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Pick Your Battles: Diana Kinnert – Kirche, Konservatismus, Einsamkeit & soziale Infrastruktur - Heinrich-Böll-Stiftung

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Was hält eine Gesellschaft zusammen, wenn gemeinsame Orte und Erfahrungen verloren gehen? Wie muss sich Konservatismus verändern, um gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten? Und was hat Einsamkeit mit dem Zustand unserer Demokratie zu tun? Darüber spricht unser Vorstand Jan Philipp Albrecht mit der Publizistin, Unternehmerin und CDU-Politikerin Diana Kinnert. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Diana Kinnert mit der Zukunft von Demokratie und Gesellschaft. Bekannt wurde sie als Stimme eines modernen Konservatismus. In ihrer jüngeren Arbeit setzt sie sich intensiv mit Einsamkeit, sozialer Infrastruktur sowie den Folgen von Individualisierung und Digitalisierung auseinander. In dieser Folge diskutiert sie mit Jan Philipp Albrecht über ihr Verständnis von Konservatismus, die gesellschaftliche Rolle der Kirche und die Frage, warum Transformation nicht nur wirtschaftlich und politisch, sondern auch kulturell gedacht werden muss. Dabei treffen unterschiedliche Vorstellungen davon aufeinander, was Konservatismus bewahren sollte und wie viel Veränderung gesellschaftlicher Fortschritt braucht. Weitere Themen sind ein ökosystemisches Verständnis von Politik, Europas Verständnis von Fortschritt und Innovation sowie Einsamkeit als demokratische Herausforderung. Diana Kinnert plädiert dafür, soziale Beziehungen und Gemeinschaft stärker als politische Infrastruktur zu begreifen – von Nachbarschaften und Vereinen bis hin zu digitalen Räumen. KAPITEL 07:19 Kirche 14:17 Konservatismus 23:59 Soziale Infrastruktur 34:03 Ökosystem 41:47 Weltraum und Fortschritt 51:58 Einsamkeit PODCAST ABONNIEREN Spotify: https://open.spotify.com/show/4hPLhbq1V2zkW8LqziFoUQ Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/pick-your-battles/id1769193820 RSS-Feed: https://pick-your-battles.podigee.io/feed/mp3 boell.de: https://www.boell.de/de/podcasts/pick-your-battles ÜBER DAS FORMAT „Pick Your Battles“ ist das konstruktive Streitformat der Heinrich-Böll-Stiftung: Sechs Begriffe, jeweils sechs Minuten Diskussion – über politische Konflikte und gesellschaftliche Debatten. „Pick Your Battles“ auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLQoUnPhwq7cyORqZ8HvDeTTku7owXSuFV WEITERFÜHRENDE LINKS Diana Kinnert – Website: https://kinnert.com/ Diana Kinnert und Marc Bielefeld: Die neue Einsamkeit. Und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können: https://www.hoffmann-und-campe.de/products/38328-die-neue-einsamkeit Diana Kinnert: Für die Zukunft seh’ ich schwarz. Plädoyer für einen modernen Konservatismus: https://www.rowohlt.de/buch/diana-kinnert-fuer-die-zukunft-seh-ich-schwarz-9783498001254 Öffentliche Räume – Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/themen/oeffentliche-raeume Die Neue Republik – Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/die-neue-republik Foto JPA: © Sibylle Fendt, Foto DK: © IMAGO / Eventpress / Kochan, Bearbeitung: hbs.

Globale Ungleichheit und Klimakrise - Heinrich-Böll-Stiftung

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Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen heute drei Viertel des globalen Vermögens, die ärmere Hälfte der Menschheit kommt laut World Inequality Report 2026 zusammen auf gerade einmal 2 Prozent. Noch krasser wird es, wenn man ganz nach oben schaut: Multimillionäre – die reichsten 0,001 Prozent – besitzen heute zusammen dreimal so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der gesamten Menschheit. Das ist nicht nur ein Problem für die Demokratie, sondern auch für das Klima angesichts enormer Pro-Kopf-Emissionen und privatem Kapitalbesitz. In dieser Folge schauen wir uns die Ursachen und Entwicklungen von Ungleichheit an. Was hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und welche Rolle spielt die Globalisierung dabei? Wie hängen Klimakrise und Ungleichheit eigentlich zusammen? Und wie kann man übermäßige Ungleichheit bekämpfen, global und in Deutschland? Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Publizist und Professor an der Columbia Universität in New York. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen. Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Ihr habt Themenvorschläge oder Feedback zu unserem Podcast? Schickt uns gerne eine Mail an mme@boell.de Ihr wollt in Kontakt bleiben? Dann findet ihr uns bei Bluesky: https://bsky.app/profile/globalisationboell.bsky.social --- ## PODCAST ABONNIEREN Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast... Spotify: https://open.spotify.com/show/5LsT2DG... RSS-Feed: https://boell-mme.podigee.io/feed/mp3 --- ## Weiterführende Links - Max Roser: The history of global economic inequality. https://ourworldindata.org/the-history-of-global-economic-inequality - Max Roser: Global economic inequality: what matters most for your living conditions is not who you are, but where you are https://ourworldindata.org/global-economic-inequality-introduction - Global income inequality: time to revise the elephant https://www.socialeurope.eu/global-income-inequality-time-to-revise-the-elephant - World Inequality Report 2026 https://wir2026.wid.world/ - Klimakluft: Wie Reiche das Klima belasten https://www.oxfam.de/publikationen/oxfam-bericht-klimakluft-reiche-klima-belasten - Global Income Calculator https://myglobalsnapshot.com/ --- ## Kapitelmarken 00:00 Intro 02:30 Historischer Überblick zur Ungleichheit 14:42 Globalisierung und Ungleichheit 21:17 Sind die Reichen reich weil die Armen arm sind? 27:53 Bekämpfung der Ungleichheit 33:04 "Die Klimakrise ist eine Krise und Ungleichheit" 42:04 Was tun gegen die Ungleichheit? 54:54 Outro --- **Credits** © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; ungleichheit.info, CC BY-NC 4.0, Bearbeitung: hbs.

Boom, Bubble, Burst? KI und Finanzmärkte - Heinrich-Böll-Stiftung

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Erst viereinhalb Jahren ist es her, dass im November 2022 das Sprachmodell ChatGPT von der Firma OpenAI veröffentlicht wurde. Seitdem hat KI unser Leben stark verändert. Das sehen wir auch in der Weltwirtschaft, wo es einen regelrechten KI-Boom gibt. Die Kurse der großen Tech-Firmen stiegen in schwindelerregende Höhen. Die „Magnificent 7“ – das sind Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet (Google), Meta (Facebook), Tesla und Nvidia - machten im US-Aktienindex S&P500 zeitweise 40% des gesamten Aktienwerts aus. Am 12. Juni ging SpaceX an die Börse, Elon Musks Weltraum-Tech-Firma. Sie schoss in den ersten Tagen kurz auf einen Börsenwert von 2,85 Billionen US-Dollar. Elon Musk machte das zum ersten Dollar-Billionär der Welt. Neue Börsengänge von OpenAI und Anthropic sind ebenfalls geplant, mit jeweils über 1 Billion Dollar an Börsenbewertung. Hinzu kommen gigantische Kreditaufnahmen von KI-Firmen für den Bau von Rechenzentren. Doch so schnell wie es hoch geht, geht es auch runter. Im Juni verloren die Magnificent 7 fast 3 Billionen US-Dollar an Marktwert. Seitdem sind sie wieder etwas gestiegen, aber der Markt ist sichtlich nervös. Ist das eine Blase, wie sie die Finanzgeschichte seit jeher kennt? Worauf wetten die Finanzmärkte hier eigentlich? Und was passiert, wenn die Blase platzt? Mit Adam Tooze sprechen wir über die Risiken, die sich aus dem KI Boom für Wirtschaft, Klimaschutz, Demokratie und globale Gerechtigkeit ergeben. Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen. HOSTS Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung Ihr habt Themenvorschläge oder Feedback zu unserem Podcast? Schickt uns gerne eine Mail an mme@boell.de Ihr wollt in Kontakt bleiben? Dann findet ihr uns bei Bluesky: https://bsky.app/profile/globalisationboell.bsky.social PODCAST ABONNIEREN Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/m%C3%A4rkte-m%C3%A4chte-emissionen-mit-adam-tooze/id1712450677 Spotify: https://open.spotify.com/show/5LsT2DGXJUVsIivB8Ezqvv RSS-Feed: https://boell-mme.podigee.io/feed/mp3 WEITERFÜHRENDE LINKS Adam Tooze, Chartbook 448, *Price controls, nationalization, financial repression, fiscal monetary coordination, embracing the Four Horsemen of Heterodoxy* https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-448-price-controls-nationalization Adam Tooze, Chartbook 455, *The AI boom, China's walled in wealth and the financial barriers that separate the two. World Economy, July 2026* https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-455-the-ai-boom-chinas Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, *Jahresbericht 2026* https://www.bis.org/publ/arpdf/ar2026e1.htm International Energy Agency, *Energy Demand from AI* https://www.iea.org/reports/energy-and-ai/energy-demand-from-ai International Energy Agency, *Energy and AI, Executive Summary* https://www.iea.org/reports/energy-and-ai/executive-summary *Electricity Demand and Grid Impacts of AI Data Centers: Challenges and Prospects* https://arxiv.org/html/2509.07218v3 Heinrich Böll Stiftung, *Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Wasserverschwendung* https://www.boell.de/de/2025/01/08/digitalisierung-kuenstliche-intelligenz-und-wasserverschwendung KAPITELMARKEN 00:00 Intro 02:56 Woher kommt der KI Boom? 06:32 Ist KI eine Blase? 15:03 Kommt es zur Wirtschaftskrise? 20:50 Die ungebrochene Macht der Tech Milliardäre 30:16 Klima, Wasser und KI 37:45 Kreditvergabe für die KI 44:30 Können wir die Krise umgehen? 48:15 Outro

Pick Your Battles: Bodo Ramelow – Direkte Demokratie, Arbeit, Religion & ländlicher Raum - Heinrich-Böll-Stiftung

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Wie viel direkte Demokratie braucht unsere Republik? Wie gehen wir als Demokrat:innen mit antidemokratischen Kräften um? Und warum braucht Politik mehr Orte, an denen Menschen sich begegnen und selbst ermächtigen können? Darüber spricht unser Vorstand Jan Philipp Albrecht mit Bodo Ramelow. Bodo Ramelow ist Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke und war von 2014 bis 2024 Ministerpräsident des Freistaats Thüringen. Zuvor war er als Gewerkschafter aktiv. Über viele Jahre hinweg prägte er die Landespolitik in Thüringen und ist bundesweit eine der bekanntesten Stimmen seiner Partei. Seit 2025 ist er wieder Mitglied und Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Er bezeichnet sich selbst als „Christ und Sozialist“ und mischt sich regelmäßig in öffentliche und parteiinterne Debatten ein. In dieser Folge diskutiert er mit Jan Philipp Albrecht über direkte Demokratie, Bürgerräte und die Frage, wie mehr Beteiligung die repräsentative Demokratie stärken kann. Dabei geht es auch um den Umgang mit Antidemokrat:innen, um die AfD, demokratische Abgrenzung und die Frage, welche Werte in unserem Grundgesetz verankert sind. Weitere Themen sind Arbeit in der Neuen Republik, der Wert von Arbeit in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, Kirchen als gesellschaftliche Räume, Teilhabe im ländlichen Raum sowie die Frage, wie sich Menschen vor Ort selbst organisieren können. Bodo Ramelow ist gemeinsam mit Ilko-Sascha Kowalczuk Autor des Buches „Die neue Mauer. Ein Gespräch über den Osten“. KAPITEL 05:30 Direkte Demokratie 13:42 Umgang mit Antidemokrat:innen 25:16 Arbeit in der Neuen Republik 34:30 Religion 43:12 Teilhabe im ländlichen Raum 54:10 Digitalisierung politischer Debatten PODCAST ABONNIEREN Spotify: https://open.spotify.com/show/4hPLhbq1V2zkW8LqziFoUQ Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/pick-your-battles/id1769193820 RSS-Feed: https://pick-your-battles.podigee.io/feed/mp3 boell.de: https://www.boell.de/de/podcasts/pick-your-battles ÜBER DAS FORMAT „Pick Your Battles“ ist das konstruktive Streitformat der Heinrich-Böll-Stiftung: Sechs Begriffe, jeweils sechs Minuten Diskussion – über politische Konflikte und gesellschaftliche Debatten. „Pick Your Battles“ auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLQoUnPhwq7cyORqZ8HvDeTTku7owXSuFV WEITERFÜHRENDE LINKS Bodo Ramelow im Deutschen Bundestag: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/ramelow_bodo-1046672 Website von Bodo Ramelow: https://www.bodo-ramelow.de/ Bodo Ramelow und Ilko-Sascha Kowalczuk: Die neue Mauer. Ein Gespräch über den Osten: https://www.chbeck.de/kowalczuk-ramelow-gespraech-ueber-osten/product/38903662 Mehr Demokratie e.V.: Direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung: https://www.mehr-demokratie.de/ Die Neue Republik – Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/ Foto JPA: © Sibylle Fendt, Foto BR: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, Bearbeitung: hbs.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Atomkraft und grüne Bewegung (7/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Talkrunde 2: Atomkraft, Risikotechnologien und die grüne Bewegung in Deutschland zwischen Geschichte und Gegenwart - Rebecca Harms, Anti-Atomkraft-Aktivistin, ehemalige MdEP und Vorsitzende der Fraktion Die Grüne/ Europäische freie Allianz - Jochen Ahlswede, Physiker und Politikwissenschaftler, Leiter der Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation im BASE - Bundestamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung - Frank Uekötter, Technik- und Umwelthistoriker, Professor an der Ruhr Universität Bochum - Carla Reemtsma, Klimaaktivistin, Sprecherin von Fridays for Future Deutschland Moderation: Karena Kalmbach, Technik- und Umwelthistorikerin „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Carla Reemtsma (3/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Tschernobyl und die neue Generation der Umweltbewegung - Carla Reemtsma, Klimaaktivistin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Geschichte und ihre neue Gegenwart - Tschernobyl-Erbe in Europas Osten (6/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Talkrunde 1: Bedeutung des Tschernobyl-Erbes in Europas Osten - Tatyana Novikova, M.S. Sustainability, Umweltaktivistin und Autorin, Senior Affiliate bei Ecohome, USA - Tobias Münchmeyer, Kampagnendirektor für Europa, Greenpeace - Olexi Pasyuk, Geschäftsführer der Umweltorganisation „Ecoaction“, Ukraine - Tatiana Kasperski, Senior Researcher für Nuklear- und Umweltgeschichte, Södertörn Universität, Schweden Moderation: Walter Kaufmann „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Olexi Pasyuk (5/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung
Deja-vus in der Ukraine? Nukleare Sicherheit im russischen Angriffskrieg - Olexi Pasyuk, Geschäftsführer der Umweltorganisation „Ecoaction“, Ukraine „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Tatiana Kasperski (4/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung
Das ‚friedliche Atom' als Mittel der russischen Kriegsführung - Tatiana Kasperski, Senior Researcher für Nuklear- und Umweltgeschichte, Södertörn Universität, Schweden „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Frank Uekötter (2/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung
Betrachtungen eines Jahrestags: Impulsvorträge 40 Jahre Tschernobyl - Frank Uekötter, Technik- und Umwelthistoriker, Professor an der Ruhr Universität Bochum „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

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