Heinrich Bölls Abiturzeugnis

Sie befinden sich im "Kapitel 1: Schulzeit im Nationalsozialismus (1917 bis 1939)".

In der Allgemeinen Beurteilung des Zeugnisses heißt es: »Körperbeschaffenheit: Breit, groß, doch wenig leistungsfähig, durch häufiges Kranksein vom Turnen auf Grund eines ärztlichen Attestes befreit und in seiner körperlichen Beschaffenheit stark gehemmt.

Familienverhältnisse:
Geordnetes Familienleben, doch sehr dürftige Verhältnisse. Der Vater, Bildhauer, ist seit langem arbeitslos. 6 Kinder.

Begabung:
gut begabt.

Leistungen:
Im allgemeinen genügend, teilweise, besonders in Mathematik und Physik, gut. Seinen Anlagen nach könnten seine Erfolge besser sein. Daß sie nicht durchweg gut sind, ist wohl auf Krankheit und häufiges Fehlen zurückzuführen.

Betätigung in n.s. Verbänden:
Ist wegen seiner Krankheit nicht organisiert.

Charakter:
Schwerblütig, verträglich, vielleicht nicht energisch genug. Fügt sich anscheinend mit Gelassenheit in seine dürftigen Verhältnisse, die er durch eigenes Verdienen zu bessern sucht.

Berufswünsche:
Verlagsbuchhändler. Er ist für den Beruf besonders durch seine Zuneigung zur Literatur geeignet.«

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