Afrikas erste grüne Politikerin: Wir trauern um Wangari Maathai

Afrikas erste grüne Politikerin: Wir trauern um Wangari Maathai

Pressemitteilung

Afrikas erste grüne Politikerin: Wir trauern um Wangari Maathai

26. September 2011
Barbara Unmüßig und Ralf Fücks

Zum Tod von Wangari Maathai, Afrikas erster grünen Politikerin, Friedensnobelpreisträgerin und Trägerin des Petra-Kelly-Preises 2004 der Heinrich-Böll-Stiftung, erklären Barbara Unmüßig und Ralf Fücks (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung):

"Wir trauern um Wangari Maathai, die gestern Abend in Nairobi (Kenia) verstorben ist. Mit ihr verlieren wir eine außergewöhnliche und mutige Frau, die sich ihr Leben lang besonders erfolgreich für die Demokratie, die ökologische Nachhaltigkeit, Menschen- und Frauenrechte eingesetzt hat. Mit ihrem Charisma und ihrem mutigen persönlichen Einsatz hat sie unglaublich viel bewirkt und bewegt.

In der Vergangenheit hat Wangari Maathai Haft und Repressalien bis hin zu Misshandlungen ertragen müssen. Nichts davon konnte sie von ihrem Weg und ihren Idealen abbringen. Über die Ökologie-Bewegung hinaus stritt sie für die demokratischen und sozialen Rechte der Bevölkerung; sie war zugleich eine der bekanntesten internationalen Botschafterinnen der afrikanischen Frauen. Dafür ist sie 2004 zu Recht mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden.

Wir verlieren mit Wangari Maathai eine enge Partnerin und Freundin."

Ebenfalls 2004 erhielt Wangari Maathai den internationalen Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung für ihre einzigartige Rolle in der afrikanischen Politik, für ihr Engagement für die grüne Bewegung Afrikas und für ihr Lebenswerk. In den frühen 70er Jahren hatte sie das Green Belt Movement gegründet und damit für die Erhaltung des Waldes in Kenia und Ostafrika gekämpft.

In den 1990er Jahren setzte sich Wangari Maathai zunehmend für die Wahrung der Menschenrechte und für ein friedliches, multiethnisches Kenia ein. Darüber geriet sie immer wieder in Konflikt mit der Regierung des früheren Machthabers Daniel arap Moi, mehrfach wurde sie inhaftiert. Von 2003 bis Ende 2005 war sie als Vizeumweltministerin Teil der Regierung des "neuen Kenia" unter Präsident Mwai Kibaki. Sie war damit die erste grüne Politikerin Afrikas, die den Sprung in eine Regierung geschafft hatte.

Fachkontakt und Interviews:
Barbara Unmüßig
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Kontakt via Pressestelle.

Pressekontakt:
Karoline Hutter
Heinrich-Böll-Stiftung
Pressesprecherin
Telefon: (030) 285 34-202
E-Mail: hutter@boell.de

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Weitere Links

» Remembering Wangari- In Her Own Words

» Honoring a Visionary Leader: WEDO Remembers Wangari Maathai

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