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- Sa, 25. April 2009 - 11.30–13.30 Uhr - H 3013
Grüner New Deal
Ökologischer Umbau des Kapitalismus oder kurzsichtige Stabilisierung des Systems?
Der UN-Generalsekretär Klaus Töpfer, Greenpeace, Die Grünen, die Regierung Südkoreas und viele weitere fordern, auf die globale Wirtschaftskrise und die Klimakrise mit einem „Grünen New Deal” zu antworten. Doch sind Kapitalismus und Ökologie überhaupt vereinbar? Wird bei den Vorschlägen die soziale Frage ausgeblendet? Ist der „Grüne New Deal” eine Riesenchance für die demokratischen Kräfte die Krise zu nutzen oder hat er eine autoritäre Schlagseite?
Streitgespräch mit:
Sven Giegold – Bündnis 90/Die Grünen
Alexis Passadakis – attac
- Sa, 25. April 2009 - 15.00–17.00 Uhr - MA 141
Recht auf gutes Leben. Ein anderer Umgang mit Ressourcen in den Verfassungen von Bolivien und Ecuador
Bolivien und Ecuador haben das Recht auf „gutes Leben“ in ihren Verfassungen von 2008 verankert. „Gutes Leben“ bedeutet den Respekt der Würde des Einzelnen und des Kollektivs. Das herrschende Entwicklungsmodell wird teilweise in Fragen gestellt. In Ecuador z.B. ist Wasser ein Grundrecht, Gentechnik verboten, Umweltschutz festgeschrieben. Der Staat hat das Recht nichterneuerbare Ressourcen zu regulieren. Wie sieht die Umsetzung der Verfassungen aus? Was heißt Recht auf gutes Leben? Welchen Umgang mit Umwelt bedeutet und welche globalen Dimensionen hat es?
Mit:
Walter Prudencio Magne Véliz – Botschafter der Republik Bolivien
Sofía Espín Reyes – Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung in Ecuador
Moderation: Klaus Meschkat – em. Prof. für Soziologie, Universität Hannover
- Sa, 25. April 2009 - 15.00–17.00 Uhr - MA 551
«Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter»
Gehört sie – eingezäunt in Parzellen – allein Einzelpersonen? Wem gehört das Wasser? Die Luft? Unser Erbgut? Die Kultur? Die Software? Wem die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung? Wir brauchen ein neues Bewusstsein für unsere Gemeingüter. Jetzt! Dafür plädieren 40 AutorInnen aus 10 Ländern im ersten interdisziplinären deutschsprachigen Sammelband zum Thema.
Buchvorstellung und Diskussion mit:
Silke Helfrich – Freie Publizistin und Herausgeberin
Oliver Moldenhauer – Koordinator der Kampagne für den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten (Ärzte ohne Grenzen)
- Sa, 25. April 2009 - 15.00–17.00 Uhr - EB 222
Der Kampf gegen «Belo Monte» Das größte Staudammprojekt Brasiliens
Workshop der Heinrich-Böll-Stiftung mit Filmemacher Martin Keßler und Tina Kleiber von der „Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt – ASW e.V.“ 1989 ging ihr Foto um die Welt: die Indianerin Tuira Kayapo, die den Repräsentanten eines Energiekonzerns mit dem Messer attackiert. Aus Protest gegen den Riesenstaudamm „Belo Monte“. Mitten in Amazonien - am Fluss Xingu. Internationaler Protest hat seinerzeit den Staudamm verhindert. 20 Jahre später will die Regierung Lula „Belo Monte“ als grössten Staudamm Brasiliens erneut durchsetzen - um internationale Bergbaukonzerne und Industrien mit Strom zu versorgen. Dafür sollen Hunderte Quadratkilometer Urwald „geopfert“ werden. Dagegen kämpfen Flussanwohner und Indigene. Der Filmemacher Martin Keßler hat sie in diesem Januar besucht. Er zeigt Ausschnitte aus seinem Drehmaterial und berichtet über den Kampf gegen „Belo Monte“. Gemeinsam mit Tina Kleiber von der „Aktionsgemeinschaft solidarische Welt e.V.“, die am Xingu lokale und nachhaltige Entwicklungsprojekte unterstützt – zur Ernährungssicherheit, zum Schutz von Menschenrechten und zur Organisation von Protesttreffen. Weitere Infos: http://www.neuewut.de/, www aswnet.de
- So, 26. April 2009 - 9.00–11.00 Uhr - EB 224
Anpassung an den Klimawandel durch nachhaltige Landwirtschaft
Der Klimawandel wird in vielen Teilen der Welt zu erschwerten landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen führen. Stürme, Hitzeperioden, Überschwemmungen und Dürren werden häufiger und nehmen an Intensität zu. Bereits heute hungert knapp eine Milliarde Menschen und durch
die Folgen des Klimawandels ist zu erwarten, dass sich das Hungerproblem noch weiter verschärft. Eine weitere Intensivierung der Nahrungsmittelproduktion mit ihren hohen sozialen und ökologischen Kosten, kann jedoch nicht die Lösung sein. Für die Anpassung an den Klimawandel brauchen wir nachhaltige Alternativen!
Mit:
Thilo Hoppe, MdB – Vorsitzender im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Nicole Piepenbrink – Misereor, Referentin für Klimawandel und Ernährungssicherheit
Ute Straub – Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin für Internationalen Agrarhandel
- So, 26. April 2009 - 9.00–11.00 Uhr - MA 648
Irrwege aus der Energie- und Ressourcenkrise
Die Internationale Energieagentur sagt vorher, dass ein Großteil unseres zukünftigen Energiebedarfs aus unkonventionellem Öl und anderen Rohstoffen gedeckt werden muss. Weltweit laufen nun Teersandexplorationen und Investitionen in Agrotreibstoffe auf Hochtouren. Am Beispiel Afrikas (Rep. Kongo) soll diskutiert werden, welche Folgen unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen für das Klima, die Umwelt und die Menschen in den Förderregionen hat.
Mit:
Sarah Wykes (in englischer Sprache)
» Das Programm der Heinrich-Böll-Stiftung bei McPlanet.com 2009 als PDF