"Welcome to Germany IV" - Menschenhandel in Deutschland

"Welcome to Germany IV" - Menschenhandel in Deutschland

16. Dez. 2014 von Elisabeth Gregull, Julia Brilling
Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
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Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2014
Seitenanzahl: 139
Lizenz: CC-BY-NC-ND 3.0

„Willkommenskultur“ und „Menschenhandel“ in einem Atemzug zu nennen, scheint auf den ersten Blick irritierend. Doch wenn man den Fokus unserer Dossier-Reihe „Migration – Arbeit – Menschenrechte“ anlegt, sieht die Sache schon etwas anders aus. Wir kommen dann auf eine der Ausgangsfragen der Dossier-Reihe "Welcome to Germany" zurück: Wie kann eine Willkommenskultur aussehen, die die Arbeits- und Menschenrechte aller Menschen in der Bundesrepublik gewährleistet?

Bei Menschenhandel denken viele zunächst an Zwangsprostitution. Doch seit dem Palermo-Protokoll aus dem Jahr 2000 gibt es eine verbindliche internationale Definition, die weiter gefasst ist. Unter Menschenhandel fallen demnach auch Zwangsarbeit und extreme Arbeitsausbeutung, Organhandel oder Kinderhandel. Das Dossier nähert sich dem Thema „Menschenhandel“ über drei Kapitel: der erste Teil widmet sich europa- und bundespolitischen Aspekten, der zweite Teil fokussiert den „Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“ und der dritte Teil den „Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung“.

Das Dossier stellt die Grund- und Menschenrechte der Betroffenen und den Opferschutz in den Mittelpunkt. Es beleuchtet auch die Frage, wie Faktoren wie Gender, ethnische Herkunft/ Staatsangehörigkeit und Lebensalter Menschen verletzlich dafür machen, Betroffene von Menschenhandel zu werden und gleichzeitig den (oft mangelnden) Zugang zu Hilfe, Recht und Entschädigung beeinflussen.

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