Unübersichtlichkeit, die neueste: Albrecht von Lucke zur Krise der politischen Orientierungsbegriffe

Unübersichtlichkeit, die neueste: Albrecht von Lucke zur Krise der politischen Orientierungsbegriffe

Vortrag

Links? Liberal? Konservativ? "Es wäre verheerend, die großen politischen Deutungsbegriffe ad acta zu legen", konstatiert der Publizist Albrecht von Lucke - und prognostiziert einem Jamaika-Bündnis schwierige Koalitionsverhandlungen.

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Die Regierung Schröder beschloss die Agenda 2010, in die Rot-Grüne Regierungszeit fallen die ersten Kriegseinsätze der Bundeswehr. Der Atomausstieg wurde von einer Schwarz-Gelben Koalition durchgesetzt, eine konservative Kanzlerin öffnete im Herbst 2015 die Grenzen für Menschen auf der Flucht. Manche Zeitdiagnostiker schließen aus solchen Phänomenen auf die Redundanz politischer Orientierungsbegriffe. 

Dieser Lesart widerspricht Albrecht von Lucke entschieden. "Es wäre verheerend, die großen politischen Deutungsbegriffe ad acta zu legen", konstatiert der Publizist und Redakteur der Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik. In seinem Vortrag vom 9. Oktober 2017 zeichnet von Lucke die liberalen, konservativen und linken Wurzeln der Grünen nach und prognostiziert einem Jamaika-Bündnis schwierige Koalitionsverhandlungen:

In der Reihe „Auf der Höhe – Diagnosen zur Zeit“ befragt die Grüne Akademie Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit - von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Retro und Z wie Zombie.

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