Das Leben in den Grenzgebieten

Das Leben in den Grenzgebieten

„Mountainland“ ist ein Langzeitprojekt des Fotografen Sascha Richter, das die Lebensweisen und Gesellschaften Zomias (die Bergregionen in Südostasien, Indien, China) auf Bildern festhält. Die hier präsentierten Fotos wurden als erster Teil des Projekts im Oktober 2016 im Nordwesten Vietnams aufgenommen. Weitere Teile des Projekts sind hier verfügbar.

Wie Farish Noor in seinem Artikel zu ASEANs Identität schreibt, sind die Grenzgebiete von Festlandsüdostasien eine besondere Region. Grenzlinien sind durchlässig und das Leben um sie herum hält sich nicht an Karten, die von Regierungen verhandelt wurden.

Oft sind Gemeinschaften von ethnischen Minderheiten in den Bergregionen näher an Menschen aus einem anderen Nationalstaat, als an der ethnischen Mehrheit im eigenen Land. Kulturelle Traditionen, Handelsbeziehungen und politische Geschichte verbinden Tai, H´Mong, Muong und andere.

Was sie auch teilen, ist ihr sozialer Status. Die meisten ethnischen Gemeinschaften in den Grenzregionen leiden an Armut. In Vietnam leben fünf mal so viele Menschen der ethnischen Minderheiten unter der Armutsgrenze als dies bei den Viet der Fall ist. Auch leben doppelt so viele Menschen direkt von Landwirtschaft.

Ihre Landwirtschaftspraktiken, wie z.B. „slash and burn“, werden von den Regierungen als nicht nachhaltig betrachtet. Dabei beachten Regierungen oft nicht, wie schädlich ihre eigenen Praktiken für die Umwelt sein können. Eine Fotoserie von Sascha Richter.

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