Flüchtlingspolitik in Brandenburg - der Steckbrief

Flüchtlingspolitik in Brandenburg - der Steckbrief

Wieviele Flüchtlinge hat Brandenburg 2015 aufgenommen? Was lief gut, was schlecht? Wieviele rassistische Angriffe gab es? Der Steckbrief mit den wichtigsten Zahlen und Themen des Jahres.

Regierungskonstellation: SPD/Linke

Einwohner/innen: 2,5 Millionen

Aufnahmequote (lt. Königsteiner Schlüssel): 3,08 Prozent

Flüchtlingsaufnahme 2014: 6.315

Flüchtlingsaufnahme 2015: 24.656 (zum 30.11.2015)

Flüchtlinge leben in: Zelten, Leichtbauhallen, Turnhallen, Containersiedlungen, Kasernen, Wohnungen.

Größte (geplante) Unterkunft für: 640 Flüchtlinge in Brandenburg/Havel

Zahl der Angriffe auf Unterkünfte: 44, davon sechs Brandanschläge und 38 sonstige Angriffe (Stein- oder Böllerwürfe, Schüsse, rechte Schmierereien etc.)

Tätliche Übergriffe auf Flüchtlinge: 25; 63 Körperverletzte

Flüchtlingsfeindliche Kundgebungen/Demonstrationen: 25 (Quelle: MUT).

Das läuft gut: Diskussionsveranstaltungen mit Bürger/innen, in deren Umfeld Unterkünfte geplant sind.

Das läuft schlecht: Die Verzahnung des Engagements der Willkommensinitiativen mit den staatlichen Verwaltungsstellen

Themen, die die öffentliche Debatte 2015 bestimmt haben:

  • Der Brandanschlag auf die Sporthalle des Oberstufenzentrums in Nauen, die als Notunterkunft für zirka 100 Flüchtlinge vorgesehen war (25.08.)
  • Der Mord an dem vierjährigen Flüchtlingskind Mohamed durch einen 32-jährigen Brandenburger aus Niedergörsdorf bei Luckenwalde, das Anfang Oktober vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin entführt worden war.
  • Die Bezeichnung der freiwilligen Helfer*innen in den Flüchtlingsinitiativen als „nützliche Idioten“ einer unfähigen Landespolitik durch AfD-Landeschef Alexander Gauland wenige Tage nach den Anschlägen von Paris im November.

Weitere Beiträge zur Flüchtlingspolitik in Brandenburg finden Sie auf der Länderseite unseres Dossiers "Wie schaffen die das? Die Flüchtlingspolitik der Länder" (zur Startseite).

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