Die NATO in einer veränderten Welt - Auslaufmodell oder unverzichtbare Allianz?

26. Februar 2009

Datum
Freitag, 6. und Samstag, 7. März 2009 

Tagungsort
Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin-Mitte

Unter anderem mit:

Sabine Adler
Die Leiterin des Deutschlandradio-Hauptstadtstudios wurde 1963 in Zörbig, Sachsen-Anhalt, geboren. Ab 1982 studierte sie Journalistik in Magdeburg und sammelte praktische Erfahrungen während eines Zeitungsvolontariates. Anschließend war sie für verschiedene Radiosender tätig, u. a. für die Deutsche Welle. Ab 1997 arbeitete Sabine Adler beim Deutschlandfunk und ab 1999 für sechs Jahre als Russlandkorrespondentin für das Deutschlandradio in Moskau. 2005 schloss sie sich der Parlamentsredaktion des Deutschlandradios in Berlin an. 2007 wurde sie Leiterin des Hauptstadtstudios. Neben ihrer Hörfunk-Tätigkeit ist die Journalistin Mitglied bei Women in International Security (WIIS), Reporter ohne Grenzen und des Nahost-Beirates.

Afifa Azim
Die afghanische Aktivistin Afifa Azim wurde in Kabul geboren. 1981 nahm sie eine Lehrtätigkeit auf. Drei Jahre später wechselte sie den Beruf und wurde Bankerin. Bis Afifa Azim 1990 durch den Bürgerkrieg dazu gezwungen wurde, ins pakistanische Peschawar umzusiedeln, arbeitete sie für sechs Jahre bei der Pashtani Tejari Bank in Kabul. Seit über 25 Jahren engagiert sich Afifa Azim für Frauen- und Kinderrechte. In Flüchtlingscamps arbeitete sie mit Save the Children zusammen und schulte Sozialarbeiter im Bereich Kinderfürsorge, Community Development, Menschenrechte und Gender Awareness. 1995 war Afifa Azim Mitbegründerin des Afghan Women’s Network (AWN), ein überparteiliches Netzwerk, bestehend aus 24 afghanischen, von Frauen geführten Non-Profit-Organisationen und über eintausend Frauen aus Peschawar und Afghanistan. Sie war außerdem Mitglied von „Gender“, einer Beratergruppe des afghanischen Frauenministeriums, und Mitglied des National Committee of Constitution Election sowie des Afghan American Council. Heute ist Azim Direktorin des AWN in Kabul.

Marieluise Beck
Marieluise Beck ist Abgeordnete des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses; zudem Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Die Länder Ost-, Südosteuropas und Zentralasiens sind die Arbeitsschwerpunkte der Außenpolitikerin und ehemaligen parlamentarischen Staatssekretärin. Seit März 1980 ist sie Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Marieluise Beck war Abgeordnete des Deutschen Bundestages von 1983 bis 1985, von 1987 bis 1990 und ist es erneut seit 1994. Zwischen 1991 und 1994 war sie Mitglied der Bremischen Bürgerschaft; von 1998 bis 2002 Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen und anschließend bis 2005 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; gleichzeitig auch Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Marieluise Beck ist Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Vorstandsmitglied in der Hilfsorganisation „Brücke der Hoffnung“, Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker und Mitglied des BUND.

Marc Berthold
Seit Juli 2008 ist Marc Berthold Referent für Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Der Politikwissenschaftler war von April 2007 bis Juni 2008 Referent für Klima- und Energiepolitik im Büro der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, im Deutschen Bundestag. Von August 2001 bis März 2007 war er als Programmkoordinator für transatlantische Klimapolitik und das globale Dialogprogramm des Nordamerika-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington D.C. verantwortlich. Marc Berthold beriet daneben das Büro Tel Aviv der Heinrich-Böll-Stiftung von Dezember 2005 bis April 2006 im Bereich Klima- und Energiesicherheit.

Reinhard Bütikofer
Der 1953 in Mannheim geborene Bundespolitiker studierte Philosophie, Geschichte und Sinologie in Heidelberg. Dort begann sein politisches Engagement: zunächst als Studentenvertreter, ab 1982 dann in der Grün-Alternativen Liste. Seit 1984 ist Reinhard Bütikofer Mitglied der Grünen. Im selben Jahr wurde er zum Stadtrat in Heidelberg gewählt und 1988 in den baden-württembergischen Landtag, wo er bis 1996 als finanzpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion tätig war. 1997 wurde er Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, zwei Jahre später Bundesgeschäftsführer sowie Vorsitzender der Grundsatzprogrammkommission von Bündnis 90/Die Grünen. Bis 2008 bekleidete er das Amt des Bundesvorsitzenden der Partei.

Ruth Ciesinger
Seit 2004 ist Ruth Ciesinger Politikredakteurin des Tagesspiegel in Berlin. Neben deutscher und amerikanischer Außenpolitik berichtet sie über die UNO, den Atomstreit mit dem Iran und die Länder Afghanistan, Nordkorea, China, Indien und Pakistan. Sie beschäftigt sich dabei insbesondere mit Pakistan. Im Rahmen eines Stipendiums des American Council on Germany arbeitete sie 2006 in der Redaktion des San Francisco Chronicle. Bevor die international ausgebildete Journalistin zum Tagesspiegel wechselte, arbeitete sie beim Inforadio, dem Nachrichtensender des RBB. Sie absolvierte ein Studium Generale an der Sorbonne in Paris, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und studierte Politikwissenschaft, Jura und Wirtschaftswissenschaften an der LMU in München und an der University of Edinburgh. Sie ist regelmäßige Teilnehmerin der Konferenzen des Aspen Young Fellows Program.

Ralf Fücks
Die Schwerpunkte des seit 1996 amtierenden Vorstandes der Heinrich-Böll-Stiftung liegen auf den Themen nachhaltige Entwicklung, Migration, Zukunft Europas und internationale Politik. Er ist verantwortlich für die Strategie- und Programmentwicklung in den Bereichen politische Bildung im Inland, Europa und Nordamerika, für die „Grüne Akademie“, das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung sowie für das Archiv „Grünes Gedächtnis“. Ralf Fücks studierte Sozialwissenschaften, Ökonomie und Geschichte, engagierte sich in der Studentenbewegung Heidelbergs und Bremens und gehörte in den 70er Jahren einer ultralinken Gruppe an. 1982 ging er zu den Grünen und war anschließend von 1985 bis 1989 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. 1989 wurde er zum Sprecher des Bundesvorstandes der Grünen gewählt. Zwei Jahre später kehrte er vorerst wieder in die Bremer Politik zurück, wurde Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz und Bürgermeister in der Bremer „Ampelkoalition“.

Sherri Goodman
Sherri Goodman ist Chefsyndikus und Mitglied der Geschäftsführung von CNA, einer Non-Profit-Forschungseinrichtung, die Analysen und Konzepte für Akteure und öffentliche Einrichtungen im Bereich nationale Sicherheitspolitik erarbeitet. Zuvor war sie Leiterin des Military Advisory Boards für das CNA-Projekt „National Security and the Threat of Climate Change and Energy Climate Security“. Von 1991 bis 2001 war Sherri Goodman Vize-Unterstaatssekretärin im Verteidigungsministerium. Als Anwältin arbeitete sie u.a. für Goodwin Procter und für das Senate Armed Services Committee, als auch für die RAND Corporation. Sherri Goodman ist Mitglied im Vorstand des Atlantic Council of the US, der National Academy of Sciences' Energy & Environmental Systems, des Marshall Legacy Institute, der Woods Hole Oceanographic Institution und Mitglied des Council on Foreign Relations, wo sie an dem Projekt „Confronting Climate Change: A Strategy for U.S. Foreign Policy“ mitarbeitete. Goodman studierte an der Harvard University Jura und besitzt einen weiteren Abschluss in Public Policy der Harvard's John F. Kennedy School of Government.

Przemysław Grudziński
Przemyslaw Grudziński ist Staatsminister im Außenministerium der Republik Polen und gilt als Experte auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik und politischer Strategiefragen. Der promovierte Wissenschaftler und Politiker war 1992/93 stellvertretender Verteidigungsminister Polens und von 2000 bis 2005 polnischer Botschafter in den USA. Seine akademische Laufbahn hatte ihn bereits mehrfach in die USA geführt. Er war u.a. zweimal Stipendiat an der Princeton University (1979 und 1988). Przemyslaw Grudziński lehrte außerdem als Gastprofessor am Zentrum für Internationale Studien der University of California in Los Angeles (UCLA) und am George C. Marshall Center for Security Studies in Garmisch-Patenkirchen.

Ulrike Guérot
Die Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations war von 2004 bis 2007 Senior Transatlantic Fellow am German Marshall Fund. Zuvor war sie von 2000 bis 2003 Leiterin der EU-Abteilung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. in Berlin. Die Expertin auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen unterrichtete an der Johns Hopkins Universität in Washington D.C., war Forschungsmitglied der Notre Europe in Paris und arbeitete im Deutschen Bundestag für den Auswärtigen Ausschuss. In zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften hat Guérot Texte zu europäischen und transatlantischen Themen veröffentlicht. Regelmäßig wird Guérot in den Medien zu EU-Themen befragt. Unlängst wurde sie mit dem „Ordre pour le Merite" für ihr Engagement mit Bezug zur europäischen Integration ausgezeichnet.

Ejaz Haider
Der pakistanische Journalist Ejaz Haider ist Mitherausgeber und Kolumnist der Daily Times, einer 2002 gegründeten, liberalen, englischsprachigen Tageszeitung mit Redaktionssitz in Lahore. Zu Haiders Themenfeldern zählen die Indien-Pakistan Beziehungen nach den Mumbai-Anschlägen sowie die Diskussion um die Nuklearmacht Pakistan, hier insbesondere die Gefahr der Proliferation (Haider recherchierte u.a. zu Abdul Qadeer Khan, dem Vater der pakistanischen Atombombe, und dessen illegalen Netzwerk für den Verkauf von nuklearen Blaupausen in den Iran, Nordkorea und Libyen. In seinen Artikeln beschäftigt sich Ejaz Haider u.a. mit der Frage, ob und wann dieses Nuklearwaffenpotenzial in die Hände von Taliban und al-Qaida fallen könnte.

Dan Hamilton
Dan Hamilton ist Direktor des Zentrums für Transatlantische Beziehungen an der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins Universität in Washington D.C. sowie Leiter des American Consortium on EU Studies (ACES), einer Kooperationseinrichtung verschiedener Universitäten. Hamilton war u.a. als Deputy Assistant Secretary für Europäische Angelegenheiten beim amerikanischen Außenministerium verantwortlich für Fragen rund um NATO, OSZE und transatlantische SicherheitspolitikSicherheitsfragen, sowie für die Stabilisierung des Balkans. In Berlin war Hamilton als Berater der U.S.-Botschaft tätig sowie von 1982 bis 1990 Direktor des Aspen Institutes. 2008 unterrichtete Hamilton an der Berliner Hertie School of Governance.

Mark A. Heller
Der Harvard-Absolvent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for National Security Studies (vormals Jaffee Center for Strategic Studies) an der Universität Tel Aviv. Mark Heller studierte an der Universität Toronto, bevor er für weitere Studien an die Harvard University wechselte, wo er einen Master in Middle Eastern Studies und einen Ph.D. in Politikwissenschaft machte. Seit 1979 arbeitet Heller mit dem Institute for National Security Studies zusammen. Er lehrte internationale Beziehungen an der Universität Tel Aviv und an amerikanischen Universitäten, u.a. an der University of California und an der Cornell University. Daneben war er 1991 Forschungskoordinator an dem Canadian Institute for International Peace and Security und 1992 Gastprofessor an der Harvard University. Ein weiterer Forschungsaufenthalt führte Mark Heller 1999 an das International Institute for Strategic Studies und 2008 als Public Policy Scholar an das Woodrow Wilson International Center.

Bastian Hermisson
Bastian Hermisson ist Referent des EU/Nordamerika-Referates Regionalreferates der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Zuvor war er als Referent für Außen- und Sicherheitspolitik für die Stiftung tätig; daneben als Leiter des Programms „Transatlantische Beziehungen“ der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington D.C. Bevor er in die Stiftung eintrat, arbeitete er drei Jahre als Berater für Außen-, Sicherheits- und Umweltpolitik für die Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag. Zuvor forschte er für das Zentrum Demokratische Kultur Berlin zum Thema Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Bastian Hermisson arbeitete für verschiedene U.S.-amerikanische Organisationen in Cambridge, MA, und in New London, CT. Er besitzt einen M.A. in Ethnologie und Geographie und studierte an der Humboldt Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und am Connecticut College, New London, CT.

Sergey Lagodinsky
Sergey Lagodinsky, Mitglied des Global Public Policy Institute in Berlin, ist Fachmann für transatlantische Beziehungen, deutsche Außenpolitik und Internationales Recht sowie für deutsches Verfassungsrecht. Lagodinsky war in der Vergangenheit unter anderem auf BBC World Service, Deutschlandradio und Radio Liberty zu hören und ist regelmäßiger Kommentator auf den Fernsehkanälen Kanälen der Deutsche Welle, RTVi und N24. Die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Financial Times Deutschland, das Handelsblatt und anderen überregionale Zeitungen veröffentlichten seine Beiträge. Zwischen 2003 und 2008 war der in Göttingen ausgebildete Jurist Programmdirektor und politischer Berater des Berliner Büros des American Jewish Committee (AJC). Seit Januar 2008 ist Sergey Lagodinsky, der neben seinem deutschen Universitätsabschluss auch einen Master of Public Administration (Harvard) hat, Vize-Sprecher der Assembly of Representatives of the Berlin Jewish Community. Sein von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördertes Promotionsprojekt steht kurz vor der Fertigstellung.

Kerstin Müller
Die Außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde 1963 geboren. Seit 1994 ist die Volljuristin Mitglied des Deutschen Bundestages. Seitdem war sie bis 2002 Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2005 amtierte sie als Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Seit November 2005 ist Kerstin Müller Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie Außenpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Außenpolitikerin sind Globalisierung, UNO, transatlantisches Verhältnis, Menschen- und Frauenrechte, zivile Krisenprävention, Nahost, Afrika, Afghanistan und Iran. Kerstin Müller ist neben ihrer politischen Tätigkeit u.a. Mitglied der Deutschen Afrikastiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Winfried Nachtwei
Winfried Nachtweit ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er sicherheits- und abrüstungspolitischer Sprecher, Obmann im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss Abrüstung und Rüstungskontrolle. Zudem ist er Mitglied der NATO-Parlamentarierversammlung und weiterer Parlamentariergruppen (Baltikum, Belarus, Zentralasien, Israel, SADC). Der 1946 geborene Nachtwei war als Student in Münster und Göttingen in der Studenten- und Internationalismusbewegung aktiv, sowie in K-Gruppen. Der ehemalige Lehrer für Geschichte und Sozialwissenschaften war Gründungsmitglied der GAL/GRÜNEN in Münster. In den 80er Jahren engagierte sich Winfried Nachtwei in der Friedensbewegung und als langjähriger friedenspolitischer Sprecher der GRÜNEN NRW. Heute ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN). Er veröffentlichte u.a. Texte zur Kolonialgeschichte Namibias, zur Geschichte des Rigaer Ghettos und dem Schicksal der Holocaust-Überlebenden im Baltikum, zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr (Balkan, Afghanistan, Kongo, Horn von Afrika), sowie zu Stand und Perspektiven der zivilen Krisenprävention. Winfried Nachtwei wurde 2003 in die Liste der Persönlichkeiten der präventiven Diplomatie bei den Vereinten Nationen aufgenommen. Damit wird er künftig von der UNO bei politisch sensitiven Vermittlungstätigkeiten in der Frühphase sich abzeichnender Konflikte eingesetzt.

Claudia Roth
Claudia Roth ist Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, zuvor bereits von 1998 bis 2001. 1985 wurde die Bundespolitikerin Pressesprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Von 1989 bis 1998 war sie Mitglied des Europaparlaments, ab 1994 Fraktionsvorsitzende der europäischen Grünen. Sie war u.a. Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Politik und Mitglied des Unterausschusses „Menschenrechte“. 1998 wurde Claudia Roth zur Vorsitzenden des damals neu konstituierten Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe gewählt. Außerdem war sie Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union. Von März 2003 bis Oktober 2004 war Claudia Roth Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt. 2001 wurde sie erstmals Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. 2004, 2006 und 2008 wurde sie wieder gewählt.

Ralf Schnurr
Der zivile Stellvertreter des Leiters des Einsatzführungsstabs beim Bundesministerium der Verteidigung in Berlin trat 1977 in die Bundeswehr als Offizieranwärter der Luftwaffe ein. Ein Jahr später begann er sein Studium der Luft- und Raumfahrtechnik, das er 1982 abschloss. Von 1982 bis 1989 war Ralf Schnurr Offizier im Flugabwehrraketendienst. Es folgte bis 1991 ein Referendariat und das Große Staatsexamen beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung. Bevor der Militärexperte 1993 Referent beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung wurde, war er Fellow am Canadian Defence Research Fellow in Quebec, Kanada. Ab 1996 war Ralf Schnurr Referent und Referatsleiter in der Hauptabteilung Rüstung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) tätig, woran sich ab 2004 eine Tätigkeit als Büroleiter des Staatssekretärs für Finanzen und Wirtschaft im BMVg und danach die Leitung Einsatzberatung im Einsatzführungsstab des BMVg anschlossen.

Šádí Shanaáh
Der 1982 geborene Fachmann für auswärtige Politik der tschechischen Grünen Strana zelených studierte Contemporary European Studies an der Universität Cambridge und am Pembroke College. Er arbeitet als Berater für Ondřej Liška (Minister für Bildung, Jugend und Sport) und ist Mitglied der Fachgruppe für Außenpolitik der tschechischen Grünen. Šádí Shanaáh lehrt Europäische Integration sowie Geschichte und Politik des Mittleren Ostens.

Jeremy Shapiro
Der Forschungsdirektor des Center on the United States and Europe (CUSE) der Brookings Institution in Washington D.C. studierte in Harvard, am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an der John Hopkins University. Bevor er zur Brookings Institution wechselte, arbeitete Shapiro im Bereich der Software-Entwicklung, als Sicherheitsanalyst der RAND-Corporation in Washington D.C., sowie am MIT. Neben seiner jetzigen Forschungstätigkeit lehrt der Sicherheits-Fachmann an der Georgetown University. Zurzeit arbeitet Shapiro für die Brookings Institution an einem Projekt über die Rolle Europas im Kampf gegen den Terrorismus und die Erfahrungen europäischer Terrorismus-Bekämpfung. Shapiro hat Afghanistan in den vergangenen Jahren mehrfach bereist und dabei vor allem das Verhältnis zwischen Militär und Zivilisten untersucht.

Jamie Shea
Jamie Shea ist Direktor im politischen Planungsstab des NATO-Generalsekretärs in Brüssel. Der promovierte Historiker und Oxford-Absolvent wurde 1993 Sprecher der NATO, ab 2000 arbeitete er als Direktor des Büros für Information und Presse. Seit 2005 ist er Direktor des Planungsstabs, wo er vor allem für strategische Fragestellungen der Allianz zuständig ist. Neben seiner beruflichen Tätigkeit für das Verteidigungsbündnis lehrt Shea u. a. am Europa-Kolleg im belgischen Brügge.

Constanze Stelzenmüller
Die Direktorin des Berliner Büros des German Marshall Fund promovierte in Rechtswissenschaft an der Universität Bonn. An der Harvard’s Kennedy School of Government absolvierte sie einen Master in Public Administration und war an der Harvard Law School als Gastforscherin tätig. Sie war Stipendiatin der New York University, GMF-Stipendiatin am Grinnel College und am Woodrow Wilson Center in Washington D.C. Ab 1994 schrieb sie für DIE ZEIT über Menschenrechte, Flüchtlingskrisen und die Vereinten Nationen. Dabei war sie für die Berichterstattung über Konflikte in Ruanda, Kongo und Eritrea zuständig. Von 1998 an arbeitete sie als Redakteurin für Fragen der Verteidigungspolitik und der internationalen Sicherheit. Dabei berichtet sie bisher über ein breites Spektrum an Themen, von der NATO über die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die militärische Intervention im Kosovo und in Afghanistan, den Kampf gegen Terror, den Irak, bis hin zur deutschen Außenpolitik und den transatlantischen Beziehungen.

Oliver Thränert
Oliver Thränert ist Mitglied der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Seit Juli 2008 ist er Senior Fellow für Fragen der internationalen Nichtverbreitungspolitik und Rüstungskontrolle der Stiftung Wissenschaft und Politik – Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin. Er leitete dort von Juli 2002 bis Juni 2008 die Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, für die er seit September 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Von 1986 bis August 2001 war Oliver Thränert im Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und in Berlin tätig. Im Sommer 2000 unterrichtete er am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Von 1990 bis 1993 war Oliver Thränert Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der TH Darmstadt und im Sommer 1991 Gastwissenschaftler an der Queen’s University in Kingston/Ontario.

Dmitri Trenin
Dmitri V. Trenin leitet das Moskauer Büro der amerikanischen Carnegie-Stiftung. Bis 1993 diente er 23 Jahre in der Armee, unter anderem als Verbindungsoffizier der sowjetischen Militärmission in Potsdam und in der Delegation bei den Genfer Abrüstungsgesprächen. Zwischen 1993 und 1997 forschte Trenin am NATO Defence College in Rom und war zudem am Institute of Europe in Moskau tätig.

Jürgen Trittin
Der studierte Sozialwissenschaftler ist Mitglied des Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Nach dem Studium arbeitete der 1954 geborene Politiker als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Pressesprecher und freier Journalist. Seit 1980 ist er Mitglied der Grünen. Von 1990 bis 1994 war Trittin Niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Mitglied des Deutschen Bundesrates und Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund – nachdem er bis 1990 Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion gewesen war. Von 1994 bis 1998 war er Parteivorsitzender der Grünen und anschließend bis 2005 Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie Mitglied des Deutschen Bundestages. Seitdem ist er Vizefraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und seit 2000 Mitglied des Parteirates.

Karsten D. Voigt
Der Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt in Berlin und Experte in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik studierte Geschichte, Germanistik und Skandinavistik in Hamburg, Frankfurt und Kopenhagen. Von 1969 bis 1973 war Karsten D. Voigt Vorsitzender der Jungsozialisten, sowie Mitglied des SPD-Bundesvorstandes von 1984 bis 1995 und Vorstandsmitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas von 1985 bis 1994. Zwischen 1976 und 1998 war Karsten Voigt Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1977 bis 1998 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, deren Präsident er für zwei Jahre ab 1994 war. Von 1983 bis 1998 arbeitete Voigt als Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Im Januar 1999 übernahm er das Amt des Koordinators für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit. Außerdem ist er u.a. Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), im Kuratorium des Aspen-Institutes, im internationalen wissenschaftlichen Beirat des Alliierten Museums Berlin (Vorsitzender), im Kuratorium des Einstein Forums Potsdam, sowie in den Beratungsausschüssen der Graduate School of North American Studies der Freien Universität Berlin, des Center for German and European Studies der Universität von Minnesota und des Center for International Governance Innovation in Waterloo, Kanada.

Nick Witney
2004 wurde Nick Witney von Javier Solana gebeten, das Projektteam zur Erarbeitung eines Konzeptes für die European Defence Agency (EDA) zu leiten. Nachdem der Europäische Rat die erarbeiteten Vorschläge 2004 angenommen hatte, wurde Witney Gründungsdirektor der Institution. Zuvor hatte der Arabisch-sprechende Diplomat am Corpus Christi College in Oxford gelehrt, gefolgt von einer Laufbahn im britischen Außen- und im Verteidigungsministerium, was ihn nicht nur in den Libanon und nach Jordan geführt hatte, sondern auch nach Bagdad, sowie vier Jahre als persönlicher Referent des britischen Botschafters nach Washington. Als ehemaliger Chef der European Defence Agency ist Witney heute in Brüssel als Berater im Bereich Verteidigung tätig, wobei er in erster Linie mit dem Pariser Büro des European Council on Foreign Relations zusammenarbeitet. Sein Bericht mit dem Titel “Re-energising Europe’s Security and Defence Policy” wurde vom European Council on Foreign Relations (ECFR) im Juli 2008 veröffentlicht.