Der 23. Friedensfilmpreis der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2008 geht an: BUDA AZ SHARM FORU RIKHT

17. Februar 2008

Heinrich-Böll-Stiftung, Vera Lorenz, Pressesprecherin
Hackesche Höfe, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin;
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Der 23. Friedensfilmpreis der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2008 geht an:

Buddha zerfiel vor Scham
Regie: Hana Makhmalbaf
Produktionsland: Iran, Frankreich
Sektion: Generation Kplus

Begründung der Jury des Friedensfilmpreises: "Bakthay ist ein kleines Mädchen in den Bergen Afghanistans. Unbedingt will sie in die Schule und Lesen lernen - die Welt ist voller Geschichten. Doch ohne Heft und Stift kein Schulbesuch. Also Eier gegen Brot eintauschen, Brot verkaufen und endlich ein Heft für die Schule besitzen. Zum Schreiben gibt es den Lippenstift der Mutter.

Alles könnte jetzt gut sein für Bakthay - aber die  Realität hält kein Happy End für dieses kleine Mädchen und seinen Hunger nach Bildung und Geschichten bereit. Auf dem Weg wird sie von Jungen, die Taliban spielen, als Geisel genommen. Erschreckende Szenen: Kinder, die das spielen, was sie von den Erwachsenen gelernt haben, Gewalt, Demütigung und Zerstörung.

Ein tragischer Film über zerstörtes Leben und missachtete Menschenrechte, worunter vor allem die Kinder leiden. Aber auch ein Film, in dem die kleine Bakthay auf ihren kurzen Beinen den weiten Weg zur Schule läuft und leuchtet wie ein heller Stern."

Festliche Preisverleihung am Sonntag, den 17. Februar 2008, 17 Uhr in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Für die Laudatio konnte Ulrich Gregor, langjähriger Leiter des Internationalen Forums des Jungen Films, gewonnen werden. Der prämierte Film wird gezeigt, eine Podiumsdiskussion schließt sich an.

Bitte beachten: Presse-Karten für die Verleihung gibt es nur über das Pressebüro des Friedensfilmpreises, Boris Buchholz, Ulla Gorges
T 030-84 41 91 81, F 030-84 41 91 83, mobil 0179-699 27 53
Email presse@friedensfilm.de

Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro und einer Plastik des Künstlers Otmar Alt dotiert. Das Preisgeld stellt die Heinrich-Böll-Stiftung. Die Schirmherrschaft liegt bei der Internationalen Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Trägerin des Friedensnobelpreises 1985.

Der diesjährigen Jury des Friedensfilmpreises gehören an:
Harriet Eder, Christoph Heubner, Oliver Passek, Wilma Pradetto,
Monica Chana Puginier, Michael Schorr, Christoph Wermke,
Marianne Wündrich-Brosien, Christian Ziewer.