Grünes Gedächtnis 2016

Grünes Gedächtnis 2016

28. Mär. 2017
Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: April 2017
Seitenanzahl: 119
Lizenz: CC-BY-NC-ND
ISBN: 978-3-86928-158-2

Als sich 1979 Die Grünen gründeten, um als politische Vereinigung an der Europawahl teilzunehmen, wurde für die Wahlkampagne die erste grüne Geschäftsstelle eingerichtet. Wir haben in den letzten Jahren, soweit uns das möglich war, mit denjenigen gesprochen, die damals die Wahlkampagne getragen haben: mit Roland Vogt, Eva Quistorp, Wilhelm Knabe und Milan Horáček. Lukas Beckmann ist der fünfte Mitarbeiter, den wir erreichen konnten. Mit ihm schließen wir diese Interviewreihe ab.

Ein zweiter Schwerpunkt unserer Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen beleuchtet die Beziehung von Feministinnen zu den Grünen und umgekehrt. Uns interessiert dabei die berufliche und politische Praxis der Frauen, die diese Begegnung entscheidend geprägt haben. Für dieses Jahrbuch haben wir Mechtild M. Jansen interviewt. Frühere Gespräche mit Eva Quistorp und Sibylle Plogstedt sind bereits veröffentlicht.

Mechtild M. Jansen hat sich jahrzehntelang als Feministin und Bildungsreferentin an der Schnittstelle zwischen feministischen Netzwerken und grüner Politik bewegt, sei es während ihrer Arbeit bei der hessischen Landeszentrale für politische Bildung, bei der Frauenanstiftung bzw. der Heinrich-Böll-Stiftung oder den Grünen.

Die grüne Stiftung spielt für die Öffnung der grünen Partei zur Zivilgesellschaft immer wieder eine große Rolle. Lukas Beckmanns eminente Bedeutung in diesem Zusammenhang muss nicht extra betont werden. 2017 liegen die wichtigsten Debatten um die Stiftungsgründung 30 Jahre zurück.

Wir haben aus diesem Anlass die Rede von Christine Dörner auf dem Oldenburger Parteitag 1987 als historisches Dokument ausgewählt und kommentiert. In dieser Rede hat sie für das Modell einer Länderstiftung geworben. Die föderale Zusammenarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung mit den Länderstiftungen hat hier ihren Ursprung.

Abgerundet wird das Heft durch Beiträge aus der Archivpraxis des letzten Jahres. Sie beziehen sich auf Archivprojekte, Archivbestände und Veröffentlichungen zur Geschichte der Ökologie.

 

Inhaltsverzeichnis:

1 BEITRÄGE ZUR ZEITGESCHICHTE

  • Interview mit Lukas Beckmann
    «In Friedens- und Menschenrechtsfragen geht es um Loyalität von Bürgern unterschiedlicher Systeme und verschiedener Staaten»
  • Interview mit Mechtild M. Jansen
    «Das war mir immer wichtig, die unterschiedlichen Realitäten in meiner Bildungsarbeit zusammenzukriegen»
  • Elsbeth Zylla
    Jürgen Fuchs und die Kölner Heinrich-Böll-Stiftung

2 DAS HISTORISCHE DOKUMENT

  • Das föderative Stiftungsmodell
    Kommentar: Anne Vechtel

3 ARCHIVBESTÄNDE

  • Sophie Lange
    Der Nachlass Martin Schmidt
  • Anastasia Surkov
    Die Akten des hessischen Landesverbandes der Grünen
  • Christoph Becker-Schaum
    Der Archivbestand der Berliner AUD (1964–1989)

4 ARCHIVPROJEKTE

  • Christoph Becker-Schaum
    Zum Abschluss der Edition der Fraktionssitzungen «Die Grünen im Bundestag 1983–1990»
  • Christoph Becker-Schaum
    Jürgen Fuchs: «Sagen, was ist». Diktatur als grenzüberschreitende Erinnerungslandschaft
  • Positionspapier des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare
    Zur Zukunft der Archive von Protest-, Freiheits- und Emanzipationsbewegungen

5 REZENSIONEN

  • Christoph Becker-Schaum
    Vorgeschichte der Gegenwart. Dimensionen des Strukturbruchs nach dem Boom
  • Anastasia Surkov
    Erst stirbt der Wald, dann du! Das Waldsterben als westdeutsches Politikum (1978–1986)
  • Anne Vechtel
    Deutschland in Grün. Eine zwiespältige Erfolgsgeschichte

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