London 2010: Erneute Chance für Afghanistan?

London 2010: Erneute Chance für Afghanistan?

London 2010: Erneute Chance für Afghanistan?

Erneute Chance für Afghanistan?
Foto: rob7812 (Quelle: Flickr.com). Dieses Foto steht unter einer Creative Commons Lizenz.
 

Dossier

London 2010: Erneute Chance für Afghanistan?

Der Einsatz der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan befindet sich in einer kritischen Phase mit offenem Ausgang. In Deutschland tobt ein Streit über den weiteren Beitrag der Bundesrepublik zur Entwicklung und Befriedung Afghanistans. In dieser Debatte entsteht zwischenzeitlich der Eindruck, es könne frei zwischen Krieg oder Frieden als Entwicklungsoptionen gewählt werden.

Tatsächlich ist die Situation vielschichtiger und kann mit einfachen Antworten weder erfasst noch entwickelt werden. Ein Ausgangpunkt zur Beurteilung der Lage kann nur aus der Bündelung unterschiedlicher Blickwinkel und bedarfsorientierten Bilanzierungen aus der Region gefunden werden.

Dieses Afghanistan Dossier bietet deswegen Beiträge, Analysen und Kommentare aus Afghanistan, Pakistan, Indien und Deutschland zur aktuellen Lage und den Entwicklungschancen Afghanistans anlässlich der internationalen Afghanistan-Konferenz Ende Januar 2010 in London.

» Mehr über die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Afghanistan


 

Hinweis: Dieses Dossier spiegelt den Stand von 2010 wider und wird nicht mehr aktualisiert.

Perspektiven aus Deutschland

Alles anders, alles besser?

- 26. Januar 2010 - Der Taliban-Überfall auf mehrere Kabuler Ministerien und den Präsidentenpalast am 18. Januar zeigte, wie sehr die internationalen Bemühungen zur Sicherung und zum Wiederaufbau in Afghanistan zu scheitern drohen. Wie soll die Konferenz in London diese Bemühungen voranbringen? Mögliche antworten brachte eine Diskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung am 21. Januar. Ein Bericht von Stefan Schaaf mehr»

Audio

"Mit Waffen Frieden schaffen - Verletzen wir in Afghanistan das 5. Gebot?"

- 29. Januar 2010 - Ein Interview zur politisch-militärischen Strategie in Afghanistan  mit Ralf Fücks (Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung), Jörg Schönbohm (Nato-Offizier und CDU-Politiker i.R.), Constanze Stelzenmüller (German Marshall Fund) und Martin Dutzmann (Evangelischer Militärbischof). Gesendet am 22. Januar 2010 auf Deutschlandradio "Wortwechsel" zu Afghanistan. mehr»

Perspektiven aus Afghanistan

Afghanistan: Viel gewagt, aber noch lange nicht gewonnen

- 8. März 2010 - Die Menschen Afghanistans wollen Frieden. Sie wollen Sicherheit, und sie wollen zumindest an den technischen Segnungen der Moderne teilhaben – aber teilen sie auch die Wunschvorstellungen der internationalen Gemeinschaft zu gesellschaftlichen Umwälzungen? Ein Bericht über Genderarbeit im Südosten Afghanistans. Von Renate Wilke-Launer mehr»
Portrait: Bente Aika Scheller

Kommentar

Wiederaufbau in Afghanistan: Staat ohne Bürger?

- 29. Januar 2010 - Bei der Afghanistan-Konferenz in London stehen die Frage nach Truppenaufstockung und einer Reintegration der Taliban im Vordergrund. Über die Fokussierung auf Sicherheit gerät ins Hintertreffen, worum es beim Wiederaufbau ursprünglich gehen sollte: die Schaffung eines zivilen Staates, der auf eigenen Beinen stehen kann. Ein Kommentar von Bente Aika Scheller, Leiterin des HBS-Büros in Kabul mehr»

Erklärung der afghanischen Zivilgesellschaft zur Konferenz in London, 2010

- 28. Januar 2010 - Die Bedürfnisse der Menschen in Afghanistan müssen für die internationale Gemeinschaft Vorrang haben, fordern sechs Organisationen von den Teilnehmern der Konferenz in London. Prioritäten werden in den Bereichen Sicherheit, Regierungsführung und wirtschaftliche und soziale Entwicklung gesetzt. Weiterhin fordern sie die internationale Gemeinschaft auf, sofort jegliche Versuche einzustellen, Zivilgesellschaft und NROs dazu zu benutzen, ihre militärischen Ziele zu erreichen. mehr»

Offener Brief

Forderungen der „50-Prozent-Kampagne“ an die Internationale Afghanistan-Konferenz

- 27. Januar 2010 - Die 50-Prozent-Kampagne, eine Afghanische Gruppe von Frauen- und BürgerrechtsaktivistInnen, hat am 16. Januar 2010 einen offenen Brief publiziert. Darin appellieren sie an die Delegierten der afghanischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft bei der internationalen Afghanistan-Konferenz in London, ihren Verpflichtungen den Frauen des Landes gegenüber einzuhalten und den ernsten Willen zu zeigen, auf ihre Forderungen einzugehen. mehr»
Aziz Rafiee, Direktor der NGO-Dachorganisation Afghan Civil Society Forum (ACSF)

Interview

Das afghanische Trauma der Ungerechtigkeit zu heilen braucht Zeit

- 20. Januar 2010 - Rafiee Aziz, Geschäftsführender Direktor des Afghan Civil Society Forum, spricht in einem Interview darüber, wie die Mittel für Afghanistan besser eingesetzt werden könnten, über das deutsche Engagement in dem Land, und warum er nicht daran glaubt, dass die Taliban verhandeln werden.
Das Interview führte Johannes Kode. mehr»

Offener Brief afghanischer Frauen an die Abgeordneten des Bundestages

- 1. Dezember 2009 - Eine Gruppe afghanischer Aktivistinnen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft hat sich im Afghanistan-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Kabul getroffen, um die Situation vor Ort zu bewerten. Vor der Abstimmung des Bundestages über das ISAF Mandat in Afghanistan überreichen sie nun einen offenen Brief an deutsche Abgeordnete und rufen zum Verbleib im Land auf.  mehr»

Perspektiven aus Pakistan

Ahmed Rashid ist Buchautor und Korrespondent für Pakistan, Afghanistan und Zentralasien

Afghanistan: Muss mit den Taliban verhandelt werden?

- 18. Januar 2010 - Auf der eilig einberufenen Konferenz in London wollen über 60 Länder ihr Engagement in Afghanistan bekräftigen. Sie findet zu einer Zeit statt, in der sich die militärische, soziale und politische Lage in dem Land weiter verschlechtert hat. Von den Hoffnungen und Visionen, die die Afghanen und die NATO 2001 nach der Konferenz von Bonn hatten, ist wenig geblieben. Von Ahmed Rashid mehr»

Perspektiven aus Indien

Wenn der Wind dreht

- 19. Januar 2010 - Indien fürchtet, dass die neue US-Strategie in Afghanistan ganz Süd-Asien destabilisiert. Die Autorin und freie Journalistin Britta Petersen berichtet aus Neu-Delhi und analysiert aus indischer Perspektive die kritische Lage in Afghanistan. mehr»

Hintergrundmaterialien

Afghanistan’s Parliament in the Making

- 26. Oktober 2009 - Die Publikation untersucht anhand von Interviews mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die 2007/2008 in Kabul geführt wurden, die Realität der parlamentarischen Arbeit in Afghanistan. mehr»

SCHRIFTENREIHE DEMOKRATIE (ENGLISCH)

Pakistan

- 15. Januar 2010 - Viele Menschen sehen Pakistan als „das gefährlichste Land der Welt" an. Sie denken an Atomwaffen, Islamisten, Taliban und einen mächtigen Militärapparat. Diese Sichtweise auf Pakistan verkürzt die komplexe Realität des Landes. Das vorliegende Buch will nun ein differenziertes Bild liefern. Journalisten und Wissenschaftler_innen aus verschiedenen Disziplinen geben auf 176 Seiten einen Überblick zu Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Landes. mehr»

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