Gurko am Rand der Smart City

Gurko am Rand der Smart City

Mit dem Hund namens Gurko haben wir eine Figur geschaffen, mit der wir einen Blick in die Zukunft werfen und laut fragen, welche Risiken und Nebenwirkungen die schöne, neue digitale Welt birgt. 

Gurko und der gläserne Patient

Gurkos Krankenkassenbeiträge sind gestiegen und er fragt sich, warum. Weil die Digitalisierung auch vor dem Gesundheitswesen keinen Halt macht. In dieser Entwicklung liegen Chancen, aber auch Risiken, wie die Bewertung von Patienten. Durch Apps und sogenannte Wearables, wie zum Beispiel eine pulsmessende Uhr wird die Menschheit mehr und mehr mit ihrem Körper vernetzt. Geräte und Software sammeln Daten über Kondition, Verhalten und Gesundheit der User. Werden Versicherungen Zugriff auf die Dokumentation des Gesundheitsverhaltens ihrer Mitglieder haben und entsprechend die Tarife anpassen?


Gurko und der Plattformkapitalismus

Gurko wird von der smarten Laterne überzeugt, den Plattformkapitalismus für sich zu nutzen. Er könnte Essen ausliefern per Lieferservices wie Deliveroo oder Lieferando und am besten noch zusätzlich das eigene Zimmer über Airbnb vermieten. Das Versprechen der Plattformen „nebenher“ gutes Geld zu verdienen lockt den naiven Gurko natürlich. Doch wer profitiert am Ende vom System der Plattformen? Gurko eher nicht.


Gurko und die Liebe

Gurko denkt, er liebt seine neue Freundin, doch die Laterne sagt, er sollte sich lieber trennen, da sie nicht perfekt zu ihm passt. Bei Entscheidungen, die von Computern und Algorithmen getroffen werden, bleiben Gurkos Intuition und sein Bauchgefühl außen vor. Ein selbstbestimmter Umgang mit der Digitalisierung beinhaltet Wissen, Kontrolle und Information des Nutzers über die digitalen Elemente, die er benutzt. Doch liegt auch in Zeiten erfolgreicher Online-Partnervermittlungen der Zauber der Liebe nicht eher im Unbekannten, im Spontanen, Kuriosen oder Unplanbaren für Gurko?


Gurko unterwegs in der Smart City

Gurko braucht die Smart City und die Smart City braucht ihn auch. Die digital vernetzte und mitdenkende Stadt soll den Alltag von Bürgern und Verwaltung so effizient und energiearm wie möglich machen. Die Smart City bietet zum Beispiel softwaregestützte Parkplatzsuche, Müllabfuhr on demand oder automatische Bewässerung von Parks. Doch was machen wir Menschen, wenn die Smart City unser Leben beherrscht? Was soll Gurko nur mit der all der gewonnenen Zeit anfangen?


Gurko und das autonome Fahren

Könnte der Digitalisierungsprozess irgendwann bewirken, dass die Interaktion mit einem „echten“ Menschen zu einem Privileg für Besserverdienende wird? Der Begriff der digitalen Verantwortung steht für die Frage, wer schlussendlich für das Handeln einer digitalen Instanz verantwortlich ist. Dazu gehört die Schwierigkeit, jemanden zur Verantwortung zu ziehen, wenn eine Software oder ein Roboter schwerwiegende Fehler macht und dadurch einen Schaden verursacht. Was soll Gurko nun bloß machen? Bei der Übertragung von Kompetenzen an Computer und Algorithmen muss die Haftungsfrage unbedingt geklärt werden.


Gurko und die Mobilität der Zukunft

Gurko wäre fast auf der Straße eingeschlafen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten für ihn. Doch Gurko kann diese nur wahrnehmen, wenn er mobil ist. Der Begriff der Verkehrswende steht für neue Mobilitätsentwürfe und Innovationen im Bereich der Fortbewegung. Die immer mobiler werdende Menschheit braucht moderne Verkehrskonzepte, um sich trotz steigendem Verkehrsaufkommen effizient und umweltfreundlich fortzubewegen. Dabei spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle, zum Beispiel durch Sharing-Konzepte, Autopiloten oder digitale Fahrscheine.