Die Krise in Burundi und das Phlegma der internationalen Politik

Die Krise in Burundi und das Phlegma der internationalen Politik

05. Apr. 2016 von Yolande Bouka, Nanjala Nyabola
Heinrich-Böll-Stiftung
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Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: April 2016
Seitenanzahl: 21
Lizenz: CC-BY-NC-ND 3.0

Am 25. April 2015 gab die Regierungspartei Burundis, der Conseil National Pour la Défense de la Démocratie – Forces pour la Défense de la Démocratie (CNDD–FDD) bekannt, Präsident Pierre Nkurunziza werde für eine dritte Amtszeit kandidieren. Nkurunziza setzte sich damit über das Arusha-Abkommen aus dem Jahr 2000 hinweg, das nur zwei Amtszeiten für den Präsidenten vorsieht. Am folgenden Tag kam es in der Hauptstadt Bujumbura zu einer Protestaktion gegen die Regierung, der viele weitere folgten. Die Regierung reagierte fortan mit unnachgiebiger Härte gegen Proteste. Nach einem vereitelten Putschversuch im Mai wurde Nkurunziza schließlich im Juli 2015 im Amt bestätigt. Seitdem bewaffnen sich Teile der Opposition und nimmt die Gewalt zwischen den Konfliktparteien wie gegenüber der Zivilbevölkerung zu. Hunderte Todesopfer sind zu beklagen. Die Angst vor Gewalt und Repression hat Hunderttausende zu Flüchtlingen gemacht. Tägliche Verhaftungen, Verschleppungen und Folter vor allem junger Menschen sollen die Zivilgesellschaft einschüchtern.  

Fast ein Jahr nach Nkurunzizas Ankündigung wirkt die internationale Gemeinschaft immer noch wie gelähmt und weiß nicht, wie sie die Krise in Burundi angehen soll.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Ein Land im Ausnahmezustand
  • Politische Gruppen
  • Eskalation der Gewalt
  • Eine Friedensmission für Burundi?
  • Verfehlte Analyse
  • Alte Gewohnheiten
  • Vermittlungsversuche
  • Schwerwiegende Folgen
  • Die Autorinnen
  • Impressum

 

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