Lamya Kaddor
Islamwissenschaftlerin

Lamya Kaddor wurde 1978 im westfälischen Ahlen als Tochter syrischer Einwanderer geboren. 2003 schloss sie ihr Magisterstudium der Arabistik und Islamwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Komparatistik an der Universität Münster ab. Im Moment beschäftigt sie sich wissenschaftlich mit dem Leben muslimischer Schüler in Deutschland: Sie hat seit dem Wintersemester 2013/2014 sowohl einen Lehrauftrag zum Thema „Muslimisches Leben in Deutschland“ an der Fachhochschule Münster (FB Soziale Arbeit) als auch einen Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen zum Thema „Bibel und Koran“ (Evangelische Theologie) inne.

Insgesamt vier Jahre (2004 - 2008) bildete sie an der Universität Münster islamische Religionslehrer aus und vertrat dort zwischen Juli 2007 und März 2008 die Aufgaben der Professur „Islamische Religionspädagogik“. Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist sie als Lehrerin im Rahmen des nordrhein-westfälischen Schulversuchs „Islamkunde in deutscher Sprache“ in Dinslaken tätig. Seit 2013 unterrichtet sie „Islamischen Religionsunterricht“.

Lamya Kaddor ist auch Autorin und Publizistin und berät die Politik in Fragen von Integration und Islam. Sie gehört zu den muslimischen Sprecherinnen und Sprechern für das deutschlandweit erste muslimische Wort im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dem sog. „Forum am Freitag“ des ZDF.

Sie ist erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes e.V.

Von der paneuropäischen Organisation CEDAR wurde sie als eine der zehn European Muslim Women of Influence 2010 ausgezeichnet. Zudem ist sie Trägerin der „Integrationsmedaille der Bundesregierung“. Für ihre besonderen Verdienste in der Kriminalitätsbekämpfung erhielt sie im Februar 2015 die Nick-Knatterton-Ehrenmütze vom Bund Deutscher Kriminalbeamter.

Ihre neueste Veröffentlichung erschien am 6. Februar 2015 und trägt den Titel „Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen.“

Seit Oktober 2015 ist sie Mitglied des Fachbeirates der Georges-Anawati-Stiftung. Seit November 2015 ist sie Mitglied der Mitgliederversammlung der Heinrich-Böll-Stiftung.