Erinnerungskultur und Konstruktion der Nation in der Einwanderungsgesellschaft Argentinien

Franka Bindernagel, Freie Universität Berlin

26. August 2009

Die Welt ist in Bewegung; viele Menschen migrieren auf der Suche nach besseren Bildungs- und Arbeitschancen oder mehr Lebensqualität. Dadurch werden soziale und kulturelle Zusammenhänge entscheidend verändert. Nicht erst seit heute. Ich gehe in meiner Dissertation der Frage nach, welche Erinnerungskultur Migranten pflegen, welche Formen und Inhalte im Vordergrund stehen und wie sie sich im Laufe des Migrationsprozesses verändern sowie welche politischen und gesellschaftlichen Funktionen die öffentliche migrantische Erinnerungskultur erfüllt. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch transnationale kulturelle Austauschprozesse analysieren.

Als Fallbeispiel untersuche ich die öffentliche Erinnerungskultur deutscher Immigranten in Argentinien während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sowie deren kulturelle Kontakte zum Deutschen Reich, der BRD und zu Organisationen und Gruppen in Argentinien. Ich möchte außerdem wissen, wie sich die Erinnerungskultur der Migranten auf die Konstruktion der argentinischen Nation auswirkte und wie die deutschen Migranten ihre Erinnerungskultur im Umfeld der Einwanderungsgesellschaft positionierten und legitimierten.

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