Das Idlib-Dilemma

Europäische Politik und ihre Handlungsoptionen

Grenzzaun

Die Auswirkungen des brutalen Konflikts in Syrien reichen weit über das Land hinaus - sie bringen zudem politische Gewissheiten und Selbstwahrnehmungen in Europa ins Wanken.

Anders als oft in Europa vermutet, ist der Krieg nicht vorbei - bis zu drei Millionen Menschen brauchen nun dringend Schutz und humanitäre Hilfe. Die jüngste Offensive des syrischen Regimes mit aktiver Unterstützung Russlands in Idlib hat erneut ein humanitäres Desaster ausgelöst und schon jetzt eine Million Menschen vertrieben. Die Ausläufer des Konflikts haben in den vergangenen Tagen wieder die griechischen und damit europäischen Grenzen erreicht. Auslöser ist dabei der türkische Versuch, sich gegen Russland und das Assad-Regime zu behaupten. Dafür geht Ankara nicht nur militärisch in die Offensive, sondern erhöht auch massiv den Druck auf die EU. Stoßrichtung ist dabei das durch jahrelange, rabiate Sparpolitik geschwächte Griechenland - Athen reagiert nach Absprache mit anderen EU-Ländern mit aller Härte.

Dazu ein Kommentar von Kirsten Maas-Albert, die Perspektiven aus Griechenland, Syrien und der Türkei beschreiben unsere Büroleitungen vor Ort.