Charles Kupchan auf 18. Außenpolitischer Jahrestagung 2017 der Heinrich-Böll-Stiftung

Presseeinladung

Bei der diesjährigen Außenpolitischen Jahrestagung steht das Thema "Die Krise des Westens: Die Verantwortung Europas für die liberale Weltordnung" im Mittelpunkt. Die Keynote hält Charles Kupchan.

Presse-Einladung zur 18. Außenpolitische Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung 

Datum: Donnerstag, 15. Juni 2017,  Reg. ab 15.30 Uhr, Beginn ab 16.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin-Mitte

Keynote von: 

  • Charles A. Kupchan, Georgetown University, Washington,  ehem. Direktor für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten

Weitere Teilnehmer/innen:

  • Anders Fogh Rasmussen, Ehem. NATO Generalsekretär, Kopenhagen
  • Vessela Tcherneva, European Council on Foreign Relations, Sofia
  • François Heisbourg, Foundation for Strategic Research, Paris
  • Franziska Brantner, B90/Die Grünen, Berlin
  • Sylke Tempel, Chefredakteurin Internationale Politik, Berlin
  • Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Als in den letzten Jahren immer häufiger zu hören war, die Welt sei aus den Fugen geraten, schienen die politischen Institutionen des Westens noch einigermaßen festgefügt. Man konnte sogar hoffen, dass die westlichen Demokratien angesichts der Kriege und Turbulenzen in der Welt enger zusammenrücken würden. Stattdessen geraten die EU und die NATO als die wichtigsten dieser Institutionen selbst in schweres Fahrwasser. 

Schon bisher gab es Spannungen in der NATO, aber sie wurde als Institution doch nie ernsthaft in Frage gestellt. Offiziell wird das der neue Präsident der USA auch nicht tun, „America first“ könnte aber bedeuten, dass Fragen der internationalen Ordnung an die letzte Stelle rücken. Bisher ist nicht ersichtlich, dass Trump einen Unterschied zwischen Verbündeten und Gegnern der USA macht.

So oder so muss die EU eine aktivere Außen- und Sicherheitspolitik entwickeln – und das in einer Situation starker innerer Diskrepanzen. Hat der Westen als politischer Akteur noch eine Zukunft oder ist er nur nostalgische Erinnerung? Wie hegen wir die Wiederkehr des Nationalismus ein? Ist ein „selektiver Multilateralismus“ eine realistische Perspektive für die internationale Politik? Wie kann die EU ihre außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken? Erleben wir nach der Renaissance russischer Großmachtambitionen nun auch die Wiederkehr osmanischer Träume mit alten Gegensätzen und neuen Bündnissen?

Die Diskussion dieser Fragen bildet den öffentlichen Auftakt zur 18. Außenpolitischen Jahrestagung, die am 16. Juni 2017 im Rahmen einer Fachkonferenz mit geladenen Expert/innen fortgesetzt wird. (Programm hier, Akkreditierung bitte unter presse@boell.de)

Dr. Charles A. Kupchan ist Professor für internationale Beziehungen an der School of Foreign Service and Government der Georgetown University sowie Senior Fellow des Councils on Foreign Relations in Washington, D.C.

Von 2014 bis 2017 war er Special Assistent von Präsident Obama und Senior Director for European Affairs des National Security Council (NSC) im Weißen Haus. Als Direktor für Europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat (NSC) diente Kupchan bereits während der ersten Clinton-Administration und war zuvor im Politischen Planungsstab des U.S. State Department tätig.

Charles Kupchan steht auf Anfrage für Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt Heinrich-Böll-Stiftung: 
Michael Alvarez Kalverkamp, Pressesprecher
E-Mail: alvarez@boell.de
+49-(0)30-28534-202