M wie Metapolitik: Über das alte Denken der neuen Rechten - mit Micha Brumlik

Vortrag

"Volk" und "Raum" statt Migration und Globalisierung: Micha Brumlik skizziert in seinem Vortrag für die Reihe "Auf der Höhe - Diagnosen zur Zeit" das identitäre Projekt der neuen Rechten.

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Im Geiste Heideggers: Alles für die Rettung des "Eigenen"

„Die Gespenster der Vergangenheit haben wieder eine Zukunft“ - mit dieser Diagnose beschrieb DIE ZEIT bereits 2014, wie sich rechtsradikales Denken in Mittel- und Osteuropa mit ähnlichen ideologischen Strömungen in Russland verbindet und unter dem Begriff der Metapolitik verbreitet wird. Der russische Propagandist Alexander Dugin will einen eurasischen Kulturraum schaffen und rekurriert dabei auf ein völkisches Denken, das bei Martin Heidegger Anleihen macht und Nationen nach ethnischer Zugehörigkeit definiert.  

Inzwischen versuchen rechte Netzwerke europaweit die Prämissen westlicher Politik zu verändern: Ideen von Homogenisierung, nationaler Renaissance und Raum als politische Kategorie sind die Säulen dieser Weltvorstellung. Sie gewinnen auch bei der neuen deutschen Rechten an Einfluss.

Der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik analysierte am 4. April 2016 die Gedankenwelt, die die rechtsnationalistischen Bewegungen in Europa mit dem Russland Putins verbindet:

In der Reihe „Auf der Höhe – Diagnosen zur Zeit“ befragt die Grüne Akademie Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit, um neue Perspektiven auf unsere Gegenwart zu eröffnen - von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Retro und Z wie Zombie - hier finden Sie alle bisherigen Vorträge zum Nachschauen.