Jineth Bedoya Lima

Jineth Bedoya Lima

Journalistin
Jineth Bedoya Lima Urheber/in: Hector Fabio Zamora Pabon. All rights reserved.
Biografie: 

Journalistin und internationale Referentin, spezialisiert auf die Themenbereiche bewaffneter Konflikt, Drogenhandel und geschlechtsspezifische Gewalt. Sie ist derzeit als stellvertretende Herausgeberin der Tageszeitung EL TIEMPO tätig und hat acht Bücher veröffentlicht. Für ihre Arbeit ist sie international mehrfach ausgezeichnet worden, darunter mit dem Courage in Journalism Award (Preis für Courage im Journalismus), dem International Women of Courage Award (Internationaler Preis für Frauen mit Mut) und dem Anna-Politkowskaja-Preis.

Als neun Jahre nach ihrer Entführung, Folterung und Vergewaltigung ihr Fall 2009 öffentlich wurde, rief sie die Kampagne „No es hora de callar“ ins Leben („Dies ist nicht die Zeit zu schweigen“). Sie konnte damit vielen Frauen helfen, die Ähnliches wie sie durchlitten hatten. Darüber hinaus setzte sie den Erlass eines Präsidialdekrets durch, mit dem der 25. Mai – der Tag ihrer Entführung – zum Nationalen Tag für die Würde der weiblichen Opfer sexueller Gewalt ausgerufen wurde.

2013 wurde sie als eine der 100 einflussreichsten Journalistinnen und Journalisten der Welt ausgezeichnet, die sich mit Kriegen und Gewalt befassen, und 2014 gehörte sie zur Gruppe der 30 führenden Persönlichkeiten Kolumbiens.

Im Februar 2016 wurde ihr der Nationale Preis für journalistische Verdienste als Anerkennung für ihr 20-jähriges berufliches Engagement verliehen. Im Mai desselben Jahres wurde sie von der Iberoamerikanischen Journalistenorganisation (OPI) zur iberoamerikanischen Persönlichkeit des Jahres gekürt.

Als Mitglied der Gruppe der Opfer wirkte sie an den Friedensvereinbarungen zwischen der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung mit.

Gemeinsam mit der Universidad Central de Colombia gründete sie 2017 im Rahmen ihrer Kampagne das Observatorio de Medios y Género (Medien- und Gender-Observatorium).

Für ihre Arbeit zur Verteidigung der Frauenrechte wurde sie für den Friedensnobelpreis 2016 vorgeschlagen.

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