Grün vernetzt: Das Mentoring-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung

Grün vernetzt: Das Mentoring-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung

Grün vernetzt - das Mentoring Programm der Heinrich-Böll-Stiftung
Alumni im Gespräch — Bildnachweise
  • Wie steige ich erfolgreich ins Berufsleben ein?
  • Wie baue ich beruflich relevante Netzwerke auf?
  • Welche Kompetenzen brauche ich ergänzend zu meinem Studium?
  • Was möchte ich erreichen – für mich persönlich und gesellschaftlich?

Diese und andere Aspekte der beruflichen und persönlichen Entwicklung kommen in den Mentoring-Tandems von „Grün vernetzt“ zur Sprache.

Das Mentoring-Programm (PDF) unterstützt Studierende, Promovierende und junge Alumni darin, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Sie profitieren von den Erfahrungen und Kenntnissen der Mentorin/des Mentors und finden Zugang zu informellen Strukturen und persönlichen Netzwerken.

Im vertrauensvollen Gespräch zwischen Mentor/in und Mentee eröffnet sich die Chance, die eigenen beruflichen und persönlichen Ziele nachhaltig zu klären und selbstbewusster anzugehen. Der Mentor /die Mentorin begleitet die/den Mentee rund ein Jahr lang und motiviert sie, indem er/sie die richtigen Fragen stellt und Türen öffnet.

Karin Windt und Silvena Garelova bilden ein Mentoring-Tandem: Hier berichten sie von ihren Erfahrungen.

Die Mentees sind Studien- und Promotionsstipendiat/innen, die ihre beruflichen Ziele klarer definieren und ihren Berufseinstieg vorbereiten wollen. Außerdem können Alumni in der Berufseinstiegsphase als Mentees am Mentoring-Programm teilnehmen.

Als Mentorinnen und Mentoren fungieren Alumni aus allen Berufssparten, Vertrauensdozent/innen und weitere Personen aus dem grünen Umfeld. Die Mentoring-Beziehung läuft über einen längeren Zeitraum, der individuell festgelegt wird. Das Studienwerk stellt Leitfäden für die Gestaltung der Mentoring-Beziehung zur Verfügung, steht den Mentees und Mentor/innen zur Seite und bietet jährliche Fortbildungen an.

Der erste Schritt zum Mentoring-Tandem:

  • Im Intranet des Studienwerks www.boell-studynet.de finden sich Informationen zum Mentoring-Programm, die zentrale Fragen von Mentees und Mentor/innen beantworten.
  • Mentees suchen sich aus der Liste registrierter Mentorinnen und Mentoren im Intranet eine Person aus und stellen den ersten Kontakt per Email her. Es ist auch möglich, einen potentiellen Mentor oder eine Mentorin zu kontaktieren, der/die noch nicht im Intranet registriert ist. Die Programm-Koordinatorin Janina Bach steht insbesondere in der Findungsphase gerne beratend zur Seite.
  • Für Mentorinnen und Mentoren erfolgt eine Anmeldung über das Intranet des Studienwerks. Unter „Meine Einstellungen“ können sich interessierte Personen registrieren und ein Kurzprofil als Mentor/in erstellen. Falls noch nicht vorhanden, wird ein Zugang zum Intranet erteilt.

Mentoring-Tandems haben die Möglichkeit, an jährlichen Austausch- und Fortbildungsangeboten im Mentoring-Programm teilzunehmen.

Kontakt:
Programm-Koordination „Grün vernetzt“
Dr. Janina Bach
Heinrich-Böll-Stiftung
Studienwerk
030.285 34-421
bach@boell.de


Erfahrungsberichte:

Karin Windt und Silvena Garelova bilden ein Mentoring-Tandem: Hier berichten sie von ihren Erfahrungen.

Silvena Garelova, Mentee: „Karin war mit ihren Lebenserfahrungen in entscheidenden Momenten für mich da und konnte mir das Selbstvertrauen schenken, das ich brauchte, um schwierige berufliche Entscheidungen zu treffen, die mich langfristig näher an meine Ziele gebracht haben. In den ehrlichen Gesprächen mit ihr gewinne ich Klarheit darüber, wo ich hinwill, worin ich gut bin – aber auch darüber, was mich schwächt und wovon ich mich entfernen will. Manchmal sind es ganz konkrete Ratschläge oder Vernetzungsangebote von Karin, die mich weiterbringen. Andere Male tut es gut, Inspiration zu teilen und die Ermutigung zu spüren, dass ich meine Ideen realisieren kann.

Da Karin selbständig ist, lerne ich von ihren Erfahrungen und erlebe, dass die Herausforderungen, auf die ich treffe, normal und lösbar sind. Ich empfinde auch die Beziehung zu Karin selbst als eine große Bereicherung für mein Leben. Ich bin glücklich darüber, was ich beruflich mache: was zu Ende meines Masterstudiums nur eine diffuse Idee war, hat bereits Form und Fokus angenommen und konnte sich entfalten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es so bald sagen kann: ich habe gefunden, was ich machen will, ich tue es so gerne und ich lebe davon. Das ist erfüllend. Ich denke, es wäre ohne die großzügige Unterstützung von Karin so nicht möglich gewesen.“

Dr. Karin Windt, Mentorin: „Es macht mir große Freude und ich finde es schlicht nützlich, mein Erfahrungswissen an Jüngere weiterzugeben, damit sie nicht das Rad neu erfinden müssen. Als Netzwerkerin liebe ich es, berufliche Kontakte zu vermitteln, die fachspezifisch weiterführend sein können – alles eine Frage des passenden Matchings. Außerdem bin neugierig auf andere Menschen und ihre Gedanken. Ich finde es spannend, mitzuerleben, wie jemand in Entscheidungsprozesse geht und ihre/seine jeweiligen Herausforderungen löst – jede/r ist da anders. Bisher wusste auch jede Mentee selbst gut einzuschätzen, ob Mentoring allein ein adäquates „Mittel“ für sie ist, oder eventuell noch andere Unterstützungen nötig sind wie z.B. eine psychologische Begleitung oder ein stärker fachspezifisches Berufswegecoaching.
Was für mich eine „Kleinigkeit“ sein kann, zum Beispiel eine Einschätzung zu einem Thema zu geben, mit dem ich Erfahrungen habe, oder auf Aspekte hinzuweisen, die bislang nicht im Fokus waren – kann für eine Mentee Türen eröffnen, sowohl im Denken als auch ganz pragmatisch - das ist toll!

Außerdem ist die Beziehung wechselseitig, ich selbst lerne gleichzeitig auch viel über mich selbst und meine eigenen Denkweisen und Handlungsmuster, wenn ich darüber reflektiere, wie mein Gegenüber an eine Problemstellung herangeht. Ich erhalte zudem sehr viel Wertschätzung für meine „Wegbegleitung“ und spüre das Vertrauen in meine Sichtweisen – das ist ein Geschenk. Zum Beispiel durfte ich mit Silvena eine Strecke mitgehen und ihren komplexen, steinigen Weg von der noch eher studentischen Identität hin zu der einer Forscherin und freiberuflichen Trainerin begleiten. Eine großartige Erfahrung mit einer großartigen Frau, die immer mehr auch Kollegin wird.“

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