Perspectives Asien: Kupfer, Kohle und Konflikte

Perspectives Asien: Kupfer, Kohle und Konflikte

Ressourcen und Ressourcenabbau in Asien
Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: 19. Juni 2013
Seitenanzahl: 33
Lizenz: CC-BY-NC-ND
ISBN: --
Alle Ausgaben: Perspectives Asien

Perspectives Asien ist eine Publikationsreihe des Asienreferates und der Asien-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung. Mit diesem Format wollen wir künftig einem deutschen und europäischen Publikum asiatische Perspektiven vorstellen, Analysen zu globalen Trends liefern sowie vertiefte Einblicke in die Entwicklungen und politischen Debatten in Asien geben. Der Fokus liegt dabei auf den Ländern in Ost-, Südost- und Südasien, in denen die Stiftung auch mit Büros vertreten ist: Afghanistan, China, Indien, Kambodscha, Myanmar, Pakistan und Thailand.

Diese erste Ausgabe befasst sich mit Konflikten und den Folgen des Ressourcenabbaus in sieben asiatischen Ländern. Der globale Bedarf an fossilen Energieträgern, Metallen, Mineralien, Holz und Agrarprodukten hat sich in den letzten 30 Jahren nahezu verdoppelt. Der internationale Handel mit diesen Rohstoffen stieg im gleichen Zeitraum sogar um 150 Prozent an.

Nach wie vor wird ein großer Teil der in Asien ausgebeuteten Ressourcen zur Versorgung der internationalen Märkte und zur Herstellung von Konsumgütern aufgewendet. Insbesondere China, Indien und Indonesien verfügen aber nicht nur über erhebliche Rohstoffvorkommen auf ihren Territorien, sondern verbrauchen selbst immer mehr Energie und natürliche Ressourcen für den Ausbau von Infrastruktur und den Konsum durch ihre wachsende Bevölkerung.

Die steigende Nachfrage in Asien hat beträchtliche Auswirkungen auf die globalen Rohstoffmärkte, den Welthandel und die internationale Wirtschafts- und Sicherheitspolitik. Am unmittelbarsten aber spüren die Menschen in den Ursprungsländern die Folgen des wachsenden Bedarfs. Gerade dort, wo Kohle, Erze und Mineralien gefördert werden, außerhalb der urbanen Ballungszentren, hängt das Leben der Menschen wesentlich vom direkten Zugang zu Land und sauberem Wasser ab. Bergbau und intensive Plantagenwirtschaft aber führen zur Verknappung von Wasser und Böden, sie belasten die Umwelt und verursachen damit immer wieder Konflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und den privaten oder staatlichen Unternehmen, die diese Projekte durchführen.
 

Inhaltsverzeichnis: 

Vorwort 

Afghanistan

  • Gefahrenzone: Die Politik der natürlichen Ressourcen in Afghanistan - Renard Sexton
  • Ressourcenabbau als Gefahr für die Sicherheitslage in Afghanistan? – Ein Interview mit Mussa Mahmoodi - Neelab Hakim
  • Zahlen und Fakten zur Kupfermine Aynak - Samim Hoshmand

Pakistan/Indien

  • Krieg um Wasser? – Der Indus-Wasservertrag von 1960 - Britta Petersen
  • Lasst den Vertrag, wie er ist! – Ein pakistanischer Blick auf den Indus-Wasservertrag - Feisal H. Naqvi
  • Wir brauchen mehr Kooperation! –Ein indischer Blick auf den Indus-Wasservertrag - Ramaswamy R. Iyer
  • Rohstoffe und Rebellen – Die Naxaliten und der Ressourcenkonflikt in Indien - Andrea Falkenhagen

China

Thailand/Myanmar

Kambodscha

  • "Wir werden ihnen Fortschritt bringen in Zeiten der Globalisierung!" Die Haltung der Regierung und der Druck auf die Ressourcen der indigenen Gemeinschaften in Kambodscha
 - Maia Diokno

 

 

 
 
 

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