Dossier: Syrien fünf Jahre nach Beginn des Aufstands

Dossier: Syrien fünf Jahre nach Beginn des Aufstands

Foto: Garry Knight.

Im März 2011 begann in Syrien der Aufstand gegen das Regime von Baschar al-Assad. Erste friedliche Proteste wurden vom Regime gewaltsam unterdrückt. Seitdem militarisierte sich der Konflikt zwischen dem Regime und den Aufständischen immer mehr. Mittlerweile sind diesem Konflikt Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Menschen zum Opfer gefallen; Millionen von Syrerinnen und Syrern sind auf der Flucht.

Glaubhafte Lösungsansätze zur Befriedung sind noch immer nicht in Sicht. Unser Dossier vereint analytische Artikel und Interviews, die die Geschehnisse in Syrien aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Videos unserer Projektpartner/innen im Libanon bieten einen Einblick in die Perspektive syrischer Aktivist/innen. Und wir dokumentieren unsere Konferenzen und Veranstaltungen zum Thema.

Neueste Beiträge

Syriens Verschwundene

Unsägliche Haftbedingungen, Verschwindenlassen und Folter waren stets ein Charakteristikum des syrischen Staates unter den Assads. Seit 2011 nimmt das Ausmaß aber eine gänzlich neue Dimension an. Der Foltertod ist zur Methode geworden.

Von Bente Scheller

Vorwort zur E-Paper-Reihe "Stabilität ist eine Illusion"

Nach der Euphorie des "arabischen Frühlings" wird das Bild der Staaten südlich des Mittelmeers hierzulande vor allem von der Furcht vor Terror und der Sorge um Flüchtlings“ströme“ bestimmt. Das gilt auch für die deutsche und europäische Politik gegenüber Ägypten: Obwohl durch einen Militärputsch zur Macht gelangt und trotz andauernder schwerer Menschenrechtsverletzungen, bezeichnete der jetzige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel den ägyptischen Herrscher Abdelfattah El-Sisi im Frühjahr 2016 gar als einen „beeindruckenden Präsidenten“.

Diese englischsprachigen "Analysen zur Sicherheits-, Antiterror- und Wirtschaftspolitik sowie der Rolle des Militärs in Ägypten" wurden von ägyptischen, arabischen und europäischen Expert/innen mit Verbindung zu anerkannten europäischen Think Tanks und Universitäten erstellt. Sie belegen, dass die behauptete „Stabilität“ des ägyptischen Regimes und seine angebliche Effizienz im Kampf gegen Terrorismus und (potentiell) illegale Migration viel Rhetorik und wenig Substanz beinhalten. Dabei wären langfristige Strategien gefordert, nicht kurzfristige „Lösungen“ oder an Wahlterminen orientierte „Deals“.

Dokumentation der Konferenz: Syrien in der Sackgasse?

Syrien: Eskalation und Hoffnung

Der Syrienkonflikt spitzt sich zu. Gleichzeitig wächst mit den Verhandlungen in Wien die Hoffnung auf eine politische Lösung. In Berlin diskutierten Experten/innen und Politiker/innen über die Intervention Russlands, deren mögliche Folgen für das Völkerrecht und die mangelnde humanitäre Hilfe für die Leidtragenden vor Ort.

Von Jannis Hagmann

Syrien: Chemiewaffen nicht gestoppt

Am 21. August 2015 jährt sich der Giftgasangriff nahe Damaskus zum zweiten Mal. Trotz der 2013 beschlossenen Zerstörung der syrischen Chemiewaffen sterben in Syrien weiterhin Menschen durch den Einsatz von Gas.

Von Bente Scheller

Gedonner und ein bisschen Hoffnung

Im Gedonner des "Islamischen Staats" gehen alle anderen Akteure in Syrien unter. Bei der Konferenz "Syrien in der Sackgasse?“ wurde über sie gesprochen und über die Rolle Deutschlands und Europas im Konflikt.

Von Jannis Hagmann

Keine schwarze Macht

Trotz Dschihad-Propaganda - der "Islamische Staat" sei eine rational agierende Bürgerkriegsmiliz, sagt Christoph Reuter. Am Rande der Konferenz "Syrien in der Sackgasse?" hat der Journalist sein neues Buch vorgestellt.

Von Jannis Hagmann

Auf Assad kann man verzichten

Auf der internationalen Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung diskutierten Expertinnen und Experten die Rolle der Regionalmächte im Syrienkonflikt. Kaum jemand in der Region hält noch ernsthaft an Baschar al-Assad fest – und trotzdem ist ein Ende nicht in Sicht.

Von Jannis Hagmann

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Stimmen aus der Region

Stimmen aus Syrien

Sechs syrische Aktivistinnen und Aktivsten waren im Jahr 2012 zu Gast im Heinrich-Böll-Haus Langenbroich, dem ehemaligen Sommerhaus Heinrich Bölls. Zu ihrer persönlichen Situation, auch zu ihren Erwartungen an die internationale Gemeinschaft und an Organisationen wie die Heinrich-Böll-Stiftung sprachen sie mit Nevin Ekinci.

„Desinteresse sieht anders aus“

Vielen Menschen in Deutschland ist klar, dass es um einen echten Befreiungskampf gegen eine brutale Diktatur und für Demokratie und Menschenrechte geht. Hier könnte ein Ansatz zu einem neuen Internationalismus liegen, der danach fragt, wofür die Menschen kämpfen und sie nicht erst einmal in ein geopolitisches Geflecht einordnet. Von Hannah Wettig

Rechts und Links gegen die Revolution

Größere Unterstützung in der globalen Zivilgesellschaft zu gewinnen, gelingt der syrischen Revolution in den täglichen Medien nicht. Islamophobie, eine herablassende Perspektive auf die arabische Welt, Verschwörungstheorien und Geopolitik verstellen den Blick auf den Kampf syrischen Bevölkerung gegen ein tyrannisches Regime. Von Dr. Ziad Majed

Video: "Transitional Justice"

Video: "Minorities"

Weitere Beiträge zum Thema

Kommentar: Kriegsverbrechen in Syrien stoppen!

In Syrien entwickelt sich eine der schlimmsten humanitären Katastrophen. Hilfsorganisationen werden vom Assad-Regime systematisch daran gehindert, Hilfslieferungen in die belagerten Städte zu bringen und so die Not der Zivilbevölkerung wenigstens temporär zu mildern.

Von Antonie Nord

Lacht kaputt, was euch kaputt macht

Kürzlich dekorierte die Londoner Vertretung Moskaus einen Tweet über angebliche Lieferungen von Chemiewaffen an syrische Rebellen mit einem Bild aus dem Videospiel „Command and Conquer“. Solche fiktiven Bilder zur Illustration des Unfassbaren verbreiten sich wie ein Lauffeuer.

Von Bente Scheller