Feministische Perspektive: Spielt Gender eine Rolle?

Feministische Perspektive: Spielt Gender eine Rolle?

III. Feministische Perspektive: Spielt Gender eine Rolle?

Gitti Hentschel und Astrid Rothe-Beinlich auf dem Podium des 25. Green Ladies Lunch
Gitti Hentschel und Astrid Rothe-Beinlich auf dem Podium des 25. Green Ladies Lunch zum Thema "Grundeinkommen, Grundsicherung - Wege zur Emanzipation?"

Einleitung

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Die Idee eines Grundeinkommens, die verschiedenen Vorschläge zur Ausgestaltung eines solchen, jede abstraktere Überlegung zu sozialpolitischem Hintergrund des Grundeinkommens ist, wie jede politische Vision, nicht geschlechtsneutral. Gerade bei einem so weit reichenden, systemverändernden Thema wie dem bedingungslosen Grundeinkommen sind unterschiedliche Auswirkungen auf die Lebenswelten von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft anzunehmen. Umso erstaunlicher ist es, dass die Debatte darum – wie dies oftmals bei Gender-Themen der Fall ist – auch beim Grundeinkommen nur am Rande geführt wird. Fragen, die aus feministischer Perspektive an das Grundeinkommen zu stellen sind und die grundsätzlicher in die Debatte integriert werden sollten, sind die nach unterschiedlichen Effekten des Grundeinkommens auf Frauen und Männer, aber auch nach gesellschaftlich dominanten Rollenbildern und der Geschlechtergerechtigkeit hinsichtlich der Erwerbsbeteiligung und des Zugangs zum Arbeitsmarkt.

Die Frage nach geschlechtsspezifischen Auswirkungen und Voraussetzungen von Grundeinkommen bzw. Grundsicherung wird – wenn überhaupt – oft nur am Rande behandelt. Allerdings bedeutet jede Reform sozialer Sicherung für die verschiedenen Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, für die unterschiedlichen Lebensentwürfe und Lebenslagen ganz Verschiedenes. Die analytische Perspektive "Gender" ermöglicht es, Gesellschaft hinsichtlich der verschiedenen geschlechtlichen Identitäten und Rollenbilder zu betrachten und beschreibt damit einen Teil der gesellschaftlichen Differenzierung und Vielfalt. Männer und Frauen sind als soziale und gesellschaftliche Gruppen von Sozialpolitik unterschiedlich betroffen – dies gilt es in der Debatte mitzudenken.

Die folgenden Seiten geben einerseits Überblick und andererseits vertiefende Informationen darüber, wie das Grundeinkommen innerhalb der grünen Partei diskutiert wird, inwiefern Geschlechtergerechtigkeit ein Bestandteil sozialpolitischer Konzept- und Theorieentwicklung ist bzw. sein könnte, und welche Erfahrungen und Meinungen zum Grundeinkommen es im internationalen Rahmen gibt.

2. Gender-Perspektive in Theorie und Konzept

Gender-Perspektive als Element sozialpolitischer Theoriebildung und Konzeptentwicklung?

- 24. April 2008 - Ein Vorschlag, wie nicht nur Geschlechtergerechtigkeit als Konsequenz des Grundeinkommens befördert, sondern das Grundeinkommen stärker in einer feministischen bzw. Gender-Perspektive verankert werden könnte, stammt von Michael Opielka, der in jener Gender-Perspektive eine erklärende Variable zur Ausgestaltung des Grundeinkommens auf der Basis bestimmter Wohlfahrtsstaats-Modelle sieht. mehr»

1. Grüne Perspektive

Grüne Perspektive, VerfechterInnen & KritikerInnen

- 21. April 2008 - Die Idee des Grundeinkommens beruht auf einem elementaren Gerechtigkeitsbegriff. So beklagen so unterschiedliche Grundeinkommens-Modelle wie jenes von Götz Werner als auch grüne Ideen zu Grundsicherung bzw. Grundeinkommen die mangelnde Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft, die trotz hoher Produktivität und großem Reichtum Einzelne ausschließt und Armut zulässt. mehr»

3. Internationale Diskussion & Erfahrungen

! Literatur & Links

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Isgrev

Wir müssen einfach die Ungerechtigkeiten beenden. Es lebe die soziale Gerechtigkeit in Deutschland Europa und in der ganzen Welt. Gleiche Sozialversicherung für Alle. Gleiche Rente für gleiche Zahlungen unter Berücksichtigung der längeren Lebenserwalrtung von Frauen.
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Isgrev

Wichtig sind geschlechterbezogene Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung.