"Die Landwirtschaft muss klimaneutral werden"

"Die Landwirtschaft muss klimaneutral werden"

Düngerstreuer im Einsatz
Ausbringung von Mineraldünger — Bildnachweise

Noch nie wurde weltweit so viel Mineraldünger verwendet wie heute. Dabei ist gerade der Mineraldünger das Betriebsmittel mit der wohl geringsten Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft: Bodenhumusgehalte werden abgebaut, Böden versauern, und nicht genutzte Überschüsse belasten Klima und Umwelt in erschreckendem Ausmaß.

Welche Bedingungen haben dazu geführt, dass die Düngerindustrie trotz vieler negativer Effekte den Markt weiter bestimmt?

In diesem Podcast spricht der Agrarwissenschaftler Dr. Johannes Kotschi, über Probleme und Alternativen beim Einsatz von Mineraldünger. Während zahlreiche Studie zeigen, dass die Wirksamkeit von Mineraldünger kontinuierlich abnimmt, setzen ihn viele Länder vermehrt ein. In einigen Ländern wird gar die Hälfte des Staatshaushaltes in Form von Subventionen für Mineraldünger ausgeben.

Welche politischen Weichenstellungen notwendig sind, um die Landwirtschaft klimaneutral zu organisieren, welche Schäden Mineraldünger anrichtet und wie es derzeit um die Qualität der Böden bestellt ist, erklärt Johannes Kotschi in diesem Interview.

Kotschi berät seit vielen Jahren nationale und internationale, staatliche und nicht-staatliche Organisationen in der ländlichen Entwicklung. Er ist auch Gründungsmitglied von AGRECOL, einem Verein der sich für nachhaltige und ökologische Landwirtschaft in Entwicklungsländern einsetzt.

 



Johannes Kotschi ist desweiteren Autor der 2013 erschienenen Studie „Bodenlos – Negative Auswirkungen von Mineraldünger in der tropischen Landwirtschaft“, die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem WWF herausgegeben wurde.

Mit geringerem Ressourcenverbrauch und weniger Umweltschäden müssen weltweit immer mehr Menschen ernährt werden. Eine Herausforderung für die Landwirtschaft, besonders wenn sie ökologisch nachhaltig funktionieren soll.

Im Rahmen von „Landwirtschaft anders - Unsere Grüne Woche“ lädt die Heinrich-Böll-Stiftung bereits zum zweiten Mal im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche zu Lesungen, politischen Diskussionen und einem Kulturprogramm ein, das auf die Fehlentwicklungen in der aktuellen Agrarpolitik hinweist und zeigt: eine andere Landwirtschaft ist möglich.

 

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