Jewish Culture Day

Jewish Culture Day

Matisyahu. Urheber/in: Stephan Röhl. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Auf dem Jewish Culture Day skizzierte David Solomon in einer Stunde die Geschichte der jüdischen Propheten und ihre Botschaft für die Gegenwart. Vor dem Abschlusskonzert von Matisyahu diskutierten jüdische Künstler/innen über Leben und Arbeiten in Berlin.

David Solomon: A prophetic revolution in one hour

David Solomon aus Melbourne ist mit seinen Performance-Vorträgen längst ein Popstar der Wissenschaft. Für seine Auftritte braucht er nur ein paar dicke Edding-Stifte und einige Meter Leinwand. Sein diesjähriger Vortrag "A prophetic revolution in one hour" aus der berühmten „one hour series“ verblüfft durch die Relevanz der spirituellen Botschaft für unsere Gegenwart.

Podium: How to „Be Berlin“?

How to „Be Berlin“? fragen wir die jüdischen Künstlerinnen und Künstler: Olga Grjasnowa ("Die juristische Unschärfe einer Ehe"), Mirna Funk ("Winternähe"), Alexander Iskin (Maler) und Nicola Galliner (Jüdisches Filmfestival Berlin & Potsdam). Unsere vier Gäste diskutieren mit Sergey Lagodinsky (Heinrich-Böll-Stiftung) darüber, wie sie in Berlin leben und arbeiten.

Matisyahu: Begrüßungrede von Ralf Fücks

Guten Abend und herzlich willkommen zum dritten Akt unseres „Jewish Culture Day 2015“ in der Heinrich-Böll-Stiftung: nach dem brillanten Vortrag von David Solomon über die jüdischen Propheten und der anschließenden Gesprächsrunde über jüdisches Leben in Berlin jetzt also Matisyahu unplugged.

Als wir Matisyahu vor zwei Monaten gebeten haben, seine Europa-Tournee um einen Abend in Berlin zu verlängern, hatten wir noch keine Ahnung, dass dieses Konzert so viel Wirbel machen würde. Sie kennen die Geschichte.

Es ist schon schlimm genug, dass israelische Künstler, Wissenschaftler und NGO-Aktivisten in Sippenhaft für die Politik ihrer Regierung genommen werden.

Dass jetzt auch ein jüdisch-amerikanischer Musiker ins Visier der Boykottkampagne gegen Israel gerät, ist vollends eine Geschichte aus Absurdistan.

Man möchte ausrufen: Leute, hört auf mit dem Mist! Empathie für die Palästinenser ist kein Alibi für die Diskriminierung von Juden!
Aber das diskutieren wir ein andermal. Heute Abend geht es um Matisyahu und seine ganz spezielle Musik, die ihm eine wachsende Fangemeinde eingetragen hat.

Seine aktuelle Europa-Tournee hat ihn nach Belgien, Holland, in die Ukraine, Frankreich und Spanien geführt.

In Berlin eröffnete er gemeinsam mit Adel Tawil die Maccabi Games mit dem Song "Zu Hause" - genau in dem Stadion, in dem Hitler die Olympiade von 1936 eröffnete. Ich fand das eine starke Botschaft: Jüdisches Leben ist zurück in Berlin, trotz alledem und alledem.
Den Acoustic Evening - die intime Fassung seiner großen Konzerte - hat er kürzlich in Ausschwitz in der einzigen dort verbliebenen Synagoge gespielt.

Abschließen will ich mit Worten des Künstlers:

"I want my music to have meaning, to be able to touch people and make them think. Chasidism teaches that music is 'the quill of the soul.' Music taps into a very deep place and speaks to us in a way that regular words can't."

Wir freuen uns sehr auf ihn, auf seine Musik und auf ein tolles Konzert.
Ladies & gentlemen, please welcome MATISYAHU!

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