Biografien der Autorinnen und Autoren

Biografien der Autorinnen und Autoren

Hier finden Sie einen Überblick mit Kurzportraits von allen Autorinnen und Autoren der Deutsch-Israelischen Literaturtage 2018.

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Mira Magén, geboren in Kfar Saba (Israel), blieb der orthodoxen, ostjüdisch geprägten Welt ihrer Kindheit bis heute verbunden. Magén leistete Militärdienst, studierte Psychologie und Soziologie und arbeitete später als Krankenschwester. Anfang der Neunzigerjahre begann Magén mit dem Schreiben. Ihre Werke wurden in Israel zu Bestsellern und mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. 2005 mit dem Prime Minister's Prize und fünfmal mit dem Book Publishers Association's Gold Book Prize. Sie ist Mitglied in der israelischen Friedensbewegung Schalom Achschaw und lebt in Jerusalem.

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Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle/Saale. Nach dem Abitur arbeitete er als Bauhelfer, Möbelträger und Wachmann. Von 1998 bis 2003 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman „Als wir träumten“. Für sein Werk erhielt Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. Sein Roman „Im Stein“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet und für den Man Booker International Prize 2017 nominiert. Er lebt in Leipzig.

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Sarit Yishai-Levi, Tochter einer sephardischen Familie in Jerusalem, wurde 1947 geboren. Sie arbeitete als Schauspielerin, Journalistin, Korrespondentin und Moderatorin und war die erste Israelin, die Yasser Arafat interviewte. Nach vier Sachbüchern schrieb sie „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“. Ihr erster Roman, der auch als sephardische Version von Amos Oz’ „Geschichte von Liebe und Finsternis“ bezeichnet wird, stand über 100 Wochen auf den israelischen Bestsellerlisten und wird derzeit verfilmt. Yishai-Levi lebt in Tel Aviv.

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Yiftach Ashkenazy wurde 1980 in Carmiel (Israel) geboren und lebt heute in Jerusalem. Sein Wehrdienst in der israelischen Armee hat seine Sicht der Realität nachhaltig verändert. Heute ist er Schriftsteller und Literaturkritiker bei der Tageszeitung Haaretz und arbeitet im Yad Vashem Institut. Er lebte unter anderem in Berlin und publiziert immer wieder Kolumnen im deutschen Radio und in deutschen Zeitungen. Ashkenazy wurde 2016 mit dem Prime Minister’s Prize ausgezeichnet.

Amichai Shalev, geboren 1973 in Holon (Israel), studierte Geschichte und Literatur an der Universität Tel Aviv und szenisches Schreiben an der Camera Obscura School of Art. Er arbeitet als Lektor und unterrichtet Kreatives Schreiben. Shalev ist Autor von vier Romanen und Herausgeber mehrerer Anthologien. Sein Roman „The Mentals“ wurde 2010 für den Sapir-Preis nominiert. Im Jahr 2012 erhielt Shalev für seine literarische Arbeit den Prime Mininster's Award. Er lebt in Herzliya.

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Fatma Aydemir wurde 1986 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main. Aydemir arbeitet als Redakteurin bei der taz und hat dort das türkisch-deutsche Internetportal taz.gazete mitinitiiert. Für ihren Debütroman „Ellbogen“, der die Geschichte einer jungen Türkin aus Berlin-Wedding beschreibt, gewann Fatma Aydemir 2017 den Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals. Sie lebt in Berlin.

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Takis Würger, geboren 1985 in Hohenhameln, ist Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel und wurde als Journalist mehrfach ausgezeichnet. Er studierte Ideengeschichte an der Universität von Cambridge. Dort boxte er für den Cambridge University Amateur Boxing Club und wurde Mitglied in verschiedenen studentischen Klubs. 2017 erhielt Würger den Debütantenpreis der lit.Cologne für seinen Roman „Der Club“, der auch für den aspekte-Literaturpreis 2017 nominiert war. Er lebt in Hamburg.

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Nicol Ljubić, 1971 in Zagreb geboren, wuchs in Schweden, Griechenland, Russland und Deutschland auf. Er studierte Politikwissenschaften und arbeitet als freier Journalist und Autor. Für seine Reportagen erhielt er mehrere Preise. Sein Roman „Meeresstille“, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand, wurde  2011 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und dem Ver.di-Literaturpreis ausgezeichnet. In den Jahren 2014 und 2016 war Ljubić Mitinitiator der Europäischen Schriftstellerkonferenz. Er lebt in Berlin.

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Liran Atzmor leitete das Tel Aviv International Student Film Festival. Er produzierte viele international erfolgreiche Filme und Serien und wurde unter anderm mit dem Sundance World Cinema Prize ausgezeichnet. Als Produzent war er ebenso an der Serie „Defense Files“ beteiligt, die 2014 den Documentary Filmmakers’ Forum Prize for Best Series gewann. Atzmor lebt in Tel Aviv, wo er auch Filmproduktion unterrichtet.

 

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