudad Juárez, Mexiko)
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Das Netzwerk Mesa de Mujeres de Ciudad Juárez (Frauentisch von Ciuadad Juárez) setzt sich entschlossen für die Rechte der Frauen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeit, Gemeindeentwicklung und Menschrechte ein.

Das bewegte Leben von Imelda Marrufo Nava aus Mexiko, Trägerin des Anne-Klein-Frauenpreises der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung 2014 hier in einer tabellarischen Kurzfassung.

Hintergründe zum Thema auf boell.de

Genug Blut!
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Imelda Marrufo ist Juristin und Koordinatorin des Netzwerkes "Red Mesa de Mujeres de Juárez". Ein Jahr nach der Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises berichtet sie über ihre Arbeit und die neuesten Entwicklungen in der nordmexikanischen Stadt.

Trauernde Frau
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50 Morde pro Monat zählten die Behörden in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez dieses Jahr – deutlich weniger als im Jahr 2010. Das wird als Erfolg gewertet, doch es bleibt eine erschreckend hohe Zahl.

Geschlechtsspezifische Gewaltanwendung gegen Frauen ist in einer Reihe von Ländern Zentralamerikas überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Die Studie das Thema beleuchten und es in den jeweiligen gesellschaftlichen Zusammenhang stellen.

Ni una más - Keine einzige mehr!
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Die US-mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez zählte alleine zwischen 2008 und 2012 mehr als 10.000 Morde. Bei diesen erschreckenden Zahlen verschwindet die spezifische Gewalt gegen Frauen aus den Medien. Sie ist jedoch längst nicht verschwunden.

von
In Mexiko steigt die ohnehin hohe Zahl von Morden an Frauen. Allein in der Stadt Ciudad Juárez wird alle 20 Stunden eine Frau ermordet. Diese "Feminizide" werden zum Großteil nicht aufgeklärt und bleiben unbestraft.
Im Buch "Transnational Organized Crime" beleuchten 25 Autorinnen und Autoren aus zwölf Ländern unterschiedliche Aspekte länderübergreifender Kriminalität: von Organ- und Menschenhandel, über Drogenkartelle und Geldwäsche bis hin zur Cyberkriminalität.

Anne-Klein-Frauenpreis

Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. 
Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Der Anne-Klein-Frauenpreis wurde ermöglicht durch eine großzügige Schenkung Anne Kleins. Dafür herzlichen Dank!

Preisverleihung am 4. März 2016

Grid image Zur Anmeldung

Der Anne-Klein-Frauenpreis wird am 4. März um 19 Uhr verliehen.

Kontakt

Ulrike Cichon
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T 030-28534-112
F 030-28534-5112
E cichon@boell.de

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