Qualitätsjournalismus: Neue Ansprüche und alte Werte

23. Mai 2012

Mit:

  • Renate Gensch, Bundesvorstand Deutsche Journalistinen- und Journalisten-Union
  • Mathias Urbach, Leiter taz.de
  • Simone Janson, Journalistin, Gründerin von www.berufebilder.de, Expertin für neue Arbeitsformen am Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom)


Moderation: Alice Ströver, Kulturpolitikerin Bündnis 90/Die Grünen

Die Qualität des Journalismus sagt immer auch etwas aus über die Qualität der Demokratie. Das zeigt aktuell das Beispiel Ungarn, das zeigen auch die Demokratiebewegungen im arabischen Raum. Was aber genau bedeutet Qualitätsjournalismus? In manchen Bereichen der Online-Medien scheint heute die Devise „je schneller, desto besser“ zu gelten. Bestehen klassische Qualitätskriterien wie Unabhängigkeit, Neutralität oder Vielfalt noch? Kann die Schwarmintelligenz des Internets die notwendige Qualität erzeugen und damit die demokratische Funktion des Journalismus übernehmen? Zugespitzt gefragt: Ist jede Bloggerin, jeder Blogger auch gleich eine Journalistin, ein Journalist?

Wir wollen mit unseren Podiumsgästen aus den Bereichen Medienwissenschaft, Journalismus und Verlage und von der betrieblichen Arbeitnehmervertretung diskutieren, welche Rahmenbedingungen Journalistinnen und Journalisten brauchen. Wie geht die Journalismus-Ausbildung auf die durch zahlreiche Konkurrenzangebote im Online-Bereich veränderte Lage ein? Welche Rahmenbedingungen benötigen Verleger, um Medienunternehmen - mit fairen Löhnen - zu erhalten? Wie wird Qualitätsjournalismus zu einem Verkaufsargument? 


SCHRIFTEN ZU BILDUNG UND KULTUR, BAND 11

Öffentlichkeit im Wandel - Medien, Internet, Journalismus

Verlage und Sender suchen derzeit intensiv nach neuen Verwertungs- und Distributionsmodellen. Die Öffentlichkeit ist im Wandel – mit gravierenden Folgen für den Journalismus. Die vierte Gewalt demokratisiert sich: Neue Akteure treten im Internet auf und verändern den professionellen Journalismus durch neue Formen. Auf Kosten der Qualität? Über zwanzig Autorinnen und Autoren gehen dieser Frage nach.