Abschiebung in ein umkämpftes Land

Abschiebung in ein umkämpftes Land

Presseeinladung

Die aktuelle Situation in Afghanistan ist nach wie vor von Anschlägen und Kämpfen geprägt. Ungeachtet dessen finden seit dem Sommer 2018 von Deutschland aus Abschiebungen nach Afghanistan wieder ohne Einschränkungen statt. Am 5. November 2018 findet in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Konferenz zur politischen Zukunft Afghanistans und der deutsche Asyl- und Abschiebepolitik statt. 

Konferenz: Montag, 5. November 2018, 12:30 – 17:30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Die aktuelle Situation in Afghanistan ist nach wie vor von Anschlägen und Kämpfen geprägt. Auch die Parlamentswahlen vom 20. und 21. Oktober, zuvor wegen der verheerenden Sicherheitslage mehrmals verschoben, wurden von blutigen Anschlägen mit zahlreichen Toten begleitet.

Ungeachtet dessen finden seit dem Sommer 2018 von Deutschland aus Abschiebungen nach Afghanistan wieder ohne Einschränkungen statt. Die Rückkehrer landen in einem Land im Kriegszustand und finden dort eine Situation vor, in der eine wirtschaftliche und soziale Reintegration für viele faktisch unmöglich ist.

Die Migrationspolitik ist zur dominierenden Perspektive der deutschen Afghanistanpolitik geworden. Unter dem selbstverursachten Druck, möglichst viele Geflüchtete zurückzuführen, ignoriert die deutsche Politik zunehmend die Realitäten vor Ort - diese Diskrepanz steht im Fokus der Debatten auf dieser Konferenz.

Mit

  • Luise Amtsberg, Mitglied des Bundestages, flüchtlingspolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen
  • Bernd Mesovic, Leiter der Rechtsabteilung von PRO ASYL, Frankfurt am Main
  • Pater Dieter Müller, Jesuitenflüchtlingsdienst, München
  • Winfried Nachtwei, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages Bündnis 90/Die Grünen
  • Lotfullah Najafizada, Direktor des afghanischen Nachrichtenkanals Tolo 
  • Omid Nouripour, Mitglied des Bundestages, außenpolitischer SprecherBündnis 90/Die Grünen
  • Dr. Christian Klos, Leiter des Stabs Rückkehr im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 
  • Kava Spartak, Verein Yaar e.V., Berlin
  • Friederike Stahlmann, Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle
  • Moderation: Christian Jakob, taz

Lotfullah Najafizada, Direktor des afghanischen Nachrichtenkanals Tolo, steht für Interviews am 5. und 6.11. gerne zur Verfügung. Najafizada begann seine journalistische Laufbahn im Alter von 18 Jahren bei einer Lokalzeitung in der nordafghanischen Stadt Mazar-e Sharif und leitet den  unabhängigen Nachrichtensender TOLO News seit seiner Gründung im Jahr 2010.

Hier finden Sie das Programm.

Wir bitten um Akkreditierung an: presse@boell.de


Pressekontakt
Heinrich-Böll-Stiftung
Michael Alvarez Kalverkamp, Pressesprecher
alvarez@boell.de, +49 (0)30 285 34-202, +49 (0)160 36 57 72

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