Unsere Gäste im Haus Langenbroich 2015 bis 2016

Unsere Gäste im Haus Langenbroich 2015 bis 2016

Roya Issa und Tochter, Damaskus/Syrien (Jahrgang 1973). Die Malering verbracht ihre frühe Kindheit in Algerien, graduierte an der Kunstakademie in Damaskus, lebte und arbeitete in Dubai als freie Künstlerin und arbeitete als Filmdekorateurin bei verschiedenen TV- und Filmproduktionen. Seit ihrer Flucht aus Damaskus lebte sie mit ihrer Tochter in Kairo. Dort war sie Mitbegründerin des von der UN unterstützten Projektes für syrische Flüchtlingsfrauen in Ägypten. Ihre Ausstellung im Opernhaus Kairo (Ägypten) wurde mit dem Preis der „Lovers of Fine Arts Foundation“ ausgezeichnet. Heute lebt Roya Issa mit ihrer Tochter in Köln.

Abdul Razzak Shaballout und Ehefrau, Damaskus/Syrien (Jahrgang 1974). Der Maler ist spezialisiert auf Hyperrealismus und unterrichtete Malerei an der Kunstakademie in Damaskus. Seit seiner Flucht lebte er als freier Künstler in Beirut. In seiner Malerei thematisiert er den Verlust und die Vertreibung seiner Freunde und seiner Familie durch den Krieg in Syrien. Abdul Razzak Shaballout lebt mit seiner Frau in Düren und Berlin.

Mohammad al-Attar, Syrien (Jahrgang 1980). Der Dramatiker und Theatermacher ist einer der bekanntesten syrischen Nachwuchsdramatiker, Chronist des vom Bürgerkrieg zerrissenen Syrien. Seine Theaterstücke werden weltweit aufgeführt. Seine Essays und Kommentaren erscheinen in internationalen Tageszeitungen, Nachrichtensendern und in der Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung. Seit Juni 2015 lebt er als Stipendiat des Heinrich Böll Haus Langenbroich in Berlin.

Sura Alloush, Homs/Syrien (Jahrgang 1980). Die Schriftstellerinund  Übersetzerin hat einen Bachelor der englischen Literaturwissenschaft und ein Übersetzer-Diplom der Al-Baat-Universität in Homs. Sie hat bisher zwei Poesie-Bände veröffentlicht und  arbeitet als freie Journalistin und Literaturübersetzerin für verschiedene Zeitschriften und Webseiten, unter anderem für die in Deutschland erscheinende Flüchtlingszeitschrift „Abwab“.

Colette Bahna, Damaskus/Syrien (Jahrgang 1961). Die Schriftstellerin, Journalistin und Szenaristin hat seit 1984 drei Sammlungen ihrer Kurzgeschichten veröffentlicht. Sie hat bedeutenden syrische Literaturpreise erhalten. Übersetzungen ihrer Kurzgeschichten sind international erschienen. Sie hat mehrere Film-, Fernseh- und Theaterskripte verfasst, ist Jury-Mitglied des Nile Festival für Dokumentarfilme und des Adoni Festivals für syrische TV Dramen. Als Journalistin schreibt sie auch für internationale Medien wie Associated Press, DPA Deutschland und France Press.

Jalal Alahmadi, Jemen (Jahrgang 1987). Der Schriftsteller wurde in Saudi-Arabien geboren. Mit seiner Lyrik wurde er im Jemen und
der arabischen Welt bekannt. Er hat mehrere literarische Preise erhalten, den „Yemeni president's prize for poetry 2011“ und den „Abdulaziz al-Maqalih's prize for poetry 2014“. Bisher veröffentlichte er vier Lyrikbände. Er ist Teilnehmer des diesjährigen 17. Poesiefestival Berlin „Kein schöner Land“. Poesiegespräch: Schreiben nach der Flucht – Worte im Handgepäck.

Mahmudul Haque Munshi, Bangladesh (Jahrgang 1987). Der Blogger und Online-Aktivist ist eine Stimme gegen den religiösen Fundamentalismus und ein Aktivist für die Rechte der Minderheiten und der indigenen Bevölkerung. Er initiierte die Bewegung „Shahbag“ um religiös bestimmte politische Parteien zu verbieten, forderte die juristische Aufarbeitung der während des Unabhängigkeitskrieges 1971 getöteten dreimillionen Menschen und die Rückkehr zum säkularen Bangladesh. Fünf seiner Co-Blogger wurden durch islamistische Fanatiker auf offener Straße brutal ermordet.


Kontakt:
Sigrun Reckhaus
reckhaus@boell.de

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