Estela Schindel

Estela Schindel wurde 1968 in Buenos Aires geboren. Sie hat Kommunikationswissenschaften an der Universität Buenos Aires studiert und war dort anschließend als Dozentin für Technik und Moderne in Lateinamerika, Ideengeschichte und das Verhältnis zwischen Kunst und Medien tätig. Als DAAD-Stipendiatin kam sie 1999 nach Berlin, wo sie an der Freien-Universität Berlin promoviert hat. Ihre soziologische Dissertation ist eine Studie über die argentinische Gesellschaft während der letzten Diktatur und der Entstehung des Begriffs der „Verschwundenen“ anhand der Berichterstattung der Presse.

Nach der Promotion war sie Lehrbeauftragte am Lateinamerika-Institut der FU Berlin, hat ein internationales Symposium zu urbanen Erinnerungskulturen in Berlin und Buenos Aires konzipiert und mitorganisiert sowie die daraus entstandenen Publikationen mitherausgegeben (auf Spanisch vom Büro Cono Sur der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht). Sie war Gründungsmitglied des Kollektivs migrantas, die künstlerische urbane Aktionen mit Migrant/innen durchführt. Als Gutachterin und Autorin war sie für die Organisation InWEnt in mehreren lateinamerikanischen Ländern unterwegs, um für das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt „Gegen das Vergessen“ zu recherchieren, das in El Salvador, Guatemala, Peru, Kolumbien, Bolivien und Paraguay durchgeführt wird und Akteur/innen der Zivilgesellschaft in vergangenheitspolitischen Themen ausbildet.

Sie hat zahlreiche Artikel veröffentlicht, darunter solche zur lateinamerikanischen Vergangenheitsbewältigung, Kunst und Erinnerung im urbanen Raum und zu Migration. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Heidelberg Universität mit einer Forschung über  „Räume der Exklusion und urbanen Alltag“ im Rahmen des ERC-Projekts „Narratives of Terror and Disappearance“.


Estela Schindel ist Moderatorin der Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung "Erinnerungskulturen - Kampf gegen die Straflosigkeit in Argentinien" am 28. September 2010, 18:30.

Zum Warenkorb hinzugefügt: