Harte Kost: Wie unser Essen produziert wird

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Ausschnitt aus Valentin Thurns Dokumentarfilm "Taste the Waste"

Wie kann die Welt in Zukunft ernährt werden? Filmemacher Valentin Thurn sucht nach zukunftsfähigen Lösungen für eine Nahrungsmittelproduktion, die Mensch und Tier respektiert und die knappen Ressourcen schont. Bei der Lesung am 15. Januar stellte er sein neues Buch „Harte Kost“ vor.

Gemeinsam mit Stefan Kreuzberger hat sich Valentin Thurn für sein neues Buch „Harte Kost“ und dem dazugehörigen Film „10 Milliarden“ auf die Suche nach Antworten auf die Frage gemacht, wie die Welt in der Zukunft ernährt werden kann. In verschiedensten Ländern hat er mit Menschen gesprochen, die an ganz unterschiedliche Lösungen glauben und für diese Kämpfen.

Dass sich Valentin Thurn für das Thema seines neuen Buches begeistert, merkten die rund 100 Gäste  während der Lesung, am Donnerstag den 15. Januar in der Heinrich-Böll-Stiftung, schnell. Klar wäre geworden, so Thurn, dass es nicht DIE EINE Lösung gegen Hunger gibt. Es braucht Vielfalt und Kreativität, um den zukünftigen Herausforderungen der Landwirtschaft zu begegnen. Wichtig sei vor allem eine Landwirtschaft, die in lokale und regionale Kreisläufe eingebunden ist. „Die Landwirtschaft der Vergangenheit wird auf EU Ebene gemacht. Sie wird durch Politiken bestimmt, die auf internationaler Ebene ausgehandelt werden. Doch eigentlich müsste die Landwirtschaft regional und lokal verankert sein“. Dafür wirbt Valentin Thurn auch mit seiner neuen Online Kampagne „Taste of Heimat“, in der sich Bauern und Konsumenten einer Region vernetzen können.

Die Lesung wurde begleitet von einem großartigen Catering der Food Assembly, einer Berliner Gruppe, die nur regionale Produkte verwendet, die sie direkt vom Bauern kaufen und von der Vernissage der Ausstellung „Boden“ von Ines Meier, die noch bis zum 29. Januar 2015 in Berlin in der Heinrich-Böll-Stiftung zu sehen ist.

 

Video-Mitschnitt der Lesung von Valentin Thurn am 15. Januar 2015