Friedensnobelpreis: Die Heinrich-Böll-Stiftung gratuliert ihrem Partner ICAN

Friedensnobelpreis: Die Heinrich-Böll-Stiftung gratuliert ihrem Partner ICAN

Pressemitteilung

Die Heinrich-Böll-Stiftung gratuliert ihrer Partnerorganisation International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) zum Friedensnobelpreis.

ICAN International in der Heinrich-Böll-Stiftung (2014). Urheber/in: Stephan Röhl. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Mit großer Freude hat die Heinrich-Böll-Stiftung Berlin ihrer Partnerorganisation ICAN zur Verleihung des Friedensnobelpreises durch das Osloer Komitee gratuliert.

Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung sagte zur Verkündung des Preises:

„Wir freuen uns mit unseren Partnern von ICAN und gratulieren von ganzem Herzen! Die Auszeichnung des internationalen Netzwerks mit dem Friedensnobelpreis ist ein starkes Signal und bekräftigt angesichts der jüngsten nuklearen Eskalationsdynamiken die Notwendigkeit politischer und diplomatischer Lösungen. Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt die jungen Expert/innen und Aktivist/innen von ICAN seit mehreren Jahren in ihrem Engagement für eine rationale Sicherheitspolitik und die Bemühungen um eine nukleare Abrüstung.“

Deutsche und internationale ICAN-Mitglieder haben es in den vergangenen Jahren mit hartnäckiger Überzeugungsarbeit und Unterstützung der Stiftung geschafft, ihre jeweiligen Regierungen für einen verbindlichen Vertrag zum weltweiten Verbot von Nuklearwaffen zu gewinnen. Im Juli beschlossen 122 Staaten bei den Vereinten Nationen schließlich ein internationales Atomwaffenverbot, seit dem 20. September liegt das Abkommen in New York zur Unterzeichnung aus.

Als internationales Netzwerk junger Aktivist/innen konnte ICAN mit Unterstützung der Stiftung an mehreren internationalen Konferenzen teilnehmen und so zunächst insgesamt 127 Staaten zu einer Humanitären Selbstverpflichtung bewegen, Atomwaffen zu ächten. Später gingen daraus offizielle Verhandlungen über ein völkerrechtliches Verbot hervor. Damit konnte ICAN eine der seit Jahrzehnten bedeutendsten politischen Initiativen für nukleare Abrüstung anstoßen und sich selbst als anerkannter zivilgesellschaftlicher Akteur positionieren.

Neben den Teilnahmen an Konferenzen wie der Open Ended Working Group zur nuklearer Abrüstung 2016 in Genf oder den UN-Verhandlungen über einen Verbotsvertrag im Juli 2017 förderte die Stiftung auch zahlreiche Dialog- und Debattenforen sowie die Weiterbildung von jungen, internationalen ICAN-Campaignern.

Mit dieser bemerkenswerten Entscheidung hat das Nobelpreis-Komitee in Zeiten zunehmender Krisen und Aufrüstungstendenzen die eindeutige Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen - das zentrale politische Anliegen ICANs - wieder in den Fokus gerückt.

Weitere Infos:

Download des Fotos (CC-BY-SA / Stephan Röhl).

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