Thomas Christaller

Thomas Christaller

Emeritierter Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld
Biografie: 

Thomas Christaller, Jahrgang 1949, studierte zunächst Mathematik und Physik an der Phillips-Universität Marburg, bevor er zwei Jahre später mit den Fächern Mathematik und Informatik an die Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn wechselte.

Nach seinem Diplom über Symmetrische riemannsche Räume vom Rang 1 arbeitete Thomas Christaller als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld und daran anschließend in derselben Position an der Universität Hamburg, um schließlich über Generische Kontrollstrukturen am Beispiel von kaskadierenden ATNs zu promovieren.

Der Leitung der Forschungsgruppe "Expertensysteme" und des Forschungsbereichs "Künstliche Intelligenz", beide am Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) , folgte 1998 die Gründung des Fraunhofer Instituts für Autonome intelligente Systeme (AiS) in Sankt Augustin, dessen Leitung Christaller bis 2006 innehatte. In 2006 hat er die geschäftsführende Institutsleitung eines zweiten Fraunhofer Institutes übernommen, die zu einem neuen fusionierten, Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) . Ab 2007 hat er zuerst die Geschäftsführung dieses Institutes an seinen Nachfolger abgegeben, um dann 2010 ganz aus der Institutsleitung aus zu scheiden.

Seit 2010 hat er sein langjähriges Hobby Aikido zum Lebensinhalt gemacht und unterrichtet Kinder und Erwachsene in dieser japanischen Kampfkunst.

Thomas Christaller ist seit 1991 Professor für Künstliche Intelligenz an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld.

Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen unter anderem Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der zukünftigen Gesellschaft, 2001 in der Reihe Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung erschienen, sowie, zusammen mit Castulus Kolo und Ernst Pöppel, Bioinformation. Problemlösungen für die Wissensgesellschaft (1999) und, zusammen mit Joseph Wehner, Autonome Maschinen (2003) .

Neben seiner Mitgliedschaft in der Grünen Akademie ist Thomas Christaller in zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen engagiert. So war er unter anderem Sprecher des DFG Schwerpunktprogramms "Kooperierende Teams mobiler Roboter in dynamischen Umgebungen". Von 1998 bis 2004 war Christaller zudem Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats. Er ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Odysseum in Köln und Mitglied im Kuratorium des Deutschen Museums in München.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage Thomas Christallers, auf der gleichzeitig zahlreiche seiner Artikel zum Download bereit stehen: http://www.iais.fraunhofer.de/christaller.html

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