Podcast-Episode

Digital, kreativ, weiblich – Strategien der Gen Z Bewegungen

Wie verändert die Gen Z weltweit Protestkultur – und warum müssen Frauen als Anführerinnen dieser Bewegungen sichtbar bleiben?

Zitat der Folge

„Ich denke, die Frauen, die die Proteste anführen, haben die Deutungshoheit fest im Griff. Sie werden nicht zulassen, dass irgendjemand sie ins Abseits drängt. Und genau deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben, um sicherzustellen, dass die Frauen, die die Führung übernehmen, als die Anführerinnen der Bewegung anerkannt werden.“

Emitomo Tobi Nimisire, Autorin, Forscherin und Beraterin für reproduktive Rechte, Nigeria

Episodenbeschreibung

Seit den 2020er Jahren gehen weltweit junge Menschen gegen autoritäre Regime, Korruption und wirtschaftliche Unsicherheit auf die Straße – unter anderem in Nepal, Indonesien, Madagaskar, Nigeria oder auf den Philippinen. Die Gen Z nutzt Internetplattformen, soziale Medien und kreative Protestformen, um sich zu organisieren, Öffentlichkeit zu schaffen und politischen Druck aufzubauen.

In vielen dieser Bewegungen spielen Frauen eine zentrale Rolle: als Organisatorinnen, Identifikationsfiguren, Aktivistinnen oder Teilnehmerinnen. Trotzdem bleiben sie in der Medienberichterstattung oft unsichtbar. Und selbst wenn Proteste politische Veränderungen oder Regimewechsel anstoßen, gelangen Frauen nicht automatisch in politische Verantwortung.

Die Heinrich-Böll-Stiftung untersucht in ihrem Gen-Z-Dossier „Gen Z: Voices of a Global Generation“ Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Bewegungen. In dieser Folge sprechen wir mit Aktivistinnen, Autorinnen, Forscherinnen und Künstlerinnen aus Nigeria, Nepal, Indonesien und Sri Lanka über Protest, Geschlechtergerechtigkeit, politische Teilhabe und die Frage, was die Gen Z weltweit verbindet.

Kapitel mit Zeitmarkierungen

• (00:00) – Definition der Generation Z

• (04:53) – Proteste für Gerechtigkeit im Fall Ocania

• (08:18) – Discord als politische Diskussionsplattform

• (12:05) – Rapper als Regierungschef in Nepal

• (15:12) – Frauen in Protestbewegungen

• (17:53) – Reden über Burnout und Mentorship

• (22:50) – Rückschritte und Proteste in Bangladesch

• (24:11) – Frauen als Anführerinnen der Bewegung

Unsere Expert*innen

Emitomo Tobi Nimisire
• Autorin, Forscherin und Beraterin für reproduktive Rechte, Nigeria

Loveth Liberty
• Autorin und Spoken-Word-Performerin, Nigeria

Sanskriti Pandey
• Aktivistin für die Anliegen junger Menschen sowie für sexuelle und reproduktive Rechte, Nepal

Sarthak Bhattarai
• Aktivist für politische Reformen, Nepal

Michelin Sallata
• Aktivistin für die Rechte indigener Menschen, Indonesien

Sulochana Peiris
• Dokumentarfilmerin, Forscherin und Autorin, Sri Lanka

Hintergründe auf boell.de

• Web-Dossier „Gen Z: Voices of a Global Generation“: [🔗 https://www.boell.de/en/gen-z-voices-global-generation]

Weiterführende Artikel und Quellen

• Loveth Liberty: „In Another Story“ – Spoken-Word-Gedicht: [🔗 https://www.boell.de/en/2023/11/12/another-story]

„Dry“ – Spielfilm über Kinderehe und sexualisierte Gewalt von Stephanie Linus: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=yctwblYQl4g]

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Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Mandy und Jule jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.

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Credits: CC-BY-NC-ND, Urheberin ist kat dems; Bearbeitung: hbs.

Diese Folge ist ein Teil der Podcastreihe:
Beschreibung

Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt.

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