Vom Freistaat zum Bundesland - Bayern nach der Wahl

Vom Freistaat zum Bundesland - Bayern nach der Wahl

Wahlanalyse

Gänzlich ungewohnt und in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen ist das Ergebnis der bayerischen Landtagswahl vom 14.10.2018: Bayern reiht sich in den Bundestrend ein und kann seine selbsterklärte Sonderrolle künftig nicht mehr halten.

löwe bayern kirche zwiebelturm architekturUrheber/in: stux. Public Domain.

So werden die Berliner Regierungsparteien in Bayern massiv abgestraft, die kleinen Parteien gewinnen deutlich. Bündnis 90/Die Grünen werden als Wahlgewinner die zweite Kraft. Sie gewinnen sowohl im urbanen wie im ländlichen Raum deutlich hinzu und erringen erstmalig sechs Direktmandate. In München werden sie stärkste Kraft. Die SPD, vormals klar auf Platz zwei, erreicht mit 9,7 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt und ist nunmehr die fünfte Kraft im Maximilianeum. Die CSU stürzt auf 37,2 Prozent ab und wird künftig nicht mehr alleine regieren können. Ursächlich dafür sind die von der CSU maßgeblich betriebenen Berliner Querelen sowie massive Fehler der bayrischen Landesregierung.

Die bayerischen Wahlergebnisse fügen sich zudem in europäische Trends ein. Die Sozialdemokratie kommt aus ihrem Tief nicht heraus, die ehemaligen Großparteien können nur noch eingeschränkt reüssieren. Auch in Luxemburg haben die Grünen bei den nationalen Wahlen am 14.10.218 stark hinzugewonnen und gehen als einziger Gewinner gestärkt aus den Wahlen hervor, während die sozialdemokratischen und liberalen Regierungspartner Stimmen und Mandate verlieren.


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