Perspectivas Lateinamerika 5/2019
Perspectivas Lateinamerika

Ein hoher Preis: Energieerzeugung in Lateinamerika

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In Lateinamerika wird ein Großteil der Energie aus fossilen Quellen und großen Wasserkraftwerken gewonnen. Der Energiesektor verursacht fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen des Subkontinents. Zwar haben erneuerbare Energien in den letzten Jahren ihren Anteil an der Strommatrix der Region erhöhen können, doch ohne Wasserkraft liegt der Anteil unter 16 Prozent. Gleichzeitig gewinnt die Förderung nichtkonventioneller Energiequellen durch Fracking weiter an Bedeutung.

Neben der Kritik an den ökologischen Folgen der Energieproduktion und des Energieverbrauchs dürfen auch die sozialen Kosten nicht vernachlässigt werden. Und das gilt nicht nur für die fossilen Energieträger. Auch erneuerbare Energien sind nicht automatisch die in allen Bereichen bessere Variante. Die vielen Proteste in Lateinamerika zeigen, dass der entscheidende Unterschied oft in der Größe des Erschließungsvorhabens liegt und weniger in der Energieform.

Unsere Autor/innen aus Mexiko, Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Guatemala beleuchten das Thema „Energie“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei wird deutlich, dass eine nachhaltige Energiepolitik immer auch den gesellschaftlichen Kontext einbeziehen und soziale, ökonomische und ökologische Faktoren gleichermaßen berücksichtigen muss. Ein zusätzliches Factsheet bereitet die wichtigsten Daten und Kennzahlen grafisch auf.

» Zur spanischen Version (pdf) → A un alto costo - Generación de energía en América Latina

 


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Factsheet
» Energie in Lateinamerika: Zahlen und Fakten

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
November 2019
Herausgeber
Heinrich-Böll-Stiftung
Seitenzahl
44
Lizenz
Sprache der Publikation
deutsch
Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Windparks auf Gemeindeland in Mexiko: Wenig Nutzeffekte zu einem hohen Preis
    Daniela Pastrana und Ana Cristina Ramos
  • Energie in Lateinamerika – ein Überblick
    Angélica Hernández Téllez
  • Das Megaprojekt Vaca Muerta: Fossile Energie und Fracking in Argentinien
    Fernando Cabrera Christiansen und Santiago Cané
  • Die Bolsonaro-Regierung und der Ausbau der Atomkraft
    Maurício Angelo
  • Mexikos Energiepolitik – gefangen in der Vergangenheit
    Claudia Piña Navarro
  • Der Staudamm Belo Monte: Soziale Probleme, staatliche Versäumnisse und der Kampf der Frauen für alternative Energiemodelle
    Maria Fernanda Marcelino und Tchenna Fernandes Maso
  • Kolumbien: Die Untergrabung indigener Mitbestimmungsrechte
    Natalia Orduz Salinas
  • Ein kommunaler Traum – Kleinwasserkraftwerke in Guatemala
    Julio R. González Gutiérrez
  • Lithium: Die sozialen und ökologischen Kosten der globalen Energiewende
    Pía Marchegiani
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