Schuldenschnitt für einen grünen Aufschwung - Launch des Reports: "Debt Relief for a green and inclusive Recovery"

Presseeinladung

Online-Studienvorstellung und Diskussion mit   
Hon. Mia Mottley, Premier- & Finanzministerin von Barbados
Gordon Brown, UN-Sondergesandter und Ex-Premierminister UK
 

Montag, 16. November 2020, 15:00 Uhr – 16:30 Uhr

Online-Studienvorstellung und Diskussion mit   
Hon. Mia Mottley, Premier- & Finanzministerin von Barbados
Gordon Brown, UN-Sondergesandter und Ex-Premierminister UK
 

Montag, 16. November 2020, 15:00 Uhr – 16:30 Uhr
online-event via Zoom, Anmeldung hier


Begrüßung:
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Keynotes:
Hon. Mia Amor Mottley, Premierministerin & Ministerin für Finanzen, Wirtschaft und Investitionen, Barbados
Gordon Brown, Sondergesandter der Vereinten Nationen für Globales Lernen und ehemaliger Premierminister des Vereinigten Königreichs

Präsentation des Reports:
Shamshad Akhtar, Vorsitzende des Verwaltungsrates, Karandaaz Pakistan und ehemalige Gouverneurin der Zentralbank und Finanzministerin von Pakistan
Ulrich Volz, Direktor des Zentrums für nachhaltige Finanzen, SOAS, London University

Kommentar:
Moritz Kraemer, Chief Economic Adviser bei Acreditus, ehemaliger Global Chief Ratings Officer, S&P Sovereign Ratings.
F&A:
Kevin P. Gallagher, Professor für globale Entwicklungspolitik an der Frederick S. Pardee School of Global Studies & Direktor des Global Development Policy Center, Boston University
Moderation:
Stephany Griffith Jones, Programmdirektorin für Finanzmärkte bei der Initiative for Policy Dialogue, Columbia University

Es droht eine globale Schuldenkrise ungeahnten Ausmaßes: Noch vor der Pandemie bewertete der Internationale Währungsfonds die globale öffentliche Schuldenlast als hohes Risiko und stellte fest, dass die Hälfte der Länder mit niedrigerem Einkommen ein hohes Risiko einer Schuldenkrise aufweisen, oder bereits in einer Krise stecken. Mit der Verschärfung der Corona-Krise sehen sich Schwellen-, Entwicklungs- wie auch viele OECD-Länder mit massiven Produktionsrückgängen, einem drastischen Anstieg von Arbeitslosigkeit und Armut sowie einem immer engeren fiskalischen Spielraum konfrontiert, während die Entlastungs- und Sanierungsanstrengungen im Rahmen der Pandemierbekämpfung zwingend eine massive Aufstockung der Ausgaben erfordern.

Diese neue, systemische Schuldenkrise entwickelt sich zu einem überaus kritischen Zeitpunkt, an dem die globale Klimakrise die unaufschiebbare Mobilisierung enormer Investitionen in Eindämmungs- und Anpassungsmaßnahmen erforderlich macht. Zugleich mutieren fossile Brennstoffe -teils politisch, teils technologisch bedingt- von einem Vermögenswert zu einer Belastung, die eine dritte systemische Krise darstellt, von der die Kapitalmärkte und betroffene Länder erfasst werden. Am Schnittpunkt dieser drei Systemkrisen müssen dringend neue und innovative Antworten gefunden werden, die die Pfadabhängigkeiten und die Schwerfälligkeit der internationalen Politik durchbrechen.

Vor diesem Hintergrund legt die Initiative ‚Debt Relief for Green Recovery‘ (DRGR) einen ehrgeizigen Vorschlag für einen konzertierten und umfassenden Schuldenerlass auf globaler Ebene vor, der in hoch verschuldeten Ländern des globalen Südens ausreichende Ressourcen freisetzt, um die Erholung nachhaltig zu gestalten, die Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften zu stärken und einen gerechten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu fördern.

Die Initiative ‚Debt Relief for Green Recovery‘ ist ein gemeinsames Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung, des Global Development Policy Center der Boston University und des Centers for Sustainable Finance der SOAS University of London

Der Launch des Reports 'Debt Relief for Green and Inclusive Recovery' findet im Rahmen der London Climate Action Week statt.

Für weitere Informationen über die Initiative: www.drgr.org


Wir bitten um Anmeldung hier.


Pressekontakt
Heinrich-Böll-Stiftung
Michael Alvarez Kalverkamp, Pressesprecher
alvarez@boell.de, +49 (0)30 285 34-202, +49 (0)160 365 77 22