Deutsche Entwicklungspolitik im Spannungsfeld globaler Krisen

Deutsche Entwicklungspolitik im Spannungsfeld globaler Krisen

Dossier

Mann im Anzug vor wolkigem Himmel steht auf einem Labyrinth
Foto: © Shutterstock

Weiterdenken! Deutsche Entwicklungspolitik im Spannungsfeld Globaler Krisen

Klimawandel, Welternährungskrise und Armut sind globale Herausforderungen, auf die die internationale Entwicklungspolitik in den kommenden Jahren reagieren muss. Die Finanzkrise hat alle Länder getroffen, insbesondere jedoch in den ärmsten Ländern Entwicklungsfortschritte zunichte gemacht.

Die deutsche Entwicklungspolitik steht angesichts der Mehrfachkrisen vor Ressort übergreifenden Herausforderungen, die durch das Auftreten neuer Akteure aus den Schwellenländern und privater Geber zusätzlich wachsen.

Politikkohärenz – der kategorische Imperativ wirkungsorientierter Entwicklungspolitik

Politikkohärenz für Entwicklung – also die Zielkompatibilität verschiedener Ressorts bezogen auf die entwicklungspolitischen Ziele der Bundesregierung - ist ein politischer Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), zu dem sich auch Deutschland verpflichtet hat. Demnach müssen z. B. die Ziele von Außenwirtschaftsförderungspolitik, von Handels- und Klimapolitik - oder auch die Rohstoffstrategie der Bundesregierung - verpflichtend mit den Entwicklungszielen in Einklang gebracht werden. Doch in der Praxis ist Politikkohärenz allzu oft ferne Realität.

Reformdiskussion

Nach einem Jahr schwarz-gelber Regierungsarbeit will die Heinrich-Böll-Stiftung das Spannungsfeld nationaler, europäischer und internationaler Entwicklungspolitik kritisch ausleuchten und Reformperspektiven für die Entwicklungszusammenarbeit aufzeigen.

Das Konferenz-Dossier bietet thematische und Länderstudien und Hintergrundlektüre zum breiten Themenfächer der Konferenz.

Weitere Informationen zur Konferenz am 23. und 24. November 2010 im Kalender-Eintrag.

Videomitschnitte

Bilder

Weiterdenken!

Leitthema der Konferenz

„Weiter so ist keine Option“ - Neue Strategien der Entwicklungszusammenarbeit

- 3. Dezember 2010 - Klimawandel, Welternährungskrise und Armut: Die deutsche Entwicklungspolitik sieht sich globalen Krisen gegenüber, die neue Denkansätze fordern. Braucht Deutschland ein Superministerium für globale Fragen? Wie greifen Klimapolitik und Entwicklungszusammenarbeit ineinander? Vernetztes und kohärentes Handeln, in dem einzelne Politikfelder sich nicht konterkarieren, und zwar über nationale Grenzen hinweg, sind das Gebot der Stunde. Ein Bericht von unserer Konferenz Von Marina Zapf und Stefan Schaaf mehr»
Dose und Sichtverpackung mit Tabletten

Sieben Kohärenzsünden der Entwicklungpolitik

- 18. November 2010 - Inkohärente Politik wirkt Entwicklungsaufgaben und globaler Verantwortung entgegen. Sieben Beispiele für Kohärenzsünden auf deutscher, EU- und multilateraler Ebene. Von Heike Löschmann mehr»

Länderstudien

Klimafinanzierung

Studie

Eine Frage der Prinzipien

- 19. November 2010 - Wie kann sichergestellt werden, dass Steuergelder, die für die öffentliche Klimafinanzierung verwandt werden, so fair, effizient und effektiv wie möglich eingesetzt werden? Eine Studie fragt nach Prinzipien und Kriterien, die die öffentliche Hand bei der Vergabe von Geldern für dringende Maßnahmen in Entwicklungsländern zur Anpassung und zur Emissionsverringerung berücksichtigen sollte. Von Liane Schalatek mehr»

Leseempfehlungen

Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe - Profitable Partnerschaft?

- 19. November 2010 - Der 18. Bericht dieser Reihe untersucht die neue Schwerpunktsetzung der Kooperation zwischen dem BMZ und der Privatwirtschaft und analysiert die damit verbundenen Spannungsfelder. Entwicklungspolitische Defizite der derzeitigen Private-Public-Partnership-Programme werden benannt und daraus zukünftige Anforderungen abgeleitet. Von terre des hommes Deutschland und der Deutschen Welthungerhilfe mehr»

OECD-Bericht zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit

- 19. November 2010 - Was die Pisastudie für die Bildungssysteme der OECD-Länder, ist der sogenannte „Prüfbericht“ des Entwicklungsausschusses (DAC) der OECD für die Entwicklungszusammenarbeit der Geberländer. Ungefähr alle fünf Jahre wird ein Geberland von anderen DAC-Mitgliedern durchleuchtet. Dieses Jahr wurde die deutsche Entwicklungszusammenarbeit evaluiert, Kapitel zwei widmet sich der Kohärenzfrage. mehr»

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