Dossier: Flucht und Migration

Dossier: Flucht und Migration

Wartende Flüchtlinge im Lager Moria
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Die Zahl der Geflüchteten in der Ägäis sinkt - infolge des Abkommens zwischen der EU und der Türkei. Doch auf der griechischen Insel Lesbos stecken noch immer rund 2.500 Menschen im Hotspot-System fest und warten auf eine Entscheidung.

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Auf Druck der Grünen hat der Bundesrat die Entscheidung über die Einstufung der drei Maghreb-Staaten als "sichere Herkunftsstaaten" vertagt. Dorothea Rischewski und Joachim Paul, unsere Büroleiter/innen in Marokko und Tunesien, sprechen sich gegen die Aslyrechtsverschärfung aus.

Familien auf der Flucht im Winter
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In ihrem Einführungsvortrag zum 5. Europäischen Geschichtsforum am 23. und 24. Mai betont die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann die Notwendigkeit eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisraums.

In diesem Dossier begleiten wir die Debatte um eine neue Flüchtlingspolitik. Wir beschreiben Fluchtursachen, werfen einen Blick auf die Grenzen Europas, beleuchten die Willkommenskultur in Deutschland und die Erzählungen der Mediengesellschaft.

Im Logbuch der Sea-Watch begleiten wir die Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Und die Berliner Anthologie nähert sich dem Thema Flucht und Migration literarisch.

Hier können Sie die Beiträge des Dossiers als RSS-Feed abonnieren. (Teaser-Foto: Josh Zakary/CC-BY-NC)

E-Paper-Reihe

„Aus den Augen, aus dem Sinn“ – Flüchtlinge und Migranten an den Rändern Europas

Die E-Paper-Reihe „Aus den Augen, aus dem Sinn“ – Flüchtlinge und Migranten an den Rändern Europas analysiert die europäische Flüchtlingspolitik und wirft einen Blick auf die Staaten, die die Hauptlast des Krieges in Syrien schultern.

Grenzerfahrungen

Urheber/in: Gémes Sándor/SzomSzed. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die fehlende Koordination in der Flüchtlingspolitik stellt die Europäische Union vor eine Zerreißprobe. Unser Dossier zeigt die nationalen Perspektiven auf und diskutiert, wie eine gemeinsame Asyl- und Grenzschutzpolitik aussehen könnte.

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Für eine sichere Zukunft sind Tausende auf der Flucht gestorben. Wer verfolgt mit dieser Militarisierung der Grenzen welche Interessen? Hintergründe zum Thema am Beispiel von USA/Mexiko und Frontex.

Migration erzählen

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Früher galten Flüchtlinge eher als Täter: als Asylbetrüger, Arbeitsplatzdiebe. Heute gelten sie eher als Opfer - und als solche müssen sie ihre Geschichten von der Flucht vereinfachen, bis es passt. Das gilt für das Erstgespräch beim Asylamt ebenso wie für einen Auftritt in der Mediengesellschaft.

Nur zwei Prozent aller Journalistinnen und Journalisten sind nicht bio-deutsch. Im Programm "Medienvielfalt, anders" unterstützen wir Studierende mit einer Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den Journalismus. 10 neue Geschichten über das Fliehen und Ankommen sind jetzt im Blog nachzulesen:

Flüchtlingspolitik in Deutschland

Urheber/in: Hans Hack/Heinrich-Böll-Stiftung. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

"Wir schaffen das" – sagt die Kanzlerin. Richtig so! Aber wie? Das fragt dieses Dossier und schaut auf einen oft übersehenen Akteur in der Flüchtlingsdebatte: die sechzehn Bundesländer.

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Nachdem wochenlang der Hass in Orten wie Freital und Heidenau die Öffentlichkeit beschäftigte, dominierte in den Medien jetzt das Bild der weltoffenen Bundesrepublik. Doch die neue „Willkommenskultur“ und ihre mediale Repräsentation bergen auch Gefahren.

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450.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet. Doch wie wird entschieden, wer Asyl bekommt – und wer nicht? Ein Besuch in der Berliner Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

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Wie können Geflüchtete in Deutschland und in Camps vor Ort unterstützt und in Erwerbsarbeit gebracht werden? Darüber diskutiert derzeit ganz Deutschland.

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Die Bundesregierung hat das Bleiberecht und die Aufenthaltsbestimmungen neu geregelt. Erleichterungen bringt das nur einem kleinen Teil von Geflüchteten und Migrant/innen. Für die meisten bedeutet das neue Gesetz Aufenthaltsverbote, Einreisesperren und Abschiebehaft.

Fluchtursachen

Bis zu einer Million Vertriebene aus Syrien, Somalia, oder Eritrea sitzen derzeit im zerfallenden Staat Libyen fest. Dort werden sie ausgeraubt, entführt und gefoltert. Am 5. Oktober 2015 berichteten Magdalena Mughrabi-Talhami (Amnesty International, London) und Mirco Keilberth, (freier Journalist, Tunis/Tripolis) von der Lage vor Ort, moderiert von Ines Kappert (Leitung Gunda-Werner-Institut).

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Annamaria Bokor ist Senegalexpertin der Caritas Auslandshilfe in Österreich. Im Interview spricht sie, anlässlich der Entwicklungspolitischen Diskussionstage vom 11. - 13. Mai 2016, über die wirtschaftliche und soziale Situation im Senegal und die Folgen des Freihandels für die Menschen im Land.

Gedichte & Erzählungen

Mit welchen Worten und Bildern kann das Schicksal der Geflüchteten, die Handlungsunfähigkeit der Politik und die Dringlichkeit vor unserer Haustür ans Licht gebracht werden? Wir haben zusammen mit dem "Internationalen Literaturfestival Berlin" Autor/innen dazu aufgerufen, sich mit dem Thema Flucht und Asyl literarisch auseinanderzusetzen.

Häuserfassade
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Sie weiß nicht viel von ihrem Untermieter. Er ist leise und ordentlich. Er spricht gut deutsch und seine Frau ist tot. Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie" zum Internationalen Literaturfestival.

Charité-Gebäude
von

Malika und Fatima warten auf mich beim Eingang in die Frauenklinik der Charité. Die Frauen sind sehr still, ich versuche eine Unterhaltung anzufangen. Ich frage die beiden, wie sie in Tschetschenien gelebt haben... Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie".

Helden
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Sie entscheiden sich für den Frieden. Die wahren Helden unserer Welt flüchten lieber, als ihren Söhnen automatische Gewehre in die Hand zu drücken. Ein Gedicht aus der "Berliner Anthologie".

von

Lange war Schweden ein verschlossenes Land. Mit der Aufnahme dänischer Juden und von 30.000 Überlebenden der nazistischen Konzentrationslager hat sich sich das Land verändert. Europa kann das heute auch.

Seawatch

Urheber/in: Sea-Watch.org. All rights reserved.

Woche für Woche flüchten Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Boote geraten in Seenot, Menschen ertrinken. In unserem Logbuch berichtet Frank Dörner vom Einsatz der Crew an Bord des Rettungsschiffs MS Sea-Watch und ihrer Mission.

Alle Logbucheinträge

Publikationen

Drehscheibe Agadez

Die Hoffnung, in Libyen, Algerien oder Europa bessere Lebensbedingungen zu finden, treibt jede Woche mehrere tausend Menschen nach Agadez, Wüstenstadt im Niger und aktuelles Drehkreuz der westafrikanischen Migration. Agadez lebt davon.

Hotspot Lesbos - «Aus den Augen, aus dem Sinn» – Flüchtlinge und Migranten an den Rändern Europas

Der Hotspot Moria auf der griechischen Insel Lesbos hat eine Aufnahmekapazität für 700 Personen, ist aber tatsächlich mit rund 3.500 Personen belegt. Die hier Angekommenen bleiben in der Regel zwischen 25 Tagen und zwei Monaten.

Cover des E-Papers "Die zentrale Mittelmeerroute"

Das Mittelmeer ist zum Massengrab geworden: Bis Ende Juli 2016 sind 3000 Menschen ertrunken, im Durchschnitt 14 pro Tag. Die Mehrheit von ihnen starb auf dem Weg von Libyen nach Italien, der weltweit gefährlichsten Fluchtroute.

Mehr Publikationen zum Thema

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Die täglichen Angriffe auf Asylbewerberheime zeigen: Der Rassismus ist in unserer Gesellschaft nach wie vor tief verwurzelt. In diesem Dossier sammeln wir aktuelle Artikel und Forschungsergebnisse zum Rassismus und Rechtspopulismus in Deutschland.

Während der Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August erwartet Rio de Janeiro eine halbe Million Besucher/innen. Auf den ersten Blick ein Gewinn für die Stadt. Doch es scheint sich fortzusetzen, was mit der WM 2014 begann: Rio de Janeiro ist einmal mehr Spielfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen.

Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

Wie kann man die globale Bekleidungsindustrie sozial und nachhaltig gestalten? Unser Dossier zum diesjährigen Anne-Klein-Frauenpreis, der an die Frauenrechtsaktivistin Gisela Burckhardt geht, widmet sich den Zuständen in der Textilproduktion in Kambodscha, Indien und Bangladesch.

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Am 23. und 24. Mai fand das 5. Europäische Geschichtsforum in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung statt. Experten aus elf verschiedenen Ländern diskutierten gemeinsam über Flucht und Vertreibung im 20. und 21. Jahrhundert. Ein Überblick.

Stacheldraht an der ungarischen Grenze
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Die neuen Zahlen des UNHCR zeigen die globale Dimension der Flüchtlingskrise auf. Doch Europa übernimmt zu wenig Verantwortung.

Syriische und irakische Geflüchtete ereichen Skala Sykamias auf der Insel Lesbos
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Die EU darf nicht versuchen, die Flüchtlingskrise in die Türkei auszulagern. Alle EU-Mitglieder sollen sich beteiligen und eine angemessene Zahl von Flüchtlingen aufnehmen – bemessen an der Einwohnerzahl und der wirtschaftlichen Lage.

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Pro Kopf hat der Libanon mehr Menschen in Not aufgenommen als alle anderen Nachbarstaaten Syriens. Als Flüchtlinge anerkannt sind sie dort nicht, entsprechenden UN-Konventionen ist das Land nicht beigetreten.

Die Sea-Watch 2 verlässt Malta in Richtung libyscher Küste (Screenshot aus dem Video s.u.)
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Seit dem 19. April ist die Sea-Watch wieder im Mittelmeer unterwegs, um Menschen in Seenot zu retten. Die Ausrüstung des Schiffes ist besser als im Jahr zuvor - doch den fehlenden Willen der politisch Verantwortlichen kann sie nicht ausgleichen.

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