Dokumentation: Wie viele Studierende braucht das Land?

Zur Debatte um akademische und berufliche Bildung

Berliner Hochschuldebatten #23

„Wir sollten den Akademisierungswahn stoppen“, so das provokante Statement unseres Diskutanten Professor Julian Nida-Rümelin. Aus seiner Sicht hat Deutschland zu viele Studierende – über die Hälfte eines Altersjahrgangs. „Wir brauchen mehr Akademiker“, lautet dagegen die Forderung derer, die die internationalen Vergleichszahlen und sich wandelnde Ansprüche in vielen Berufs- und Tätigkeitsfeldern im Blick haben. Die Argumente und Motive für beide Positionen sind vielfältig, komplex und spannend. Ihnen auf den Grund zu gehen, war Ziel unserer Debatte.

Video-Mitschnitt

Podiumsdiskussion mit:

  • Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph, Ludwig-Maximilians-Universität München, Staatsminister für Kultur und Medien a.D.
  • Kai Gehring MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Bildungs- und Hochschulpolitik
  • Dr. Barbara Dorn, Abteilungsleiterin Bildung / Berufliche Bildung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
  • Moderation: Ulrike Plewnia, Redakteurin Politik, Hauptstadtbüro FOCUS  

Galerie

Wie viele Studierende braucht das Land?

Fotos: Stephan Röhl, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Zur Reihe

Ist Deutschland im Akademisierungswahn? Wie sieht eine familienfreundliche Hochschule aus? Sind unsere Bildungseinrichtungen nachhaltig? Wie steht es um die Freiheit der Forschung? Wie um Transparenz? Mit der Reihe „Berliner Hochschuldebatten“ bietet die Heinrich-Böll-Stiftung eine Plattform, um über Zukunftsfragen von Hochschule und Wissenschaft zu debattieren. Sie schafft damit Studierenden, Lehrenden, Hochschulangehörigen, Akademikerinnen und Akademikern sowie all jenen einen Ort, die über gute Hochschulen und gute Bildung diskutieren wollen. Bildung ist der Schlüssel für den Erfolg jedes Einzelnen und zugleich auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Debatten um gute Bildung sind daher wichtig. Sie müssen heute geführt werden, um die Gesellschaft von morgen zu gestalten.