Die Geschichte der "Ostarbeiter"

"In Deutschland Feinde, in der Sowjetunion Verräter - Erinnerungen der ‚Ostarbeiter‘ 75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs": Hier finden Sie unsere Publikation, einen Animationsfilm unseres Partners Memorial International und das Video zur Veranstaltung.

Cover

Für immer gezeichnet

Buch

Aus mehr als 200 Interviews mit ehemaligen Ostarbeiterinnen und Ostarbeitern, ergänzt durch Briefe, Fotos und Erinnerungen, ist ein informatives und zugleich bewegendes Buch entstanden, das historische Fakten und persönliches Erleben anschaulich miteinander verbindet.

Ostarbeiterinnen: Für immer gezeichnet

Fast 2,8 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht aus den besetzten Ostgebieten verschleppt. Diese „Ostarbeiterinnen“ arbeiteten im NS-Staat in kriegswichtigen Industriezweigen oder als Hausangestellte. Überwiegend junge Frauen und Männer, die in Deutschland gedemütigt und schikaniert wurden. Und die das gleiche Schicksal nach ihrer Befreiung erneut erfuhren, diesmal in der sowjetischen Heimat: verurteilt als Verräter und Kollaborateure mit dem Feind. Eine Entschädigung gab es für sie nicht. Stattdessen lebenslange Erniedrigung. Bis sich die Moskauer Menschenrechtsorganisation Memorial unterstützt von der Heinrich-Böll-Stiftung Anfang der 1990er Jahre ihrem Schicksal angenommen hat.

Ein Podcast mit:
Irina Scherbakowa, Memorial Moskau,
Dr. Christine Glauning, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit,
Dr. Jens Christian Wagner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
&
Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung (Moderation)

Video zur Veranstaltung "In Deutschland Feinde, in der Sowjetunion Verräter":

  • Welchen Stellenwert nimmt das Gedenken an die Ostarbeiter/innen 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in beiden Ländern ein?
  • Wie sollten wir nach dem Tod der letzten Zeitzeug/innen mit den Zeugnissen und Orten millionenfacher Zwangsarbeit in Deutschland umgehen?

Mit: Dr. Irina Sherbakova, Memorial Moskau; Dr. Christine Glauning, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit; Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten; Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung.

Der Trickfilm von Memorial International ist eine kurze Geschichte der Zwangsarbeit, von Ostarbeiter/innen Jahrzehnte später selbst erzählt:

  • Wer waren die Ostarbeiter?
  • Wie sind sie nach Deutschland gekommen und warum arbeiteten sie während des 2.Weltkriegs in den Fabriken des nationalsozialistischen Regimes?
  • Was passierte mit ihnen nach der Befreiung, nach Kriegsende?