Wir trauern um Dorothee Landgrebe

Dorothee Landgrebe bei der Veranstaltung "Einfach. Jetzt. Machen." 2014 in der Heinrich-Böll-Stiftung. Urheber/in: Stephan Röhl. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Unsere Kollegin Dorothee Landgrebe ist am Samstag, 27. Juni, ihrer Krebskrankheit erlegen. Sie war erst 40 Jahre alt. Wir verlieren eine engagierte und temperamentvolle Kollegin, die mit Herz, Verstand und Leidenschaft in dieser Welt war. Als Referentin für Ökologie und Nachhaltigkeit hat sie sieben Jahre die Ausrichtung der Heinrich-Böll-Stiftung auf diesem wichtigen Feld mitbestimmt.

Sie hat offen, tapfer und humorvoll mit ihrer Krankheit gelebt.

Voller Trauer, Respekt und Dank für die gemeinsame Zeit nehmen wir Abschied.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, vor allem bei ihrem Ehemann und ihrem kleinen Sohn.

In einer letzten Nachricht an ihre Kolleginnen und Kollegen hat sie folgendes formuliert: „Ich habe es als Privileg erlebt, mit Menschen zu arbeiten, mit denen ich um die richtigen Fragen und die richtigen Lösungen streiten konnte und in einer Stiftung meinen Lebensunterhalt zu verdienen, in der die mir wichtigen Werte - Gerechtigkeit, Frieden, Demokratie und Ökologie – das Denken und Handeln bestimmen. Dabei hat mich oft die Frage beschlichen, ob es angesichts der vielfältigen Konflikte in der Welt und divergierenden Interessen nicht anmaßend ist, zu glauben, man könne mit Konferenzen, Fachgesprächen und Studien – und neuestens auch mit Twitter und Tweet – die Welt verändern und befrieden. Gleichzeitig war ich überzeugt, dass wenn ich nicht an die Kraft der Worte glaube, das Feld frei wird für die Vorherrschaft von Geld, Gier und Gewalt.“

Wir danken Dorothee Landgrebe für die gemeinsame Zeit und versuchen, ihre Arbeit fortzusetzen.

Ralf Fücks, Barbara Unmüßig und Livia Cotta
Vorstand und Geschäftsführung der Heinrich-Böll-Stiftung

Kolleginnen und Kollegen der Heinrich-Böll-Stiftung

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Kommentare

Liebe Stiftungserhalter,

Liebe Stiftungserhalter,
ich bin begeistert das Frau Landgrebe bei Ihnen ihre Talente offen leben durfte. das spricht ganz klar für Teamgeist und Offenheit auf beiden seiten, gemeinsame Ziele und Respekt. Weiter so. Leider ist oft wenn ich an Ihren Veranstaltungen teilnehmen möchte. Mein Freitagnachmittag schon verbucht..aber ich arbeite daran.
Herzliche Anteilnahme zum Verscheiden von Frau Landgrebe
C. Frese

Durch Zufall bin ich auf

Durch Zufall bin ich auf diesen Nachruf gestoßen, der mich tief berührt hat. Habe vor ein paar Wochen meinen Mann auf gleiche Weise verloren und musste erleben, dass es Arbeitgeber gibt, die auf Krankheit und Tod in einer für die Betroffenen und Angehörigen beschämenden und enttäuschenden Art und Weise reagieren.
Also ein Lob an die Böll-Stiftung als Arbeitgeber. Obwohl ich Frau Landgrebe nicht kannte, wird sie mir in Erinnerung bleiben. Meine Gedanken sind bei Ihrer Familie...
AntjeS.

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