20 Jahre 1989: Abgehakt! Was von der friedlichen Revolution bleibt

Ilko-Sascha Kowalczuk auf der Podiumsdiskussion "1989 – Abgehakt! Was von der friedlichen Revolution bleibt"

4. Januar 2010
Von Ilko-Sascha Kowalczuk
Von Ilko-Sascha Kowalczuk

In seinem fulminanten Buch „Die Deutschen und ihre Mythen“ beklagt Herfried Münkler, dass den Deutschen Mythen, also historische Großerzählungen, die identitätsstiftend seien, abhanden gekommen wären. „1989“, so meint er im Schlusskapitel, hätte so ein neuer Mythos werden können. Er spricht nicht von „1989“, sondern vom „9. November“, worauf zurückzukommen sein wird. Jedenfalls steht dem neuen Mythos, so Münkler, nicht nur der historisch belastete Tag – eben der „9. November“ in der deutschen Geschichte – gegenüber, auch dass die kleine DDR bzw. die neugebildeten ostdeutschen Länder nach Art. 23 GG der Bundesrepublik beitraten und dieser historische Vorgang zunehmend als Leistung „großer Männer“ interpretiert wurde, stand einer positiven Mythenbildung entgegen. Hinzu kam schließlich, dass in den Jahren seit 1990 der Osten eine dramatische Transformation mit ungeahnten sozialen Verwerfungen erlebte, deren politische, soziale und mentale Auswirkungen die gesamte Bundesrepublik erfassten, so dass selbst der zarte Wille zur politischen Mythenbildung zusehends verblasste.

Herfried Münkler hat sein Buch zur Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2009 vorgelegt. Seither sind Monate vergangenen, die von den Einen als beispielloser boulevardesker Erinnerungsrummel kritisiert, von Anderen als notwendige Erinnerungs- und Gedenkarbeit begrüßt und von noch Anderen schlicht ignoriert wurden. Wie man auch immer dazu selbst stehen mag, es drängt sich förmlich die Frage unseres heutigen Abends auf: Was hat es gebracht? (Wobei das Ausrufezeichen im Titel einigermaßen überraschend steht und ich es durch ein Fragezeichen ersetze.)

Ich werde in meinen Ausführungen nicht auf wissenschaftliche Debatten eingehen. Um unserer Diskussion Stoff zu geben, gebe ich sechs Beobachtungen wieder und ende dann mit einem kurzen Ausblick auf das nächste Jubiläumsjahr, das ja sage und schreibe in zwei Wochen beginnt.

Die ersten drei Beobachtungen

1. Besonders hervorzuheben ist, dass die Freude an „1989“ nicht zu einer deutschen Nabelschau verkam. Auch wenn in keinem anderen Land „1989“ so zelebriert wurde, wie bei uns, so ist doch fast immer daran erinnert worden, dass „unser 1989“ ohne die veränderten außenpolitischen Rahmenbedingungen nicht denkbar gewesen wäre. Vor allem galt es die Vorgänge in Polen und Ungarn zu berücksichtigen, was meist geschah. Natürlich ist auch Gorbatschows Politik gewürdigt worden, wobei hier aber immer noch das Missverständnis überwiegt, Gorbatschow hätte eine freiheitliche Gesellschaft erstrebt. Tatsächlich wollte er den Kommunismus retten, er war nicht mehr, aber auch nicht weniger als der berühmte Zauberlehrling, der die Geister nicht mehr los wurde, die er vorsichtig rief. Historisch ist ihm anzurechnen, dass er außerhalb der Sowjetunion die Panzer in den Kasernen ließ, moralisch ist dies ein eher zweifelhaftes Verdienst, weil es im Kern bedeutet, wir hätten künftig all jenen zu danken, die uns gerade nicht erschießen. Aber es zeigt natürlich zugleich, was die Menschen von Kommunisten und ihren Diktaturen eigentlich erwarten. Deshalb war es auch wohltuend, dass in der Erinnerung weder diejenige an China 1989 fehlte noch an die Opfer der Kommunisten in den Jahren und Jahrzehnten zuvor. Ebenso war es erfreulich, dass in vielen Veranstaltungen immer wieder die Rede auf Nordkorea, Kuba, Iran, Myanmar oder andere aktuelle Diktaturen kam. Im Kern hat 2009 gezeigt – und dies ist für mich die wichtigste Botschaft – dass wir „1989“ eine europäische Freiheitsrevolution erlebten, dass Freiheit unteilbar ist, dass viele Wege zur Freiheit führen und dass die Menschen mit Freiheit ganz verschiedene Dinge verbinden, die in ihrer Summe alle den unumstößlichen und zentralen Wert einer Gesellschaft ausmachen, nämlich Freiheit, ohne die es weder soziale Gerechtigkeit noch allseitigen Frieden geben kann.

2. Auch wenn wir einige zentrale, an Staatsakte erinnernde Feierlichkeiten erlebten, eindrucksvoll war vor allem, dass das dezentrale, flächendeckende Ereignis „1989“ auch dezentral vielfach erinnert worden ist. Hunderte Kommunen organisierten eigenständige Veranstaltungen und Ausstellungen, Schülerprojekte wurden inszeniert u.v.a. Das Bürgerfest am 9. Oktober 2009 in Leipzig stellte dabei alles in den Schatten, wobei hier besonders überwältigend war, dass sich am Abend bis zu 150.000 Menschen zu einem Lichterfest ohne Showeinlagen und Würstchenbuden zusammenfanden. Auch dass in vielen nord-, süd-, und west-deutschen Regionen Veranstaltungen und Ausstellungen stattfanden, war so vielleicht nicht unbedingt zu erwarten. Meine Beobachtung dabei war, dass diese Veranstaltungen meist nicht nur sehr gut besucht waren (und zwar nicht nur von Menschen mit Osthintergrund), sondern dass die Frage- und Aufnahmebereitschaft, die Neugier eine andere war als noch wenige Jahre zuvor.

3. Irgendwie scheint sich in diesem Jahr endlich durchgesetzt zu haben, dass „1989“ ein Vorgang darstellte, der nicht an Regierungstischen ausgelöst und gesteuert wurde, sondern dass es sich um einen gesellschaftlichen Vorgang handelte, von dem nicht nur alle in Ost wie West gleichermaßen überrascht worden sind, sondern der auch Politiker und Funktionäre in Ost wie West monatelang trieb, ohne dass sie wirklich steuernd eingreifen konnten. Dazu gehört auch, dass sich immer stärker die Einsicht durchsetzt, dass „1989“ zustande kam nicht wegen des einen oder des anderen Grundes, sondern dass wir es mit einem Ursachenbündel zu tun haben, das erst in seiner Summe „1989“ ermöglichte“. Und doch ist auch klar, dass es für eine Revolution immer auch handelnder Menschen bedarf, die in diesem Jahr besonders gewürdigt worden sind. Wohltuend dabei war, dass erstmals der Massenflüchtlingsstrom und die Bürgerrechtsbewegungen nicht gegeneinander gestellt wurden, sondern als zusammengehörig gewürdigt wurden.

Drei weitere Beobachtungen

4. Im Kontrast zu dem letzten Punkt muss allerdings auch gesagt werden, es ist nicht gelungen, den 9. Oktober (Leipzig) als gleichberechtigtes Datum neben dem 9. November (Mauerdurchbruch) zu etablieren. Erst kam die Freiheit, dann die Einheit. Diese simple Einsicht, die dem konkreten historischen Verlauf folgt, ist nicht wirklich angekommen in der Gesellschaft. Am Ende sind doch wieder die „großen Männer“ gewürdigt worden: Kohl und Gorbatschow und Genscher und natürlich auch und immer wieder und zum Missvergnügen historisch bewanderter Menschen Schabowski. Auffällig auch, dass in Deutschland fast immer Reagan und Johannes Paul II. fehlen, beider Verdienste für das Ende des Kommunismus kommen in Deutschland nur wenigen in den Sinn. Gerade am Beispiel Reagans könnte sich gut zeigen lassen, wie noch immer die alten Feindbilder aus den siebziger und achtziger Jahren funktionieren. Aber zurück zur eigentlichen Kritik: die Revitalisierung der Bedeutung „großer Männer“ passt natürlich viel besser in staatstragende Geschichtssichten als die Kraft gesellschaftlicher Selbstbefreiungskämpfe zu würdigen. Mir scheint jedenfalls hier kein Widerspruch zwischen aktueller Machtpolitik und einer dienstbaren Geschichtspolitik vorzuliegen. Denn so sehr „1989“ zunächst einem Legitimitätsschub für die alte Bundesrepublik gleichkam, so sehr steht doch seit 2001 und 2008/09 die Frage: Wie weiter? Wohin? Freiheit und Demokratie bedingen sich ja nicht nur einander, sie eint auch, stetig im Fluss zu sein und nach neuen Ufern zu suchen. In den letzten Jahren aber hatte man schon zuweilen das Gefühl, unser Schiff befinde sich nicht mehr auf Fahrt, sondern ist irgendwo in einem verlotterten Hafen festgezurrt und viele Wächter haben nichts weiter zu tun als aufzupassen, dass sich die Halteleinen nicht lösen. „1989“ in globaler Perspektive aber lehrt: so etwas geht nicht gut. Bevor die Leinen unkontrolliert reißen und eine Irrfahrt beginnt, sollte lieber kontrolliert nach den neuen Ufern, die ja manchmal sichtbarer sind als man glauben mag, gesucht werden.

5. So wie Deutschland der neue Mythos fehlt – und offenbar konnte daran auch 2009 nichts ändern, aber dies werden wir abschließend erst 2050 oder so wissen können – so gibt es auch keinen Gründungsmythos für das neue Europa. Noch immer gilt, was Ralf Dahrendorf schon vor vielen Jahren feststellte: Europa ist eine Kopfgeburt und kommt an die Herzen der Menschen nicht heran. Die Brüsseler Bürokratie mit Gurkenormen oder Glühbirnenverboten ist dabei nicht gerade förderlich. „1989“ wird nur im alten Osteuropa als europäisches Epocheereignis gewürdigt, dabei läge es doch auf der Hand, das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa – nämlich 1989/91 – als neue ureuropäische Grunderfahrung in den Mittelpunkt des binneneuropäischen Selbstverständnisses zu stellen. Dem steht allerdings entgegen, dass in weiten Teilen Europas, in Deutschland zumal, der Kommunismus noch immer nicht als ein von der Grundidee her antifreiheitliches, antisoziales, ungerechtes Gesellschaftsprojekt angesehen wird, dessen Durchsetzung immer und stets nur mit Terror, Verbrechen und Diktatur erfolgen kann. Wer soziale Gleichheit propagiert, ist dazu verdammt, all jenen den Kopf abzuschlagen, die sich dieser Gleichheitsphantasie entgegenstellen - sei es nun politisch bewusst oder wegen der eigenen sozialen Herkunft. Und wer glaubt, die einzige wissenschaftliche Weltdeutung in der Hand zu haben, wie es die Kommunisten eben glauben, wird auch immer skrupellos und mit der Gewissheit historischen Fortschritts Anderen den Kopf abschlagen, sollten sie sich gegen die einzig wahre wissenschaftliche Weltdeutung wehren wollen.

Und noch etwas: Besonders auffällig an den Erinnerungen an „1989“ war und ist, dass sie mehr als ein Fünftel der in Deutschland lebenden Menschen ausspart. Denn weder die Menschen mit Migrationshintergrund noch in Deutschland lebende Ausländer waren hörbar im Erinnerungskanon vertreten. Das verweist zunächst darauf, dass wir es im Kleinen nur schwer hinbekommen, was im Großen (Europa) künftig notwendig sein wird: nämlich unsere Gesellschaften als das wahrzunehmen, was sie sind: eben nicht mehr nur weiß, nicht mehr nur christlich oder atheistisch. Das wirft in unserem Kontext ganz konkret die Frage auf, wie wir in öffentlichen Räumen eigentlich heute und künftig über Vergangenheit reden können, ohne einen Großteil der Bevölkerung schon in diesen Erzählungen zu marginalisieren und damit befestigen, was zum Teil gesellschaftlich ohnehin geschieht. Wie müssten also künftige Curricula aussehen, um dieser Realität gerecht zu werden?

Und schließlich ein Letztes in diesem Punkt: Gewundert hat mich auch, dass der offenkundige oder vorsichtiger - von mir konstatierte historische Zusammenhang zwischen „1989/91“ und dem 11. September 2001 als Symbol nicht thematisiert wurde, nicht wird. Der Wegfall der alten bipolaren Weltordnung sorgte für berechtigten Jubel und Überschwang, vom Ende der Geschichte war bekanntlich sofort und absurder Weise die Rede. Und dann überkam uns ein gänzlich neuer, aber doch ganz alter Weltkonflikt, der an Schärfe und Gefährlichkeit dem alten Ost-West-Konflikt ja nicht nachsteht. Als Historiker – ich bin ja kein Politiker – hilft hier zunächst, endlich neben den Nationalsozialismus/Faschismus und den Kommunismus – über die Schwierigkeit sprach ich bereits – auch den Kolonialismus zu stellen, deren Quellen sich mehr ähneln als unterscheiden. Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg, aber es muss gesagt und immer wieder gefordert werden, weil eben auch hier die Politik als Katalysator für diese Debatten gefordert ist.

6. Die letzte exemplarische Beobachtung: All unsere Debatten der letzten zwanzig Jahre sind praktisch immer wieder von jenen nutzlos und kaputt gemacht worden, die sich mehr um Täter- als um Opferintegration kümmern, die der SED/PDS/Linkspartei immer wieder die Hand reichen und dies auch dann nicht sein lassen, wenn ihnen wie jüngst in Brandenburg der glühende Feuerhaken entgegengehalten wird. Wer nur etwas genauer hingeschaut und gesehen hat, wie die Postkommunisten gerade 2009 versuchten, „1989“ für sich zu instrumentalisieren, der hätte wenigstens erahnen können, dass diese Partei längst keine demokratische ist. Wer sich heute wundert, wie viele hochrangige Systemfunktionäre und natürlich auch Stasi-Spitzel sich in dieser Partei auf Posten und Pöstchen tummeln, der hatte einfach in den letzten Jahren aufgehört, diese Partei genauer anzuschauen. Die SED hat sich nie aufgelöst, ist nie aufgelöst worden, sie besteht juristisch gesehen noch immer, nur unter einem anderen Namen. Das musste sie sogar selbst einräumen, weil alles andere dazu geführt hätte, dass sie ihre Besitztümer endgültig verloren hätte. Auf diese Kontinuität, die sich im Personal symbolisiert, wird zu wenig hingewiesen und die, die es lautstark machen, überziehen wiederum zu häufig, so dass auch ich z.B. dies manchmal nicht mehr hören mag. Aber, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen, Brandenburg ist im Osten überall, leider.

Ausblick: Was folgt daraus?

Erstens muss die historische und politische Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und der DDR und der SED-Diktatur weitergehen. Allen friedensliebenden Schlussstrichbefürwortern ist Einhalt zu gebieten, denn erst sie stören den Frieden.

Zweitens gehört dazu, den zaghaft etablierten Revolutionsbegriff für „1989“ fest zu verankern. Ich will gar nicht wissenschaftlich argumentieren, sondern hier nur geschichtspolitisch: eine Revolution, die von der Gesellschaft gemacht wird, wie „1989“, wird es immer leichter haben, interpretiert zu werden, als etwa eine „Wende“. Nach einer „Wende“ kann man nach „gut“ und „besser“ fragen, gerade Nachgeborene, nach einer „Revolution“ erübrigt sich eine solche Frage. Kein Geschichtsrattenfänger kann dann Nachgeborenen mehr „Gutes“ am Alten erklären, weil die logische Frage, warum denn dann eigentlich eine große Mehrheit das alte System nur noch satt hatte und weg haben wollte, entwaffnet und bloßstellt. Es ging eben nicht um „gut“ oder „schlecht“, sondern nur um „frei“ oder „unfrei“.

Drittens ist im nächsten Jahr (2010) zu befürchten, dass uns die „großen Männer“ noch präsenter sein werden und dass uns historische Verlaufsprozesse als alternativlos gepriesen werden. Dagegen sollte schon jeder, der nicht an gesellschaftlichen und politischen Stillstand als glückselig machenden Zustand glaubt, argumentieren. Denn auch das, was wir 1990 erlebten, war im hohen Maße Prozessen geschuldet, in denen „großen Männer“ getrieben wurden.

Viertens wird immer gefordert: Wir sollen uns unsere Geschichten erzählen. Ja, aber hören wir auch hin? Meine Erfahrung ist, der Westen muss dem Osten pausenlos zuhören und der Westen hört auch noch hin, jedenfalls tut er so. Aber im Osten interessiert sich kaum jemand für die Geschichten aus dem Westen, dort wird nicht einmal so getan, als interessiere man sich dafür. Diese Schieflage muss endlich beendet werden. Auch dies gehört zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Schließlich fünftens und letztens: Natürlich bedürfen wir aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit historischer Jubiläen, um Botschaften zu transportieren und um Debatten zu führen. Aber gerade politisch-historische Auseinandersetzungen brauchen auch Verstetigungen unabhängig von medialen Spots. Dafür braucht man auch Institutionen, die man nicht leichtfertig dem Rotstift opfern sollte. Aber vor allem braucht man diese Auseinandersetzungen, um den Opfern Gehör und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, um Nachgeborene vor totalitären Versuchungen zu immunisieren, um Freiheit und Demokratie zu schützen und zu entwickeln, um die Menschen in Nordkorea oder Myanmar (Birma) oder Kuba nicht zu vergessen, um die Auseinandersetzungen in anderen postdiktatorischen Gesellschaften mit dem eigenen Vorbild zu befördern und um im Spiegel sich selbst und nicht eine Fiktion zu sehen. Ob man für all dies einen Mythos benötigt, ist dann eigentlich schon wieder egal. Frohe Weihnachten!

Über den Autor

Ilko-Sascha Kowalczuk, geboren 1967, hat Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Seit 1990 ist er Mitglied des Unabhängigen Historiker-Verbandes, 1995-98 war er Mitglied der Enquete-Kommission "Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit", 1998-2000 Mitarbeiter der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seit 2001 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der „Birthler-Behörde“ in der Abteilung Bildung und Forschung, zudem assoziierter Forscher bei der Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin. Kowalczuk hat mehrere Bücher und Aufsätze veröffentlicht. Zuletzt das vom Feuilleton sehr beachtete Buch: Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR. Verlag C. H. Beck, München 2009, 602 Seiten, 2., durchges. Aufl. 2009. Er lebt in Berlin.