Viral Video Award 2012 vergeben: Schocken, Spekulieren, Bus fahren

Viral Video Award 2012 vergeben: Schocken, Spekulieren, Bus fahren

Viral Video Award 2012 vergeben: Schocken, Spekulieren, Bus fahren

Das Video "The Bus" appelliert „überraschend, visuell rasant, komisch und erfrischend an den Zuschauer, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“  so die Jury des Awards. Foto: Screenshot aus Video

20. November 2012
Im Rahmen des 28. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin wurde am 16. November der Viral Video Award für die besten viralen Videos des Jahres vergeben.

Der Publikumspreis ging an das Viral „A crash course to shine“. Der Film, als Make-up-Tutorial der Niederländerin Nikkie de Jager „getarnt“, weist auf die Gefahren des Schminkens am Steuer hin. Eingebettet in einen der meistabonnierten Beauty Channels auf Youtube („Nikkie Tutorials“) und in dessen Logik und Optik gestaltet, überrascht der Clip die Zuschauer mit einem echten Schockmoment. Das Video erhielt die höchsten Bewertungen beim Online-Voting.

Die TV-Moderatorin und -Produzentin Tita von Hardenberg, Ronny Kraak, Betreiber eines der beliebtesten deutschsprachigen Blogs (www.kraftfuttermischwerk.de), und der Videojournalist und Entertainer Ivo Smolak bildeten die Fachjury des Awards 2012.

Sie prämierten den Clip „The Bus“ des dänischen Verkehrsunternehmens Midttrafik als bestes Viral des Jahres. Die Begründung der Jury: „Noch nie hat es ein öffentliches Verkehrsunternehmen geschafft, so sympathisch rüberzukommen.“ Das Video appelliere „überraschend, visuell rasant, komisch und erfrischend an den Zuschauer, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.“

Die Auszeichnung für das beste politische Viral mit den Themen Klima, Demokratie und Gerechtigkeit erhielt die Animation „Mit Essen spielt man nicht: Nahrungsmittelspekulation stoppen!“. Der unabhängigen Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland „gelingt mit dem Clip eine brillante visuelle Umsetzung des komplexen Themas Nahrungsmittelspekulation. Dabei wird das Thema, das noch nicht in aller Munde ist, mit einer einfachen Idee auf den Punkt gebracht, ohne zu sehr zu vereinfachen“, so die Jury.

Eine lobende Erwähnung erhielt der Film „How to look your best the morning after“. Das Video der britischen NGO „Refuge“ nimmt ebenfalls den Trend von Make-up-Tutorials auf, um auf das Problem häuslicher Gewalt hinzuweisen. „Den Machern gelingt dabei eine perfekte Imitation des Genres. Eine einmalige Leistung, das ernste Thema häusliche Gewalt mit solch schwarzem Humor zu zeigen und einer breiten Öffentlichkeit das doppelte Versteckspiel der Betroffenen vor Augen zu führen“, begründet die Jury die lobende Erwähnung.

Preisgeber des Viral Video Awards 2012 war unter anderem die Heinrich-Böll-Stiftung. Sie vergab 1.000 Euro für das beste politische Viral.

Video

Mit Essen spielt man nicht: Nahrungsmittelspekulation stoppen!

Video

The Bus

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