Vorne - Über sozialen Fortschritt in der Gegenwart

Vorne - Über sozialen Fortschritt in der Gegenwart

Urheber/in: Fab Lentz, Unsplash. Public Domain.

Die Orientierung am Fortschritt ist gegenwärtig keine Selbstverständlichkeit, weder in der Gesellschaftstheorie noch in der praktischen Politik. Stattdessen wird von der „großen Regression“ gesprochen, um Entwicklungen in verschiedenen Gesellschaften zu beschreiben. Haben sich die Kräfte des Fortschritts tatsächlich erschöpft, obwohl doch viele Menschen in der Ehe für alle oder der allgemeinen Krankenversicherung einen sozialen Fortschritt erkennen können?

Wie können wir uns vom grassierenden Kulturpessimismus lösen, um wieder nach vorne zu kommen? Wie muss eine zeitgemäße Vorstellung vom sozialen Wandel zum Besseren aussehen? Welche Auseinandersetzung mit konservativen Blockaden der Gesellschaft steht an? Wie lässt sich progressive Politik neu ausbuchstabieren?

Diese Fragen diskutierten wir mit der Sozialphilosophin Rahel Jaeggi, Professorin für Praktische Philosophie und Sozialphilosophie, Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr neues Buch Fortschritt und Regression erscheint im Mai 2018 (Suhrkamp Verlag).


 

Hintergrund

In welcher Welt leben wir? So banal es klingt, es gehört zum Schwierigsten, Abstand zu gewinnen – auf die Höhe zu gehen – um das eigene Jetzt klarer zu sehen. Zeitgeistige Bestseller gibt es viele, erhellende Zeitdiagnosen sind selten. Schauen wir also, wo interessante Perspektiven auf unsere Gegenwart eröffnet werden. Versuchen wir einen ungewohnten, gerne auch schrägen Blick, der uns die Gegenwart anders sehen lässt. 35 Jahre nach den "Stichworten zur 'geistigen Situation der Zeit'" nehmen wir mit der Vortragsreihe "Auf der Höhe" das Experiment nochmals auf. Abermals fragen wir Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit. In den nächsten Monaten und Jahren buchstabieren wir das Alphabet durch, von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Resonanz und Z wie Zombie.

In Medienpartnerschaft mit taz und Freitag.

Hier geht es zum Videoarchiv der Reihe "Auf der Höhe - Diagnosen zur Zeit".

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

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