Mimoza Troni

Manchmal empfindet Mimoza Troni den Journalismus als große Herausforderung: Immerhin muss man sich innerhalb kürzester Zeit in neue Themen einarbeiten und komplexe Zusammenhänge erklären – um am Ende einen Text mit journalistischen Ansprüchen zu schreiben, der für Leser/innen verständlich ist. Mimoza will dennoch Journalistin werden. Sie will die Gesellschaft mitformen können, wie sie sagt.

Für das Jugendmagazin der Bundeszentrale für politische Bildung schrieb sie erste Texte und machte anschließend ein Praktikum beim Europaportal EurActiv.de. Beim Tagesspiegel lernte sie das Blattmachen. Begleitend dazu erwarb sie sich in den Seminaren und Workshops des Medienvielfalt, anders-Programms weitere journalistische Grundlagen. Die Gruppe der Stipendiat/innen ist für sie eine Art Lobby, die sich für mehr Vielfalt in der Medienlandschaft einsetzt. Die nämlich fehle dem deutschen Journalismus und führe unter anderem dazu, dass die multikulturelle Gesellschaft in den Medien nicht widergespiegelt werde, so Mimoza. „Wir brauchen mehr Journalisten, die nicht nur Fakten durchgeben, sondern auch ein Ideal verfolgen“, sagt sie: „Auch wenn wir damit gegen eine Mehrheit argumentieren.“

Ihr Bedürfnis, ein Ideal zu verfolgen, und damit an einer differenzierten Gesellschaft teilzuhaben, führte zu Mimozas Entschluss, Politikwissenschaften zu studieren. In Potsdam machte sie ihren Bachelor, nun studiert sie im Masterstudiengang „European Studies“ am King’s College London. Sie hat den Eindruck, dass in Großbritannien die Idee von einer vielfältigen Gesellschaft schon viel verbreiteter ist als in Deutschland.

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