Kenia: Kurzfilm “Watu Wote” für Oscar nominiert

Kenia: Kurzfilm “Watu Wote” für Oscar nominiert

Große Freude bei den Macher/innen des deutsch-kenianischen Kurzfilms „Watu Wote“ („Wir alle“): Die Oskar-Jury hat die von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Produktion heute für einen Oscar nominiert. Sie wird nun bei der Preisverleihung am 4. März in Los Angeles unter den letzten fünf Kandidaten in der Kategorie Kurzfilm sein.

Plakat Kurzfilm “Watu Wote” Urheber/in: Hamburg media School. All rights reserved.

Große Freude bei den Macher/innen des deutsch-kenianischen Kurzfilms „Watu Wote“ („Wir alle“): Die Oscar-Jury hat die von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Produktion heute für einen Oscar nominiert. „Watu Wote“ wird nun bei der Preisverleihung am 4. März in Los Angeles unter den letzten fünf Kandidaten in der Kategorie Kurzfilm sein.

Nachdem „Watu Wote“ im September 2017 bereits bei den Student Academy Awards (Nachwuchs-Oscars) und zahlreichen internationalen Festivals Preise abräumte, dürfte das Filmprojekt mit der heutigen Entscheidung größte Aufmerksamkeit in der Region am Horn von Afrika und global finden. Im Kern spielt der Film die tatsächliche Erfahrungen einer Gruppe von Reisenden nach, deren Bus im Dezember 2015 in Mandera im somalisch-kenianischen Grenzgebiet von der Terrormiliz Al Shabaab überfallen wurde. Wie andernorts zuvor planten die Extremisten, die mehr als 30 Christen an Bord des Busses zu exekutieren. Doch in scharfem Kontrast zum gestiegenen Misstrauen und zu der gegenseitigen Angst zwischen Muslimen und Christen in der Region scheiterte das Massaker an der Solidarität der muslimischen Passagiere: Sie weigerten sich, die Christen unter ihnen zu identifizieren. Salah Farah, ein Grundschullehrer aus Mandera, sagte damals: „Die Angreifer drohten uns zu erschießen. Doch wir saßen still und beschützten unsere Brüder und Schwestern. Schließlich gaben die Islamisten auf und verschwanden.“ Salah bezahlte seinen Mut mit seinem Leben – er erlag einen Monat später den Schussverletzungen, die ihm die Angreifer zugefügt hatten.

Die Botschaft von „Watu Wote“ ist eindeutig: Mit gelebter Menschlichkeit, wie sie in allen Religionen verankert ist, können Gewalt, Angst und Hass überwunden werden.  

Die Heinrich-Böll-Stiftung gratuliert unseren Partnern von der Hamburg Media School und allen beteiligten kenianischen Filmemachern und Schauspielern zu ihrem Erfolg, diese symbolische Botschaft der Ereignisse von Mandera einem Weltpublikum nahe zu bringen.

Trailer: Gewinner des goldenen Studenten-Oscars 2017: "Watu Wote"

Bildergalerie: "Watu Wote"


Gewinnerin des Studentenoscars 2017: Katja Benrath | DW Deutsch.de

» Deutsche Welle: Studenten-Oscars gehen an deutsche Filme (September 2017)

Verleihung des 44. Annual Student Academy Awards im Samuel Goldwyn Theater der Akademie in Beverly Hills, Kalifornien (12. Oktober 2017)


 

» Videobeitrag von 3sat kulturzeit

 

 

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