Dossier: Flucht und Migration

Dossier: Flucht und Migration

Wartende Flüchtlinge im Lager Moria
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Die Zahl der Geflüchteten in der Ägäis sinkt - infolge des Abkommens zwischen der EU und der Türkei. Doch auf der griechischen Insel Lesbos stecken noch immer rund 2.500 Menschen im Hotspot-System fest und warten auf eine Entscheidung.

Familien auf der Flucht im Winter
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In ihrem Einführungsvortrag zum 5. Europäischen Geschichtsforum am 23. und 24. Mai betont die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann die Notwendigkeit eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisraums.

Bild zur Geschichte von Flucht und Vertreibung von Arinda Craciun
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Am 23. und 24. Mai fand das 5. Europäische Geschichtsforum in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung statt. Experten aus elf verschiedenen Ländern diskutierten gemeinsam über Flucht und Vertreibung im 20. und 21. Jahrhundert. Ein Überblick.

In diesem Dossier begleiten wir die Debatte um eine neue Flüchtlingspolitik. Wir beschreiben Fluchtursachen, werfen einen Blick auf die Grenzen Europas, beleuchten die Willkommenskultur in Deutschland und die Erzählungen der Mediengesellschaft.

Im Logbuch der Sea-Watch begleiten wir die Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Und die Berliner Anthologie nähert sich dem Thema Flucht und Migration literarisch.

Hier können Sie die Beiträge des Dossiers als RSS-Feed abonnieren. (Teaser-Foto: Josh Zakary/CC-BY-NC)

Publikation

Europa schottet sich ab und militarisiert seine Grenzen: Das aktuelle Magazin analysiert Fluchtursachen in verschiedenen Regionen der Welt, liefert Informationen zu Fluchtwegen und Geschäften mit der Flucht sowie Einblicke in Schicksale von Flüchtenden in Europa und anderen Regionen.

Grenzerfahrungen

Urheber: Gémes Sándor/SzomSzed. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die fehlende Koordination in der Flüchtlingspolitik stellt die Europäische Union vor eine Zerreißprobe. Unser Dossier zeigt die nationalen Perspektiven auf und diskutiert, wie eine gemeinsame Asyl- und Grenzschutzpolitik aussehen könnte.

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Für eine sichere Zukunft sind Tausende auf der Flucht gestorben. Wer verfolgt mit dieser Militarisierung der Grenzen welche Interessen? Hintergründe zum Thema am Beispiel von USA/Mexiko und Frontex.

Migration erzählen

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Früher galten Flüchtlinge eher als Täter: als Asylbetrüger, Arbeitsplatzdiebe. Heute gelten sie eher als Opfer - und als solche müssen sie ihre Geschichten von der Flucht vereinfachen, bis es passt. Das gilt für das Erstgespräch beim Asylamt ebenso wie für einen Auftritt in der Mediengesellschaft.

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Nur zwei Prozent aller Journalistinnen und Journalisten sind nicht bio-deutsch. Im Programm "Medienvielfalt, anders" unterstützen wir Studierende mit einer Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den Journalismus. 10 neue Geschichten über das Fliehen und Ankommen sind jetzt im Blog nachzulesen:

Flüchtlingspolitik in Deutschland

Urheber: Hans Hack/Heinrich-Böll-Stiftung. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

"Wir schaffen das" – sagt die Kanzlerin. Richtig so! Aber wie? Das fragt dieses Dossier und schaut auf einen oft übersehenen Akteur in der Flüchtlingsdebatte: die sechzehn Bundesländer.

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Nachdem wochenlang der Hass in Orten wie Freital und Heidenau die Öffentlichkeit beschäftigte, dominierte in den Medien jetzt das Bild der weltoffenen Bundesrepublik. Doch die neue „Willkommenskultur“ und ihre mediale Repräsentation bergen auch Gefahren.

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450.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet. Doch wie wird entschieden, wer Asyl bekommt – und wer nicht? Ein Besuch in der Berliner Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

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Wie können Geflüchtete in Deutschland und in Camps vor Ort unterstützt und in Erwerbsarbeit gebracht werden? Darüber diskutiert derzeit ganz Deutschland.

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Die Bundesregierung hat das Bleiberecht und die Aufenthaltsbestimmungen neu geregelt. Erleichterungen bringt das nur einem kleinen Teil von Geflüchteten und Migrant/innen. Für die meisten bedeutet das neue Gesetz Aufenthaltsverbote, Einreisesperren und Abschiebehaft.

Fluchtursachen

Bis zu einer Million Vertriebene aus Syrien, Somalia, oder Eritrea sitzen derzeit im zerfallenden Staat Libyen fest. Dort werden sie ausgeraubt, entführt und gefoltert. Am 5. Oktober 2015 berichteten Magdalena Mughrabi-Talhami (Amnesty International, London) und Mirco Keilberth, (freier Journalist, Tunis/Tripolis) von der Lage vor Ort, moderiert von Ines Kappert (Leitung Gunda-Werner-Institut).

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Annamaria Bokor ist Senegalexpertin der Caritas Auslandshilfe in Österreich. Im Interview spricht sie, anlässlich der Entwicklungspolitischen Diskussionstage vom 11. - 13. Mai 2016, über die wirtschaftliche und soziale Situation im Senegal und die Folgen des Freihandels für die Menschen im Land.

Gedichte & Erzählungen

Mit welchen Worten und Bildern kann das Schicksal der Geflüchteten, die Handlungsunfähigkeit der Politik und die Dringlichkeit vor unserer Haustür ans Licht gebracht werden? Wir haben zusammen mit dem "Internationalen Literaturfestival Berlin" Autor/innen dazu aufgerufen, sich mit dem Thema Flucht und Asyl literarisch auseinanderzusetzen.

Häuserfassade
von

Sie weiß nicht viel von ihrem Untermieter. Er ist leise und ordentlich. Er spricht gut deutsch und seine Frau ist tot. Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie" zum Internationalen Literaturfestival.

Charité-Gebäude
von

Malika und Fatima warten auf mich beim Eingang in die Frauenklinik der Charité. Die Frauen sind sehr still, ich versuche eine Unterhaltung anzufangen. Ich frage die beiden, wie sie in Tschetschenien gelebt haben... Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie".

Helden
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Sie entscheiden sich für den Frieden. Die wahren Helden unserer Welt flüchten lieber, als ihren Söhnen automatische Gewehre in die Hand zu drücken. Ein Gedicht aus der "Berliner Anthologie".

von

Lange war Schweden ein verschlossenes Land. Mit der Aufnahme dänischer Juden und von 30.000 Überlebenden der nazistischen Konzentrationslager hat sich sich das Land verändert. Europa kann das heute auch.

Seawatch

Urheber: Sea-Watch.org. All rights reserved.

Woche für Woche flüchten Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Boote geraten in Seenot, Menschen ertrinken. In unserem Logbuch berichtet Frank Dörner vom Einsatz der Crew an Bord des Rettungsschiffs MS Sea-Watch und ihrer Mission.

Alle Logbucheinträge

Publikationen

Im neuesten Teil unserer Dossier-Reihe "Welcome to Germany" untersuchen wir Potenziale und Fallstricke bürgerschaftlichen Engagements für Geflüchtete.

Ansätze Flüchtlingspolitik Titelblatt

Statt einer kurzsichtigen Abschottungspolitik sind jetzt konkrete Lösungsideen für eine verantwortungsvolle europäische Innen- und Außenpolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit gefragt. Der Migrationsforscher Steffen Angenendt analysiert verschiedene Handlungsstrategien und zeichnet eine langfristige Perspektive.

Die öffentlichen Diskussionen über Geflüchtete sind oft gekennzeichnet von Unkenntnis, Vorurteilen und Ressentiments. In dieser Broschüre finden Sie Fakten zum deutschen Asylsystem, zu den Lebensbedingungen Asylsuchender in Sachsen sowie zu Möglichkeiten, sich für ein menschenwürdiges Asyl zu engagieren.

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Die täglichen Angriffe auf Asylbewerberheime zeigen: Der Rassismus ist in unserer Gesellschaft nach wie vor tief verwurzelt. In diesem Dossier sammeln wir aktuelle Artikel und Forschungsergebnisse zum Rassismus und Rechtspopulismus in Deutschland.

Filmstill Re:Union

Während die Länder im Süden Europas ihren Weg aus der Krise suchen, zieht es immer mehr gut ausgebildete junge Menschen in die Hauptstädte des Nordens. Der Film „Re:Union“ zeigt, wie diese neue Welle der Migration Europa verändert.

von

Simran Sodhi kam zum Studium aus Indien nach Deutschland. Nach der Uni findet sie Arbeit als Integrationslotsin im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Dennoch lehnte die Ausländerbehörde eine Aufenthaltsverlängerung ab. Ein Gespräch über die drohende Abschiebung und die Solidarität, die sie verhinderte.

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In June, Prime Minister Viktor Orbán announced that his government would build a fence along the Serbian-Hungarian border to keep illegal immigrants out of the country.

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Stacheldraht an der ungarischen Grenze
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Die neuen Zahlen des UNHCR zeigen die globale Dimension der Flüchtlingskrise auf. Doch Europa übernimmt zu wenig Verantwortung.

Syriische und irakische Geflüchtete ereichen Skala Sykamias auf der Insel Lesbos
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Die EU darf nicht versuchen, die Flüchtlingskrise in die Türkei auszulagern. Alle EU-Mitglieder sollen sich beteiligen und eine angemessene Zahl von Flüchtlingen aufnehmen – bemessen an der Einwohnerzahl und der wirtschaftlichen Lage.

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Pro Kopf hat der Libanon mehr Menschen in Not aufgenommen als alle anderen Nachbarstaaten Syriens. Als Flüchtlinge anerkannt sind sie dort nicht, entsprechenden UN-Konventionen ist das Land nicht beigetreten.

Die Sea-Watch 2 verlässt Malta in Richtung libyscher Küste (Screenshot aus dem Video s.u.)
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Seit dem 19. April ist die Sea-Watch wieder im Mittelmeer unterwegs, um Menschen in Seenot zu retten. Die Ausrüstung des Schiffes ist besser als im Jahr zuvor - doch den fehlenden Willen der politisch Verantwortlichen kann sie nicht ausgleichen.

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Wie funktioniert die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit? Welches Wohnen kommt nach der Notunterkunft? Wie geht man mit "besorgten Bürger/innen" um? Auf dem kommunalpolitischen Ratschlag "Vom Willkommen zur Integration" am 5. März in Hannover tauschten 100 Kommunalpolitiker/innen und ehrenamtlich Engagierte ihre Erfahrungen aus.

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